Sie kennen doch bestimmt noch das alte Kinderlied “Ein Männlein steht im Walde”. Haben Sie gewusst, dass dieses Lied nicht dem Fliegenpilz, sondern der Hagebutte gewidmet ist? Hundsrose heißt sie offiziell, doch in vielen Gegenden ist der Name Hagebutte viel verbreiteter. Der Name Hagebutte leitet sich von ihren Früchten ab, den Hagebutten. Sie sind sehr verbreitet und vor allem jetzt im Herbst sieht man überall die roten Früchte leuchten. Neben Sanddorn ist die Hagebutte die einheimische Frucht mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt (je nach Sorte 400 bis 1.500 Milligramm Vitamin C pro 100g).

Wegen ihres enormen Vitamin C-Gehaltes wird sie, wie Sanddorn auch „Zitrone des Nordens“ genannt.

In ihrem Mark ist 25-mal mehr Vitamin C als in Zitronen. Die Haupterntezeit ist Ende September und Oktober. Aber selbst im Winter sind sie noch oft zu finden und können auch dann weiterhin geerntet und verzehrt werden.

Hagebutten sollten immer erst vollreif geerntet werden. Sie sind dann tief orange oder rot und schmecken angenehm süß-säuerlich. Matschige Früchte, auch nach dem Frost, können ebenso geerntet und verzehrt werden. Verwendung finden sie unter anderem als Hagebuttentee, Marmelade oder Hagebuttenmark. Seit Jahrhunderten wurde die Hagebutte in der Volksmedizin verwendet.

Gesunde Inhaltsstoffe:

Vitamin C, Karotin, Fruchtsäuren, Zucker, Gerbstoffe, Pektine, ätherische Öle, Vitamin A, verschiedene B-Vitamine, Vitamin E, Kieselsäure, die Antioxidantien Lycopin und Flavonoide sowie die Mineralstoffe Zink, Kupfer, Natrium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium.

Hagebutte im Winter

Anwendungsgebiete

Wegen dieser Inhaltsstoffe werden der Hagebutte in der Volksheilkunde eine Reihe von Wirkungen zugeschrieben: abwehrsteigernd, harntreibend, entzündungshemmend bei Wunden (auch im Mundraum).  und austrocknend. Als klassische Einsatzgebiete gelten Erkältungskrankheiten (auch mit Fieber), Vitamin C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, Schwächezustände nach Krankheit oder nach Diäten, Darmträgheit, Harnwegsinfektionen. Gegen Appetitlosigkeit soll Hagebuttenmarmelade helfen.

Hagebutte für gesunde innere Organe

Hagebutten werden häufig verwendet, um Magenbeschwerden, wie Magenkrämpfe Magenreizungen und einen Mangel an Magensäure zu behandeln. Sie werden als wunderbares Stärkungsmittel für Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt und helfen ebenso gegen Durchfall, Verstopfung, Gallensteine, Gallenblasenleiden, Gicht und Harnwegsinfektionen.

Hagebutte stärkt unser Immunsystem

Die Hagebutte trägt dazu bei, virale und bakterielle Infektionen zu verhindern. Vitamin A und C erhöhen die Funktion des Immunsystems, reduzieren die Schwere und Häufigkeit von Erkältungen und wehren die Infektionen ab, die virales Fieber verursachen.

Eine Studie fand außerdem heraus, dass durch Hagebutten die Fettspeicherung und die Ansammlung von Fett in den Zellen reduziert wird. Somit wird das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen deutlich geschmälert.

Hagebutte gegen Krebs?

Während einer im Jahre 2012 veröffentlichten Studie fanden die Forscher in einer Untersuchung im Reagenzglas heraus, dass verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe in Hagebuttentee (wie die Polyphenole Quercetin und Ellagsäure) die Vermehrung von Tumorzellen hemmen. Das Lycopin in Hagebuttentee ist außerdem in der Lage das Wachstum von menschlichen Prostata-Krebszellen zu blockieren und das ohne umliegende Zellen zu beschädigen.

Eine Studie am Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena überraschte die Fachwelt mit dem Beweis, dass Hagebutten in 100g Früchten 12,9 mg Lycopin enthalten. Bisher waren die Lebensmittelwissenschaftler immer davon ausgegangen, dass die Tomate hier überall Spitzenreiter ist.

