Zivilisationskrankheiten – weitere Risikofaktoren

Zivilisationskrankheiten – weitere Risikofaktoren

Heute nun der nächste Artikel zum Thema Zivilisationskrankheiten. Ich möchte heute über einige andere Risikofaktoren, welche Zivilisationskrankheiten auslösen können, schreiben. Weitere Risikofaktoren sind neben ungesunder Ernährung, auch Rauchen, Alkohol und Stress, welche z.B. dann auch Bluthochdruck verursachen können. Allerdings können auch Umweltbelastungen und genauso auch eine genetische Veranlagung als Auslöser von Zivilisationskrankheiten eine ganz wesentliche Rolle spielen. Ganz speziell möchte ich heute einige Gedanken zum Faktor Rauchen, Alkohol und Stress loswerden.

Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel,
sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.

Hippokrates

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Jährlich sterben mehr als 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens

Rauchen ist abgesehen von Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung einer der größten Risikofaktoren für Krankheiten wie z.B. Krebs, Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich sterben mehr als 100.000 Menschen hierzulande an den Folgen des Rauchens.

Hauptursache der häufigsten Krebsart (Bronchialkarzinom) ist inhalatives Tabakrauchen.

Zvilisationskrankheit Rauchen„Schon kurzzeitiger Kontakt mit Rauch in der Raumluft reizt die Atemwege, und die Augen brennen. Außerdem kann es zu  Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Müdigkeit kommen. Da Passivrauchen das Blutgefäßsystem schädigt, können auch Herzinfarkte oder auch Schlaganfälle entstehen. Schwere Krebserkrankungen wie Lungenkrebs und Brustkrebs gehören ebenfalls zu den möglichen Folgen“, erklärt Dr. Sabine Voermans, Ärztin und Leiterin des Gesundheitsmanagements bei der Techniker Krankenkasse (TK). Wer ständig Tabakrauch ausgesetzt ist, hat ein um bis zu 30 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ungefähr 260 Passivraucher erkranken und sterben jährlich an Lungenkrebs.

Krebs – nicht nur die Lunge ist betroffen

Der Rauch von Zigaretten schadet besonders unsere Atemwege. Bis zu 90 Prozent aller Krebserkrankungen der Lunge,  der Bronchien, der Mundhöhle und des Kehlkopfes werden durch diese „schlechte“ Angewohnheit hervorgerufen. Somit ist das Rauchen für eine Krankheit verantwortlich, die bei uns in Deutschland weit verbreitet ist: An Krebs in Lunge und Bronchien erkrankten im Jahr 2008 in ganz Deutschland rund 190.000 Menschen. Obendrein besteht auch ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs der Leber, der Niere, der Bauchspeicheldrüse, Brust- und Gebärmutterhalskrebs sowie bestimmten Formen der Leukämie.
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Rauchen fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ungefähr 22.000 Menschen starben 2008 an einem Herzinfarkt, und rund 16.000 Betroffene überstanden einen Schlaganfall nicht. Damit gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems mit zu den häufigsten Todesursachen bei uns in Deutschland. Rauchen ist eine der größten vermeidbaren Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die im Tabakrauch enthaltenen Stoffe machen das Blut dickflüssiger, Blutplättchen verklumpen und es können sich Blutgerinnsel bilden, welche die Blutgefäße verstopfen. Dies wiederum erleichtert am Ende die Entstehung der so genannten Arteriosklerose, die zu Herzinfarkt oder auch zu Schlaganfall führen können.

Alltäglich werden bei uns  in Deutschland ungefähr 263 Millionen Zigaretten konsumiert.
Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel.

Quelle: onmeda.de

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Alkohol ist in (fast) aller Munde

Zivilisationskrankheit Alkohol

Es ist ganz egal, ob auf der Geburtstagsparty, als Feierabendbier oder auch zu Silvester: Alkohol gehört heutzutage zu vielen gesellschaftlichen Anlässen einfach dazu.

Gegen das eine oder andere Gläschen ist ja auch nichts einzuwenden – allerdings kommt es auf das Maß an. Regelmäßig getrunken, sind auf Dauer auch geringe Mengen Alkohol schädlich.
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Fakten:

  • Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt pro Jahr zehn Liter reinen Alkohol.
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  • Ca. 4,5 Millionen deutsche sind alkoholabhängig oder betreiben Alkohol-
    Missbrauch. Das sind ca. 5 % der Bevölkerung.
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  • Ca. 21 % der Alkoholabhängigen sind Frauen.
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  • 45.000 Menschen sterben jährlich an den direkten oder indirekten Folgen
    von übermäßigem Alkoholkonsum.

