Schön, dass Sie wieder da sind. Ich hoffe, Sie hatten eine schöne Osterzeit. Heute beginne ich mit dem Thema Kräuter. Und den Anfang macht eine Heilpflanze, die schon fast vergessen ist: Der Heilziest.
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Heilziest – Das Allheilmittel im Mittelalter

Nur wenige kennen ihn heutzutage noch, obwohl er mit seiner Schönheit auffällt, wenn man ihm zufällig auf einer Wiese begegnet. Bereits im antiken Ägypten und Griechenland hatte der Heilziest (auch Betonie genannt) fast den Ruf eines Allheilmittels und wurde bei fast jeder Krankheit eingesetzt. Er galt unter anderem als das Mittel bei leichten Schmerzen, etwa wie heute die Acetyl-Salicyl-Säure (ASS).

Auch im Mittelalter wurde im deutschsprachigen Raum in vielen Schriften erwähnt und beschrieben. So zum Beispiel auch in den Kräuterbüchern der Hildegard von Bingen. Es wurden damit sowohl Wunden, Darmbeschwerden als auch Atemwegserkrankungen behandelt. Auch Raucher haben versucht, durch das Rauchen von Heilziestblättern mit dem Laster aufzuhören. Zusätzlich zu den guten medizinischen Eigenschaften glaubte man, dass er das Böse fernhielte.
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Noch Anfang des vorigen Jahrhunderts fehlte der Heilziest in keinem Haushalt, geriet dann allerdings zunehmend in Vergessenheit und wird heute kaum noch für Heilzwecke verwendet. In der Schulmedizin fand er bisher keinerlei Beachtung. Aber neueste Untersuchungen in Deutschland und den USA haben ergeben, dass mehrere Indikationen aus der mittelalterlichen Medizin aufgrund der Inhaltsstoffe nicht abwegig sind. Nur in der Naturheilkunde ist der Heilziest bis in die heutigen Tage eine geschätzte Heilpflanze.

Man findet den Heilziest (Stachys officinalis) fast überall in Europa und vereinzelt findet man ihn auch in Westasien und Nordafrika. Er wächst auf Moorwiesen, mageren Bergwiesen, in Heidelandschaften und in Laub-Mischwäldern. Sie liebt wärmere Standorte auf feuchten und oft kalkarmen Böden.
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Anwendungen von Heilziest

Über die Anwendungsgebiete von Heilziest gibt es verschiedene Überlieferungen. Die bekannteste Anwendung ist die der getrockneten Blätter als Tee. Der Tee sollte unbedingt in geschlossenen Behältnissen zubereitet werden, um das Verflüchtigen der Inhaltsstoffe zu vermeiden.

  • Er soll gegen Sodbrennen, Lungenverschleimung, Asthma, Rheuma, Gelbsucht, Durchfall, Verstopfung, Vergiftung, Gicht, Keuchhusten, Blasenleiden, Nierenleiden und Nervenschwäche helfen.
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  • Bei Entzündungen im Rachen oder bei Zahnfleischproblemen wird mit dem Tee gegurgelt oder der Mund-und Rachenraum wird ausgespült.
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  • Zerquetschte Blätter reibt man sich auf verstauchte Gelenke.
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  • In der Homöopathie verwendet man Heilziest bei Oberbauchbeschwerden, Katarrhe der Atemwege, Asthma, psychischen Störungen leichter Art, Kopfschmerzen, Schwächezuständen und Schwindel.
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  • Weitere Anwendungen gibt es in Form von Wein, Sirup und Saft.
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Aufguss von Heilziest

Aus den Blättern und Blüten wird ein Tee aufgegossen. Dieser kann frisch oder aus dem getrockneten Kraut hergestellt werden.

1 TL getrocknete Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und den Aufguss mindestens 15 Minuten stehenlassen.

Dieser Aufguss kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Er eignet sich zum Spülen oder zum Trinken bei Durchfall und anderen Magen-Darm-Erkrankungen. Für die innerliche Anwendung wird empfohlen 1 bis 3-mal täglich eine Tasse zu trinken. Manchmal wird der Aufguss auch für den Auswurf von Schleim oder bei Asthma verordnet. Schon früher wurde er für die Behandlung von Gicht und Rheuma verwendet.
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Nebenwirkungen von Heilziest

Eine Überdosierung des Wurzelpulvers führt zu Erbrechen. Weitere Nebenwirkungen sind unzureichend überliefert und unzureichend untersucht. Die Anwendung sollte daher maßvoll geschehen.
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Wo bekommt man Heilziest?

Heilziest kann man selber sammeln oder auch selbst im Garten anbauen. Für alle diejenigen, die ihn lieber kaufen möchten, werden 100g Heilziest-Kraut zu einem durchschnittlichen Preis von 4 Euro angeboten. 100 ml Heilziest-Tinktur kann man für durchschnittlich 6 Euro kaufen. Meist wird Heilziest unter der Bezeichnung Betonienkraut geführt.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann können Sie mir gern einen Kommentar hinterlassen. Oder vielleicht haben Sie einen Vorschlag, welche Heilpflanze ich hier einmal vorstellen soll?

Bis bald und bleiben Sie gesund!

Ihre

Manuela Möckel

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Über mich

Hallo, schön dass Sie mich gefunden haben. Mein Name ist Manuela Möckel, ich bin Jahrgang 1970, Mutter von 4 tollen Kindern und ich lebe mit meiner Familie im schönen Beeskow, das liegt in der Nähe von Frankfurt/Oder in Brandenburg. Vor langer Zeit hatte ich wirklich erhebliche Probleme mit meiner Gesundheit und war auf der Suche nach Alternativen! Ich wollte weg von stark wirkenden Arzneimitteln und selbst aktiv etwas für meine Gesundheit tun. Das Thema Gesundheit und was auch immer damit zu tun hat, hat mich schon immer brennend interessiert. Darüber möchte ich erzählen und Ihnen berichten.

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