Die heilende Wirkung der Zwiebel

Die heilende Wirkung der Zwiebel

Zwiebel – vielseitig und gesund

Zwiebeln gehören auf der ganzen Welt zu einer der beliebtesten Gemüsesorten. Neben dem Geschmack haben Zwiebeln aber auch in Sachen Gesundheit einiges zu bieten. Zahlreiche Untersuchungen belegen die positive Wirkung der Zwiebel. Dabei bieten rote Zwiebeln weit mehr gesundheitliche Vorteile als gelbe oder weiße Sorten. Sie sind reich an Antioxidantien, unterstützen den Körper bei der Krebsprophylaxe, schützen vor Diabetes, wirken blutverdünnend, fördern die Gewichtsreduktion und bekämpfen Entzündungen.

Die Zwiebel (aber auch der Knoblauch) hat es heute zu großer Beliebtheit als Lebensverlängerer gebracht. Ihre schützende Wirkung auf die Gefäße ist mittlerweile unumstritten. In der Volksmedizin gilt sie als schleimlösend, immunstärkend und verdauungsfördernd. Auch als Wurmmittel ist die Zwiebel bekannt.

Täglich eine große Zwiebel verbessert schon nach drei bis vier Wochen deutlich die Werte. Obendrein gehören Lauch- und Zwiebelgewächse zu den ballaststoffreichen frischen Gemüsen. Deshalb haben sie eine sehr positive Wirkung auf die Verdauung. Dabei haben sie kaum Kalorien: 100 Gramm haben gerade mal 28 kcal.

Am gesündesten sind jedoch in der Zwiebel, sowie auch im Knoblauch, die fettlöslichen Schwefelverbindungen Allicin und Ajoen. Schon eine Zwiebel (oder auch 3 Knoblauchzehen) täglich verbessern die Fließfähigkeit des Blutes. Und das schützt wirksam vor Herzinfarkt, Arteriosklerose und Thrombose. Die ätherischen Öle in der Zwiebel sorgen außerdem dafür, dass die Magenschleimhäute gesund und widerstandsfähig bleiben.

Grundsätzlich gilt: Je schärfer die Zwiebel, desto gesünder ist sie, denn dann enthält sie die meisten gesunden Inhaltsstoffe, die vor Krankheiten schützen. In der Zwiebel steckt auch jede Menge Zink.

Zwiebel – Heilpflanze des Jahres 2015

Die wirksamste Waffe der Zwiebel ist ihre desinfizierende Wirkung. Der Körper ist nach einem Zwiebelgericht deshalb weniger anfällig z. B. für Erkältungskrankheiten, außerdem werden die Zellwände im Körper vor dem Angriff von freien Radikalen geschützt. Somit bleiben die Organe länger jung. Außerdem sind Zwiebeln wahre Herzschützer. Ihre schwefelhaltigen Verbindungen verhindern die Verklumpung von Blutplättchen und verbessern so die Durchblutung. So wird Blutgerinnseln vorgebeugt.

Grundsätzlich gilt: Je schärfer die Zwiebel, desto gesünder ist sie, denn dann enthält sie die meisten gesunden Inhaltsstoffe, die vor Krankheiten schützen. In der Zwiebel steckt auch jede Menge Zink. Außerdem lässt regelmäßiger Genuss von Zwiebeln lästige Altersflecke im Gesicht und an den Händen wieder verschwinden.

Warum die Zwiebel so gesund ist

Die Zwiebel enthält viele Stoffe, die sie so gesund machen.

  • Allicin
  • ätherische Öle
  • Mineralien wie Eisen und Zink
  • Vitamine wie Folsäure und Vitamin C
  • Flavonoide

Wissenschaftlich belegte Wirkungen der Zwiebel

  • desinfizierend
  • antibakteriell
  • antiviral
  • entgiftend
  • pilztötend
  • entzündungshemmend
  • die Blutfettwerte senkend
  • blutdrucksenkend
  • die Fließfähigkeit des Blutes verbessernd

Es gibt keine Gegenanzeigen für den Verzehr oder die Verwendung von Zwiebeln. Allerdings kann der Genuss roher Zwiebeln Blähungen hervorrufen. Überdies wird bisweilen der Mundgeruch als unangenehm empfunden. Am besten verwenden Sie große, saftige Zwiebeln aus dem Bio-Anbau, wie sie jetzt im Sommer ganz frisch auf dem Markt sind.