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Bei regelmäßigem Dauerkonsum schädigt Alkohol

  • den Vitaminhaushalt im Körper. Alkohol führt dadurch zu Vitaminmangel,
    besonders des Vitamine B-Komplexes.
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  • die Verdauungs- und Stoffwechselorgane, vor allem die Leber, die
    Bauchspeicheldrüse und den Magen.
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  • das Herz und die Gefäße.
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  • die Schleimhäute, auf die der Alkohol stark reizend und entzündungs-
    fördernd wirkt.
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  • die Nerven und die Gehirnzellen.

Obendrein steigert Alkohol das Risiko, an Krebs zu erkranken. Da Alkohol dazu noch sehr viele Kalorien enthält, kommt es bei regelmäßigem Alkohol-Konsum häufig zu Übergewicht. 10 bis 20 Prozent der von einem Erwachsenen aufgenommenen Kalorien stammen im Durchschnitt vom Alkohol.
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Mögliche Folgen können sein:

  • Lebererkrankungen
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Erweiterung des Herzmuskels
  • Magenbeschwerden
  • Auswirkungen auf das Gehirn,
  • Risiko steigt, an Krebs zu erkranken

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Und zum guten Schluss für heut: …der Stress

Zivilisationskrankheit StressTempo bestimmt heute unser Leben: Leistungs- und Zeitdruck und die ständig wachsenden Anforderungen im Beruf und auch in unserem Privatleben. Stress ist überall um uns herum. Stress ist allerdings nicht nur negativ, er kann auch beflügeln und zu höherer Leistung beflügeln. Häufig machen wir uns aus freien Stücken Stress, weil wir dadurch den notwendigen Kick erhalten oder aber auch um unangenehme Dinge schneller zu erledigen. Nach diesem sogenannten „positivem“ Stress überkommt uns dann oftmals ein Gefühl der Befriedigung. Von „negativem“ Stress spricht man erst dann, sobald der Druck über eine längere Zeit anhält und dann auch das körperliche Wohlbefinden fühlbar darunter leidet.

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Stress-Symptome, die sich körperlich, geistig und im Verhalten bemerkbar machen:

  • Bluthochdruck, Schwindelgefühle, Herzrasen, Atembeschwerden
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  • Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
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  • Durchfall, Verstopfung, Magendruck, Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen
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  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
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  • Schlafstörungen
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  • Konzentrationsstörungen, Denkblockaden, Vergesslichkeit
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  • Nägelkauen, Zähneknirschen, Schluckbeschwerden
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  • Ruhe- und Rastlosigkeit, Nervosität
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  • chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit

Demnach ist das Entstehen von Zivilisationskrankheiten in großem Maße verhaltensbedingt. Denn durch unseren Lebensstil können wir viele Risikofaktoren von Zivilisationskrankheiten ausschließen.

Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern nur durch Lebenswandel.

Sebastian Kneipp

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Fazit:

Alkoholgenuss und Rauchen und Stress führen zu einer weiteren Belastung unseres Körpers, auf die er dann mit Krankheiten antwortet. Gesündere Ernährung, mehr Bewegung und weniger Stress sind der Schlüssel für Gesundheit.

So, das soll es heute erst einmal gewesen sein. Ich werde auch noch einen Artikel über den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und den Zivilisationskrankheiten schreiben.

Bis dahin, alles Gute für Sie.

Ihre

Manuela Möckel

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Zivilisationskrankheiten sind immer weiter auf dem Vormarsch

Zivilisationskrankheiten sind immer weiter auf dem Vormarsch

Hallo, schön dass Sie wieder einmal vorbeischauen. Ich hatte ja vor einiger Zeit schon einen Artikel über das Thema Zivilisationskrankheiten geschrieben. Heute nun möchte ich aufgrund vieler Anfragen meiner Leser noch etwas genauer über dieses brisante Thema schreiben.
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Zivilisationskrankheiten – woher?

