Forscher von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore rechnen mit einem dramatischen Anstieg bei der Demenzkrankheit Alzheimer. Computersimulierten Schätzungen zufolge wird im Jahr 2050 auf 85 Menschen ein Patient kommen. Die Forscher schätzen, dass rund 43 Prozent davon eine intensive Pflege nötig haben werden, etwa in einem Pflegeheim. „Wir stehen einer globalen Alzheimer-Epidemie gegenüber, da die Weltbevölkerung im Schnitt immer älter wird“, erklärt der Mediziner Brookmeyer von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Selbst geringe Fortschritte bei der Therapie hätten damit riesige Auswirkungen auf die Gesundheit der Weltbevölkerung.

Alzheimer ist eine Erkrankung, die Gehirnfunktionen bei älteren Menschen über die Jahre zerstört. Zu den Symptomen zählt in frühen Stadien Vergesslichkeit, später kommen Sprachstörungen und Orientierungslosigkeit hinzu. In Deutschland leiden derzeit rund 1,2 Millionen Menschen an Alzheimer. Die Zahl der Erkrankungen kann sich durch die Verschiebung der Alterspyramide in den kommenden zehn Jahren verdoppeln, schätzen Mediziner.

Altersheime, Pflegeanstalten und Krankenkassen sind auf dieses Problem nicht vorbereitet. Die Entwicklung einer wirkungsvollen Therapie gegen diese „Volkserkrankung“ ist unbedingt notwendig. Die derzeitigen Medikamente können die Symptome nur vorübergehend ein wenig mildern, den schleichenden Gedächtnisschwund aufhalten können sie aber keineswegs.

Alzheimer-Früherkennung: Eine frühe Diagnose ist wichtig!

Zum jährlichen Welt-Alzheimer-Tag am 21. September weist die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), der größte private Förderer öffentlicher Alzheimer-Forschung in Deutschland, besonders auf die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnosestellung hin.

Mit der Diagnosestellung durch einen Hausarzt, Neurologen oder Psychiater kann zugleich auch eine Therapie beginnen. Alzheimer ist zwar trotz weltweiter Forschung bisher nicht heilbar. Die zugelassenen Medikamente können aber den Krankheitsverlauf verzögern bzw. stabilisieren.

Auch geistige Aktivität hält die Krankheit in Schach. Da es sich hier um eine fortschreitende Gehirnleistungsstörung handelt, ist es besonders wichtig, die Krankheit möglichst lange in einem frühen Stadium zu halten. Auch Begleiterkrankungen wie Schlafstörungen oder Depressionen können gezielt behandelt werden.

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