Tipp: Damit die Zwiebel im Salat milder schmeckt, kann man sie fein würfeln und mit Salz bestreuen. 15-30 Minuten ziehen lassen. Dann erst in den Salat geben.

Die Zwiebel ist ein wahrer Alleskönner

Die in Zwiebeln enthaltenen Antioxidantien fangen schädliche freie Radikale, die Wissenschaftler mitunter für vorzeitige Alterung und Krebs verantwortlich machen, ein und bekämpfen sie. In roten Zwiebeln befinden sich dabei doppelt so viele Radikalfänger wie in jeder anderen Art dieser Pflanze. Schon der Verzehr von drei bis vier roten, rohen Zwiebeln pro Woche unterstützt die körpereigene Entgiftung maßgeblich.

Auf die Ohren gelegte Zwiebelsäckchen können durch ihre abgegebenen ätherischen Öle außerdem Entzündungen und Schmerzen im Gehörgang lindern. Dazu eine frische rohe Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in ein Küchentuch einwickeln und über Nacht durch ein Stirnband fixiert an den Ohren wirken lassen.

Doch die Zwiebel kann noch mehr: Zerdrückt man sie zu Brei, kann man damit Stiche, Hämorrhoiden und Hautentzündungen lindern.

Zwiebel – die erste Hilfe für das Immunsystem

Zwiebel-Hustensaft

Bei kühl-nassem Wetter, werden die Klagen über eine laufende Nase, einen kratzenden Hals oder über andere Erkältungssymptome immer lauter. Aufgrund ihrer Immunsystem kräftigenden Wirkung sind Zwiebeln bei Erkältungskrankheiten besonders empfehlenswert. Eine schnelle Hilfe bei einer Erkältung ist ein Zwiebelsaft.

Legendär ist auch die Wirkung der Zwiebel bei Erkältungen. Eines der zahlreichen Rezepte gegen Husten und Schnupfen geht so: Mehrere große Zwiebeln in Scheiben schneiden und mit braunem Zucker vermischen. Zwölf Stunden ziehen lassen. Den Saft, der sich bildet, mehrmals am Tag pur mit einem Esslöffel einnehmen.

Ein weiteres Rezept für Zwiebelsaft: Eine Zwiebel ganz fein hacken, 5 Minuten sitzen lassen, danach mit 100 ml heißem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen und 3 EL Honig unterrühren. Stündlich einen großen Schluck des Zwiebelsaftes nehmen, gurgeln und schlucken.

Mit den besten Grüßen

Ihre

Manuela Möckel

 

Die Brennnessel – Das Heilkraut

Die Brennnessel – Das Heilkraut

Heute kommen wir zu einem weiteren Heilkraut: die Brennnessel. Schon bei dem Gedanken daran, Brennnesselblätter zu essen, lässt bei uns die Alarmglocken schrillen. Wissen wir doch, dass die Brennnessel schon bei der geringsten Berührung starke Schmerzen hervorrufen kann. Trocknet oder kocht man sie aber, nimmt man ihr jegliche „Bedrohung“. Die Brennnessel ist eine großartige Heilpflanze. Wir verraten Ihnen Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten der Brennnessel.

Brennnesselblätter für viele Zwecke

Brennnesselblätter lassen sich nicht nur zu einem sehr entschlackenden und wohlschmeckenden Tee verarbeiten. Sie sind überdies extrem kalzium-, eisen- und eiweißreich und können pulverisiert in viele Gerichte integriert werden – z. B. in grüne Smoothies, aber auch als würzige Zutat in Dressings, Dips, Frischkäse, Brot und vieles andere mehr.

Die Brennnessel wächst überall dort, wo der Boden feucht und nährstoffreich ist. Sehr früh im Jahr legt die Brennnessel los und ist daher auch eine der ersten Pflanzen, die im Frühling zu blühen beginnen. In den meisten nördlichen Ländern ist die Brennnessel weit verbreitet und gilt ob ihrer Wucherleidenschaft als wenig beliebtes und massiv bekämpftes Unkraut. Die Brennnessel stärkt nicht nur unsere Pflanzen und Böden, sondern auch unseren Körper!

Brennnessel zur Entschlackung

Alle diese positiven Eigenschaften machen sie zu einer hervorragenden Begleiterin einer jeden Entschlackung, Entsäuerung oder Darmreinigung. Schließlich profitiert nahezu jedes Organ von der Brennnessel:

Entzündungen im Darm und den Gelenken gehen zurück, das Blut wird gereinigt, das Immunsystem wird auf Vordermann gebracht und die Leber entlastet. Schlacken und Toxine können durch die durchspülende Wirkung der Brennnesselblätter ausgeschieden werden.