Laut der Definition ist eine Zivilisationskrankheit ja eine Wohlstandskrankheit, deren Erkrankungsrisiko von den allgemeinen Lebensverhältnissen abhängt. Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen oder auch Krebs breiten sich kontinuierlich weiter aus. Und sie dehnen sich zunehmend auch schon in den Entwicklungsländern aus. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die nicht mehr allein für die Industrienationen typisch sind. Gemäß den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind heute 60 Prozent aller Todesfälle in der Welt auf Zivilisationskrankheiten zurückzuführen.

Wenn jemand Gesundheit sucht, so muss er erst bereit sein,
in Zukunft die Ursache der Krankheit zu 
meiden,
sonst ist ihm nicht zu helfen.

Sokrates

Die häufigsten Zivilisationskrankheiten sind Herz-Kreislauf-Beschwerden wie z.B. Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise die Zuckerkrankheit oder auch Gicht. Auch Allergien, Krebs, Übergewicht oder Magersucht und Erkrankungen des Bewegungsapparates zählen ebenfalls zu den Zivilisationskrankheiten. Die Kombination von Übergewicht, hohen Blutzuckerwerten, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten bezeichnet man auch als „tödliches Quartett“, im Fachjargon: „Metabolisches Syndrom„. In der westlichen Welt leidet ungefähr jeder vierte Erwachsene am Metabolischen Syndrom und stirbt dann im Durchschnitt vier Jahre eher als ein gesunder Mensch.  Durch unseren Lebensstil könnten wir jedoch zahlreiche Ursachen für Zivilisationskrankheiten abschaffen.

Prognose zum Anstieg von Zivilisationskrankheiten bis 2030 und 2050 gegenüber 2007+

Schauen wir uns doch mal nach und nach an, was wir selbst vielleicht für uns selbst dagegen tun können. Es ist eigentlich wirklich gar nicht so schwer. Wenn jeder so handeln würde, könnte man sicherlich die Zahl der Erkrankungen verringern. Heute soll es um das Thema Bewegung gehen.
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Bewegungsmangel ist beispielsweise eine der Hauptursachen der Volkskrankheiten

Zivilisationskrankheit - Risikofaktor BewegungsmangelDem Fortschritt sei Dank, von der Fernbedienung bis zum Online-Shopping,  die Technik nimmt uns im Alltag mehr und mehr Wege ab.  Wir fahren mit dem Auto ins Büro, dann sitzen wir acht Stunden am Schreibtisch, und dann verbringen wir den Abend ganz „entspannt“ zu Hause vor dem Fernseher. Seien wir doch mal ehrlich, so sieht doch der Alltag für viele uns aus?

Ein „Büromensch“ verbringt etwa 80.000 Stunden  in seinem Arbeitsleben im Sitzen – das sind über neun Jahre. Die meisten Bundesbürger verbringen ihre Freizeit am liebsten auf dem Sofa, immerhin zwei von drei. Und nur  jeder Fünfte treibt stets regelmäßig Sport. Und auch im Beruf sieht es nicht viel anders aus, so zeigt es eine Studie der Techniker Krankenkasse:  Jeder zweite Berufstätige sitzt den ganzen Tag am Computer.

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Bewegungsmangel macht die Menschen krank

Regelmäßige Bewegung ist insgesamt fördernd für unsere Gesundheit und wirkt sich dadurch praktisch auf alle Zivilisationskrankheiten zweifellos positiv aus. Gewisse Risikofaktoren lassen sich durch Bewegung sogar aufheben, so könnte man beispielsweise durch ein Sportprogramm und auch durch eine Umstellung der Ernährung dem Ausbruch des Diabetes Typ 2 vorbeugen. Ferner profitieren auch Menschen mit Bluthochdruck von Bewegung. Wenn man durch Sport auch nur wenig an Gewicht verliert, kann man aber bereits seinen Blutdruck entscheidend senken. Bei sportlich aktiven Menschen reduziert sich das Risiko für Herz-Kreislaufprobleme oder auch für Infarkte um 30 Prozent.

Förderlich sind vor allem Ausdauer-Sportarten:

  • zügiges Spazierengehen
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  • Radfahren
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  • Nordic Walking
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  • Jogging
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  • Schwimmen

Es gibt eine tolle Reportage, die dieses Thema auch genau beleuchtet: Das Steinzeitrezept: Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen

Na dann bis zum nächsten mal, wo wir dann über die nächsten Risikofaktoren sprechen.