Hagebutte gegen Arthrose und Rheuma

Studien der vergangenen Jahre lassen allerdings darauf schließen, dass es eine gesicherte Wirkung bei Arthrose (Knie- und Hüftarthrose) und bei Rückenschmerzen gibt. Weitere Studien hierzu sollen die Ergebnisse absichern. Studien in Dänemark, Italien und Deutschland befassen sich schon seit geraumer Zeit mit einem speziellen Inhaltsstoff der Hagebutte, einem Galaktolipid aus Fettsäuren und einer Zuckerart. Diesem Inhaltsstoff werden effektive schmerzlindernde Wirkungen zugeschrieben. Zusammenfassungen der ersten Forschungsergebnisse liefern die Pharmazeutische Zeitung 06/2007 und die Zeitung für Phytotherapie 05/2009. Wird die Nahrung durch Hagebuttenpulver (können Sie unter anderem bei Amazon bestellen) ergänzt, kann dies zur Linderung der Symptomatik führen.

Wirkung auf das Atemsystem

Das hochdosierte Vitamin C in Hagebutten hilft Asthma und Atemprobleme zu bekämpfen. Bei jüngeren Probanden einer Meta-Studie konnte chronischer Husten, Asthma, verstopfte Nebenhöhlen und Kurzatmigkeit weitgehend geheilt und vorgebeugt werden. Zudem stärkt sie das Immunsystem und wehrt somit allgemeine Krankheiten der Atemwege ab.

Gegen die Kälte

Hagebuttentee ist ein idealer Einheizer. Tipp: Etwas Chili dazugeben, das verstärkt die Wirkung. Kissen mit Hagebuttenkernen speichern lange die Hitze und wärmen so von außen.

Fazit:

Es lässt sich also feststellen, dass die Hagebutte reich an wertvollen Biostoffen ist und vielfältige positive Einflüsse auf die Gesundheit nehmen kann.

Was kann man mit Hagebutten alles anstellen?

Tee:

Dazu gießt man zwei gehäufte Teelöffel getrocknete Hagebuttenschalen mit 250 Milliliter Wasser auf und lässt das Ganze fünf bis acht Minuten auf schwacher Flamme köcheln.

Sie sollten sich nicht wundern, wenn sich der Tee nicht rot färbt. Das ist nämlich nur dann der Fall, wenn zusätzlich noch Hibiskus verwendet wird. Bei Erkältung täglich 3 Tassen trinken.

Mus:

Hagebuttenmus, auch als Hagebuttenmark bezeichnet, wird aus frischen Früchten gekocht, die danach zweimal passiert und mit frischem Zitronensaft versetzt werden. Sehr lecker schmeckt das Mus mit Honig. Damit ist es für den Körper auch besser verwendbar. Schon ein Esslöffel Hagebuttenmus deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Der Zitronensaft macht das Mus länger haltbar.

Marmelade (ca. 4 Gläser à 200 g):

Von 1 kg Hagebutten die Krönchen und Stielreste entfernen und in der Küchenmaschine mit reichlich Wasser portionsweise zu einem Brei verarbeiten. Den Brei passieren. Das daraus entstandene Mus unter ständigem Rühren mit ½ kg Zucker mehrere Minuten aufkochen. Anschließend die Marmelade in ausgekochte Gläser füllen und verschließen, solange die Marmelade noch heiß ist. Dann auf den Kopf gestellt auskühlen lassen.

Doch nicht nur die Früchte können verzehrt werden, auch die Blüten und Blätter sind essbar. Die jungen Blätter im frühen Frühjahr können klein geschnitten in Eintöpfe, Suppen oder Gemüsegerichte gemischt werden.

Zarte, leicht süßlich duftende Blüten in Apfelsaft ausgekocht ergeben ein köstliches Gelee. Sie sind direkt nach dem Erblühen am aromareichsten und sollten am frühen Morgen bis 10 Uhr geerntet werden.

Haben Sie vielleicht noch Rezepte, was Sie mit Hagebutten alles so anstellen?

Mit den besten Grüßen

Ihre

Manuela Möckel

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Wissenschaftliche Quellen

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Über mich

Hallo, schön dass Sie mich gefunden haben. Mein Name ist Manuela Möckel, ich bin Jahrgang 1970, Mutter von 4 tollen Kindern und ich lebe mit meiner Familie im schönen Beeskow, das liegt in der Nähe von Frankfurt/Oder in Brandenburg. Vor langer Zeit hatte ich wirklich erhebliche Probleme mit meiner Gesundheit und war auf der Suche nach Alternativen! Ich wollte weg von stark wirkenden Arzneimitteln und selbst aktiv etwas für meine Gesundheit tun. Das Thema Gesundheit und was auch immer damit zu tun hat, hat mich schon immer brennend interessiert. Darüber möchte ich erzählen und Ihnen berichten.

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