Gleichzeitig versorgen die Brennnesselblätter uns mit derart enormen Vitalstoff- und Mineralstoffmengen, dass herkömmliche Kulturgemüse diesbezüglich nicht annähernd mithalten können.

So sind in 100 Gramm Brennnesselblättern 700 mg Kalzium enthalten, das ist sechsmal mehr als Milch liefert. Auch für Beta Carotin, Magnesium (80 mg) und Eisen (4 mg) sind die Brennnesselblätter eine gute Quelle, und ihr Vitamin-C-Gehalt ist sechsmal so hoch wie der in einer Orange.

Wie können Sie nun die Brennnessel am besten in Ihren Alltag integrieren? Dazu gibt es viele Möglichkeiten:

Anwendungsmöglichkeiten

Von der Brennnessel werden insbesondere die Blätter oder die Samen, in selteneren Fällen die Wurzel verzehrt.

Brennnessel-Samen

1. Brennnessel-Wurzel

Was die Wurzel betrifft, so sind hier Fertigpräparate (Brennnesselwurzelextrakt) nicht nur am einfachsten zu nutzen, in ihnen ist außerdem die Wirkstoffdosis höher als z. B. in einem Brennnesselwurzeltee.

Wenn Sie dennoch lieber selbst zur Tat schreiten möchten, so benötigen Sie für einen Brennnesselwurzeltee zunächst einmal natürlich Brennnesselwurzeln – und zwar getrocknet und pulverisiert. Davon nehmen Sie 1 TL auf 200 ml Wasser.

Bringen Sie das Wasser nun samt Wurzelpulver zum Kochen. Nehmen Sie den Tee von der Herdplatte und lassen Sie ihn 10 Minuten ziehen. Bis zu 5 Tassen können Sie davon täglich trinken (als Kur z. B. über zwei bis drei Wochen hinweg, also nicht dauerhaft).

2. Brennnesselblätter

Sehr viel häufiger als die Wurzel setzt man die Brennnesselblätter ein. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man Brennnesselblätter essen oder trinken kann: Entweder frisch oder getrocknet.

Will man die Brennnesselblätter frisch verwenden, dann pflückt man frische junge Blätter – natürlich mit Handschuhen. Die Haupterntezeit liegt zwischen Mai und September. In vielen milden Regionen oder nach milden Wintern kann man sie auch schon im März oder April ernten.

Der beste Zeitpunkt zur Ernte ist dann gekommen, wenn die Brennnessel Kniehöhe noch nicht übersteigt und ihre Hauptstängel noch weich und geschmeidig sind.

Ernten Sie Brennnesselblätter (und auch andere Heilpflanzen) nicht, wenn es geregnet hat. Sie verlieren dabei an Aroma und weisen auch einen niedrigeren Wirkstoffgehalt auf als an trockenen Tagen. Warten Sie also auch bei schönem Wetter ab, bis der Tau getrocknet ist und schreiten Sie dann zur Ernte.

Frische Brennnesselblätter

Frische Brennnesselblätter können jetzt wie ein Gemüse (ähnlich wie Spinat) gedämpft und dann zu vielen Rezepturen weiterverarbeitet werden. Brennnesselblätter können aber auch roh in grüne Smoothies gegeben werden. Sowohl der Koch- als auch der Mixprozess zerstören die Brennhaare.

Getrocknete Brennnesselblätter

Brennnesselblätter können auch sehr gut getrocknet werden. Dazu werden frische junge Brennnesselblätter im Sommer im Schatten getrocknet oder – falls die Witterung zu feucht ist – im Dörrgerät. Grössere Brennnesselmengen trocknet man, indem man die kompletten Stängel kopfüber an einen trockenen Platz hängt und dann – nach der Dörrzeit – die trockenen Brennnesselblätter abstreift.

3. Brennnessel-Samen

Gründe für diese vitalisierende Wirkung gibt es viele. Zunächst ist da der Vital- und Mineralstoffreichtum der Samen. Dazu kommen die stark antioxidativen und auch leberschützenden Fähigkeiten der Brennnesselsamen.