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund.
Ihre

Manuela Möckel

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Folsäure – Ein Mangel mit Folgen

Folsäure – Ein Mangel mit Folgen

Folsäure – Dieses Vitamin ist für unsere Gesundheit unverzichtbar

Allerdings nehmen nur rund zwanzig Prozent der deutschen Bevölkerung mit ihrer täglichen Nahrung genug Folsäure zu sich. Trotz des Wohlstandes bei uns in Deutschland leidet ein großer Teil der Bevölkerung an einer Unterversorgung mit diesem wichtigen Vitamin. Laut der Nationalen Verzehrstudie II unterschreiten 79% der befragten Männer und sogar 86% der Frauen die Empfehlung für die Folsäure-Aufnahme. (Quelle: Nationale Verzehrstudie II). Das finde ich ziemlich bedenklich, wenn man sich mal näher mit diesem Thema beschäftigt. Heute möchte ich das wichtigste darüber niederschreiben.

Folsäure (Folat) ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Vitamin-B-Gruppe. Es arbeitet bei vielen Stoffwechselvorgängen mit und ist daher wichtig für alle Zellteilungs- und Wachstumsprozesse. Unser Körper besitzt nur sehr dürftige Folsäurespeicher. Im Körper von gesunden Erwachsenen befinden sich etwa 5 bis 10 Milligramm Folsäure, welche vor allem in der Leber gespeichert sind (5 mg). Wenn wir keine Folsäure mit der Nahrung mehr aufnehmen, dann bildet sich nach einigen Monaten eine besondere Form der Blutarmut, die so genannte megaloblastische Anämie.

Folsäuremangel ist sehr weit verbreitet

Mögliche Ursachen sind neben einseitiger Ernährung, auch Alkoholismus und zu langes Kochen von Gemüse. Für Schwangere ist eine zusätzliche Einnahme außerordentlich wichtig, da ein Folsäuremangel beim Kind zu diversen Störungen führen kann. So entsteht zum Beispiel bei einem Folsäuremangel häufiger ein „offener Rücken“  (Spina bifida). Schwangere sollten aus diesem Grund zusätzlich zu einer gesunden Ernährung Folsäure als Nahrungsergänzung zu sich nehmen. Auch Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht sicher verhüten und möglicherweise schwanger werden könnten, sollten vorsorglich Folsäure einnehmen.

Langer Rede kurzer Sinn; dieses wichtige Vitamin beeinflusst folgende Vorgänge in unserem Körper:

  • Zellteilung und Zellentwicklung
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  • Bildung der DNA
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  • Blutbildung
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  • Eiweißstoffwechsel
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  • Fettstoffwechsel

Wir brauchen täglich 400 Mikrogramm Folsäure. Das entspricht 0,4 Milligramm. Wenn wir uns gesund und ausgewogen ernähren, müsste der tägliche Bedarf an und für sich gedeckt werden. Aber die wenigsten von uns essen täglich frisches Gemüse, daher erreichen sehr viele nicht den empfohlenen Tagesbedarf alleine durch den Verzehr normaler, unangereicherter Lebensmittel. Schwangere und auch Stillende haben einen noch höheren Bedarf und benötigen 600 Mikrogramm Folsäure. Außerdem sind auch die Bedingungen für die Folsäureaufnahme im Körper nicht immer optimal; ein Vitamin-B 12-Mangel zum Beispiel kann zu einer gestörten Folsäureaufnahme in den Zellen führen.

Grüne Gemüse, wie z.B. Spinat oder Brokkoli, Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Vollkorngetreideprodukte, Hefe, Eigelb aber auch Zitrusfrüchte und Sojabohnen sind besonders geeignet. Bei tierischen Lebensmitteln enthält Leber die höchsten Konzentrationen an diesem Vitamin, während andere Fleischarten und Fisch nur geringe Mengen enthalten.

Ich habe diesen Ratgeber gefunden, er fasst die wesentlichen Fakten rund um Folsäure und deren Mangel in verständlicher Weise zusammen.

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Folgende Lebensmittel sind besonders reich an Folsäure:

  • Rinderleber (242 µg pro 100 g)
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  • Spinat (56 µg pro 100 g)
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  • Weichkäse (42 µg pro 100 g)
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  • Roggenvollkornmehl (38 µg pro 100 g)
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  • Weißkohl (36 µg pro 100 g)
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  • Apfelsinen (31 µg pro 100 g)

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Licht, Sauerstoff, Hitze und langes Kochen schaden der Folsäure. Man sollte starkes Wässern und lange Lagerung der Lebensmittel vermeiden, da sich auch dadurch der Folsäuregehalt verringert. Bei einigen industriell hergestellten Getränken und Milchprodukten wie zum Beispiel Frühstückszerealien, Molkereiprodukte, Salz und auch bei Erfrischungsgetränken wird Folsäure künstlich zugesetzt.

Bei uns in Deutschland wird deshalb bereits kräftig diskutiert, ob eine gezielte Anreicherung geeignet wäre, die Versorgung mit Folsäure zu verbessern. Die USA und auch Kanada praktizieren bereits diese Form, und Irland wird als erstes europäisches Land Mehl mit Folsäure anreichern.

Ein Folsäuremangel macht sich zunächst mit Vorboten wie Reizbarkeit, depressiver Verstimmung und Konzentrationsschwäche deutlich. Da die Folsäure ja auch hauptsächlich für die Bildung von Schleimhäuten und Blutkörperchen verantwortlich ist, zeigen sich hier dann auch bald die ersten typischen Symptome: Verletzungen der Schleimhäute und die Wunden heilen langsamer. Dies macht sich allerdings erst nach mehreren Wochen bemerkbar.

Folsäure senkt die Konzentration eines Eiweißbausteins namens Homocystein im Blut. Bei Folsäuremangel entfällt dieser Einfluss und die Homocysteinkonzentration steigt an. Dies begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder das Auftreten eines Schlaganfalls. Mittlerweile wird die Gabe von Folsäure zur Prophylaxe von Schlaganfällen und Herzinfarkten empfohlen.
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Risikogruppen für einen Folsäuremangel sind:

  • Alkoholiker
  • Raucher
  • Frauen, die die Antibabypille nehmen
  • Schwangere
  • Stillende
  • Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen
  • Menschen mit chronischen Blutungen

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Meine Empfehlung:

Folsäure ist wichtig für die Zellteilung und die Zellneubildung, insbesondere der weißen und roten Blutzellen

 

Mit den besten Wünschen,
Ihre

Manuela Möckel

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Q10 ist lebenswichtig – was ist das überhaupt? – Teil 2

Q10 ist lebenswichtig – was ist das überhaupt? – Teil 2

Vor einigen Tagen hatte ich den ersten Artikel über Q10 geschrieben und wie unverzichtbar dieses Coenzym für bestimmte Körperfunktionen ist. Ein Mangel hat schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Heute nun folgt der zweite Teil:

Die Bedeutung von Q10 für das Herz!

Die Energiegewinnung des Körpers findet in den Mitochondrien, den sogenannten Kraftwerken der Zelle statt. Mit Hilfe dieses Coenzyms wird hier Energie der Nahrung in körpereigene Energie umgewandelt. Um den hohen Energiebedarf zu decken, sind in den Zellen des Herzmuskels besonders viele Mitochondrien vorhanden. Wie viel Energie erzeugt werden kann, hängt unmittelbar von der verfügbaren Menge an Coenzym Q10 ab. Steht nur wenig  zur Verfügung, kann nur wenig Energie erzeugt werden. Eine ausreichende Versorgung mit diesem Coenzym ist also für die normale Funktion des Herzens unerlässlich.

Coenzym Q10 als natürlicher Hautschutz!

Coenzym Q10 ist für die Haut des Menschen existentiell. Ebenso wie alle anderen Zellen des menschlichen Körpers, sind auch die Hautzellen auf eine ausreichende Menge angewiesen, um die notwendige Energie erzeugen zu können. Nur wenn sie über genügend Energie verfügt, kann die Hautzelle richtig funktionieren und ist in der Lage, sich gegen negative Umwelteinflüsse zu schützen. Coenzym Q10 ist hier zweifach wirksam. Zum einen sorgt es für die Energiebereitstellung in der Zelle und gleichzeitig verhindert es oxidativen Stress, indem es freie Radikale neutralisiert und unschädlich macht.

Schutz vor Störungen des Nervensystems durch Q10!

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Erkrankungen des Nervensystems wie etwa die Schüttellähmung Parkinson oder die Hirnfunktionsstörung Alzheimer, im direkten Zusammenhang mit dem durch freie Radikale verursachten oxidativen Stress stehen. Oxidativer Stress kann krankhafte Veränderungen der Zellbausteine nach sich ziehen und den Prozess der Energiegewinnung in den Mitochondrien der Zelle blockieren.

Da Coenzym Q10 in seiner Funktion als Radikalfänger in der Lage ist, oxidativen Stress zu senken, ist anzunehmen, dass es eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems spielen kann. Zusätzlich kann es als Energieaktivator auch einer Abnahme der Energiegewinnung entgegenwirken.

Buchempfehlung:

Ein sehr interessantes Buch über Q10

Ein sehr interessantes Buch über Q10

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Die Wirkung von Coenzym für LDL und HDL!

Coenzym Q10 hat im Zusammenhang mit Cholesterin mehrere Funktionen. Für das LDL ist es einer der wichtigsten Schutzschilde gegen freie Radikale. Indem es diese neutralisiert, wirkt es dem Ranzigwerden und der Ablagerung des LDL entgegen und kann so eine wichtige Rolle bei der Prävention von Arteriosklerose spielen. Besonders im Zusammenhang einer Behandlung mit cholesterinsenkenden Medikamenten wie Statinen (Lipidsenker) ist dies von herausragender Bedeutung. Da cholesterinsenkende Medikamente als unerwünschte Nebenwirkung die körpereigene Produktion von Coenzym Q10 hemmen, verhindert die zusätzliche Einnahme die Entstehung eines Q10-Mangels.

Coenzym Q10 beugt zweifach vor!

Grundsätzlich schützt die zusätzliche Aufnahme von Coenzym Q10 den Körper vor der Ablagerung von ranzigem LDL und sorgt bei der medikamentösen Absenkung des Cholesterinspiegels dafür, dass dem Körper dennoch ausreichende Mengen des guten HDL Cholesterins zur Verfügung stehen.

Die Bedeutung von Coenzym Q10 bei Diabetes

Die angesprochenen Spätschäden von Diabetes werden durch massiven oxidativen Stress in den Zellen und den wiederholten Glucoseüberschuss im Blut ausgelöst. Es entstehen vermehrt freie Radikale, die letztlich zum Zelltod und irrevisiblen Gewebeschäden führen. Diabetiker haben daher nachweislich starken Mangel und permanent erhöhten Bedarf an Radikalenfängern. Dies konnte mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen werden. Daher war es nur folgerichtig, den Einsatz des Radikalenfängers Coenzym Q10 bei Diabetes in Erwägung zu ziehen.

Die wichtigsten Wirkungen von Coenzym Q10 – die Aktivierung von Energie, der Schutz vor freien Radikalen, die Stabilisierung von Zellmembranen – können der Schädigung des Körpers durch Diabetes entgegen wirken. Ausserdem werden die Zellen, die für die Produktion des Insulins in der Bauchspeicheldrüse verantwortlich sind, durch Coenzym Q10 geschützt. Daher können Diabetiker von einer unterstützenden zusätzlichen Behandlung mit Coenzym Q10 profitieren.

Meine Empfehlung:

Co-Enzym Q10: Besonders reichhaltig für ein gesundes, aktives Herz und leistungsfähige Muskelzellen

Passen Sie auf sich auf!

Ihre

Manuela Möckel

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Q10 ist lebenswichtig – was ist das überhaupt? – Teil 1

Q10 ist lebenswichtig – was ist das überhaupt? – Teil 1

Wenn wir jung sind, produzieren wir unseren eigenen Bedarf an Q10. Während des Alterns jedoch nimmt die Fähigkeit des Körpers ab dieses Coenzym zu produzieren, und die Substanz muss unter Umständen ergänzend zugeführt werden. Coenzym Q10 und Vitamin E funktionieren synergetisch als Nährstoffe für das Herz-Kreislauf-System. Sie können der Steigerung des Energieniveaus sowie der Stimulation der Zellerneuerung dienen.
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Betrachten wir Coenzym Q10 genauer!

Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die für den Menschen lebensnotwendig und in allen Zellen des menschlichen Organismus vorhanden ist. Für die Energieversorgung des Körpers ist das Coenzym unerlässlich und auch beim Zellschutz spielt es eine wichtige Rolle.

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Nutzung von Q10 für den Menschen. Viele Untersuchungen belegen nicht nur die positiven Wirkungen in der Therapie, sondern zeigen, dass auch der gesunde Organismus auf eine ausreichende Zufuhr dieses Coenzyms angewiesen ist.
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Was ist steckt dahinter?

Q10 ist ein Coenzym Q. Coenzyme Q sind chemische Verbindungen aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen, die sich ringförmig zu einer sogenannten Chinonstruktur zusammensetzen. Da diese Substanzen in allen lebenden Zellen in der Natur vorkommen, werden sie als Ubichinone bezeichnet (lat. ubi bedeutet überall). In der Natur sind die Coenzyme Q1 bis Q10 bekannt. Coenzyme sind an vielen Enzymreaktionen beteiligt.
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Ein interessantes Buch über Q10

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Ein wahrhaft tolles und aufschlussreiches Buch das man mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann und darf.
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Q10 ist Bestandteil aller menschlichen Zellen!

Für den menschlichen Organismus ist vor allem das Coenzym Q10 relevant. Tiere und Pflanzen können auch die Coenzyme Q1 bis Q9 verwenden. Es kann im menschlichen Körper selbst produziert werden, ist von Natur aus in den Mitochondrien aller Zellen des Körpers vorhanden und wird auch durch die Nahrung von aussen zugeführt. Niedrigkettige, von aussen aufgenommene Coenzyme (Q1-Q9) werden im Organismus zu Coenzym Q10 umgebaut.
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Q10 ist als Energielieferant und Radikalfänger lebenswichtig!

Das Coenzym Q10 ist eine vitaminähnliche, körpereigene Substanz, die für die Produktion körpereigener Energie verantwortlich ist. Es beeinflusst und beschleunigt biochemische Reaktionen im menschlichen Körper und sorgt damit für eine kontinuierliche Energieproduktion. Neben dieser fundamentalen Funktion es auch als Antioxidans wirksam und sorgt durch die Vernichtung freier Radikale für die Entgiftung des Körpers. Coenzym Q10 ist ein zentrales Bindeglied im Energiestoffwechsel der Zellen. Es beeinflusst und beschleunigt biochemische Reaktionen im Körper und sorgt damit für eine kontinuierliche Energieproduktion.
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Coenzym Q10 ist im Energiestoffwechsel unersetzbar!

Der Energiestoffwechsel der Zelle läuft in einem mehrstufigen Prozess ab. Zunächst werden die durch die Nahrung aufgenommenen Eiweisse, Fette und Zucker schrittweise zu kleineren Molekülen abgebaut und schliesslich zu Kohlendioxid oxidiert. Die dabei freigesetzte Energie wird in Elektronenüberträgern gespeichert. In einem nächsten Schritt werden diese Elektronen in der Atmungskette auf Sauerstoff übertragen, wobei wiederum Energie freigesetzt wird.

Diese Energie wird letztlich zur Synthese von ATP (ATP – Adenosin-Tri-Phosphat) genutzt, dem wichtigsten Energielieferanten für die Zell-Funktionen des Körpers. Der beschriebene Prozess des Energiestoffwechsels ist unmittelbar auf eine ausreichende Menge angewiesen. Das Coenzym kann hierbei durch keine andere Substanz ersetzt werden.
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Abnahme der körpereigenen Q10-Produktion im Alter!

Mit steigendem Alter nimmt die Fähigkeit des Körpers zur körpereigenen Herstellung ab und es kommt zum Absinken der Q10-Konzentration, teilweise tritt ein Q10-Mangel auf. Alle wichtigen Organe, besonders das Herz, sind von der altersbedingten Abnahme der Q10-Konzentration betroffen. So weist beispielsweise das Herz eines 40jährigen Menschen einen um rund 30 Prozent geringeren Coenzym-Q10-Gehalt auf als das Herz eines 20jährigen. Bei einem 80jährigen liegt die Konzentration sogar um circa 60 Prozent niedriger.

Für eine gesunde Herzfunktion ist eine ausreichende Konzentration des Coenzyms unerlässlich und auch andere Organe werden empfindlich gestört, sobald ein Mangel auftritt. Studien belegen, dass bereits bei einem Q10-Defizit von 25 Prozent viele Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Fällt der Gehalt um mehr als 75 Prozent, ist die Lebensfähigkeit des menschlichen Organismus gefährdet.
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Wer sollte es zusätzlich einnehmen?

Da die körpereigene Q10-Produktion mit dem Alter sinkt, sollte das Coenzym spätestens ab dem 40. Lebensjahr als Nahrungsergänzung zugeführt werden. Neben der altersbedingten Abnahme des Q10-Gehaltes können auch starke Belastungen einen Q10-Mangel erzeugen und eine Nahrungsergänzung nötig machen.

Zu derartigen Belastungen gehören:

  • Starker psychischer Stress (Familie, Beruf)
  • Starke körperliche Anstrengungen (Sportler, Schwerstarbeit)
  • Ungesunde Lebensweise (Rauchen, Alkohol)
  • Krankheiten (Diabetes, Herzschwäche etc.)

Bis zum zweiten Teil.

Ihre

Manuela Möckel
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Vitamin D Mangel ist in Deutschland Realität

Vitamin D Mangel ist in Deutschland Realität

Vitamine sind lebenswichtige Substanzen, welche von unserem Körper selbst nicht genügend produziert werden können und deshalb über unsere Nahrung zugeführt werden müssen. Heute soll es um Vitamin D, auch bekannt als „das Sonnenvitamin“ gehen.

An und für sich ist es kein Vitamin, sondern ein Prohormon. Es wird eigentlich in unseren Hautzellen hergestellt, sobald die Sonnenstrahlen auf unsere Haut treffen. Manche Ärzte sind der Ansicht, dass es in reichlicher Menge über unsere Nahrung aufgenommen werden kann. Das ist einfach falsch. Vitamin D kann jedoch mühelos über das Sonnenlicht aufgenommen werden. Dieses Vitamin ist unbedingt erforderlich für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat in die Knochen und sorgt so schließlich für ein solides und belastbares Skelett. Außerdem greift es normalisierend in den Kalziumhaushalt und den Phosphatstoffwechsel ein. Obwohl es fettlöslich ist, ist unser Körper nicht in der Lage, viel davon speichern.
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Was ist ein Vitamin D Mangel?

Ein Vitamin D Mangel ist ein sehr weit verbreitetes Risiko für unsere Gesundheit und wird deshalb inzwischen schon als eigene Krankheit dargestellt. Vitamin D kommt praktisch in allen Körpergeweben vor und aus diesem Grunde ist es nur logisch, damit viele Funktionen schlechter werden oder auch nicht mehr entsprechend ablaufen, wenn Vitamin D nicht ausreichend vorhanden ist.
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Symptome für einen Vitamin D Mangel:

  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • häufige Infektanfälligkeit
  • Gelenkschmerzen.

Vitamin D Mangel wird auch mit einer ganzen Reihe von Krankheiten in Zusammenhang gebracht:  Rheumatoiden Arthritis, Rachitis, Osteoporose, Depressionen. Es gibt eine Expertenkalkulation, in der wird ein Vitamin D-Mangel für immerhin 18.300 Todesfälle in Deutschland verantwortlich gemacht. (Quelle: Dermato Endocrinology 2009, Vol 1,6 S. 301 – 307)

Sehen sie sich diesen Beitrag an:

 

Dr. Nicolai Worm (Buch: Heilkraft D – Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten schützt) wies in einer öffentlichen Erklärung Pressemeldungen zurück, in denen von einer Überbewertung des Vitamin-D Mangels in Deutschland die Rede war.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Buchempfehlung:

Vitamin D in Nahrungsmitteln

Im Allgemeinen sind die Vitamin D-Mengen in unseren Lebensmitteln eher dürftig. Nur fette Fische wie z.B. Lachs, Hering und Makrele enthalten viel Vitamin D. Aber auch Lebertran, Käse, Eier enthalten größere Mengen des Vitamins. Bei uns in Deutschland wird die Margarine mit Vitamin D angereichert, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Fast 60 % haben einen Vitamin D Mangel, so stellt es das Robert-Koch-Institut fest. Es gibt inzwischen viele Studien, die belegen, wie wichtig Vitamin D für uns ist. Ich habe für Sie noch ein interessantes Video gefunden:

Aber Vitamin D ist gewissermaßen viel mehr als nur für starke Knochen verantwortlich. Menschen aus dem Süden bekommen das ganze Jahr über ausreichend Sonne und deshalb viel Vitamin D, und sie sterben viel seltener an Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und an einzelnen Krebsformen. Selbst Multiple Sklerose tritt viel seltener auf. Vielleicht liegt’s ja doch am Sonnenvitamin, mutmaßen Forscher.

Mit den besten Grüßen
Ihre

Manuela Möckel

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