Brennnessel-Samen schmecken fein in Müslis, Suppen, Quarkspeisen, Dips und Salatdressings oder einfach auf ein Butterbrot gestreut. Auch in den Smoothie kann man die Brennnesselsamen mixen, in den Brotteig geben oder genauso gut löffelweise als natürlichstes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Einfach in der Anwendung sind Gewürzmischungen mit Brennnesselsamen. Diese gibt es in verschiedenen Variationen, z. B. mit Salz, mit Chili oder mit Pfeffer und Salz.

Und für Naschkatzen gibt es Müsliriegel mit Brennnesselsamen und verschiedenen Trockenfrüchten und Nüssen.

Rezepte

Brennnessel-Gemüse – Das Grundrezept

Geben Sie die grob zerkleinerten Brennnesselblätter mit einer zerdrückten Knoblauchzehe in einen Topf mit sehr wenig Wasser, dämpfen Sie die Blätter wenige Minuten lang, würzen Sie sie mit einer Brennnesselsamen-Gewürzmischung und servieren Sie sie mit Butter.

Denken Sie daran, dass die Brennnesselblätter – genau wie Spinat – sehr in sich zusammenfallen. Sie benötigen also pro Person zwischen 300 und 500 Gramm Brennnesselblätter, abhängig davon, ob es noch weitere Gemüse, Salate, Beilagen etc. gibt oder nur das Brennnesselgemüse mit etwas Fisch oder einem Veggie-Burger.

Smoothie aus Brennnesselblättern

Brennnessel-SmoothiesFür einen Brennnessel-Smoothie nehmen Sie einfach Früchte nach Wahl, etwas Wasser und eine Hand voll frische junge Brennnesselblätter. Mixen Sie die Mischung im Hochleistungsmixer und genießen Sie die frische Vitalkraft der Brennnessel!

Leckere Beispielkombinationen für grüne Smoothies mit Brennnesselblättern wären die beiden folgenden (jeweils für 1 Person):

Brennnessel-Mango-Smoothie

Brennnesselblätter, 1 kl. oder ½ grosse Mango, Wasser, etwas frisch gepressten Zitronensaft und ein Stückchen frischer Ingwer

Brennnessel-Mandarinen-Smoothie

Brennnesselblätter, Saft von vier Mandarinen, 1 Banane, Wasser und eine Prise Zimt

Selbstverständlich können Sie auch einheimische Lagerfrüchte wie Äpfel oder Birnen verwenden. Ebenfalls lecker schmeckt die Kombination Brennnesselblätter, Beeren (ausserhalb der Saison tiefgekühlt) und Banane.

Tee aus Brennnesselblättern

Aus getrockneten Brennnesselblättern kann man natürlich – wie eingangs erwähnt – zunächst einmal einen tollen entschlackenden Tee zubereiten. Dazu übergießt man 2 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter (vor dem Überbrühen fein zwischen den Fingern zerreiben) mit 150 ml heißem Wasser und lässt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Man trinkt davon etwa vier Tassen pro Tag.

Lecker kombinieren kann man den Tee aus Brennnesselblättern auch mit Süßholz, Ingwer, Fenchel, Zimt und Pfefferminz. Natürlich gibt es auch bereits Fertigmischungen, wie z. B. Brennnessel-Morgentee und Brennnessel-Abendtee.

Brennnesselblatt-Pulver

Getrocknete Brennnesselblätter können aber auch zu Pulver zerrieben und dann das ganze Jahr als Gewürz über nahezu alle Gerichte gestreut werden. Dies peppt nicht nur den Geschmack dieser Gerichte auf, sondern erhöht auch ganz besonders deren Vitalstoff- und Mineralstoffgehalt.

Aromatisch-würzige Gewürzmischungen aus Brennnesselblättern, Brennnesselsamen, getrockneten Tomaten, Knoblauch, Zwiebel, Pfeffer und Salz finden Sie inzwischen auch in Ihrem Bio-Handel.

Vom reinen Brennnesselblattpulver kann man natürlich immer auch etwas in grüne Smoothies geben. Pro Portion Smoothie (ca. 300 ml) sollten es 1 bis 2 Esslöffel sein – vor allem im Winter oder dann, wenn man gerade kein frisches Grün im Haus hat.

Auch das reine Brennnesselblattpulver gibt es – wenn Sie das Ernten und Trocknen im Spätsommer verpasst haben – fix und fertig im Handel.

Brennnessel-Tinktur:

10 g getrocknetes oder frisches Brennnesselkraut mit 50 ml 40 – 70% Alkohol übergießen und für ca. 4 Wochen stehen gelassen. Dann wird es gefiltert und in kleine Fläschchen umgefüllt. Es können 3 x 10 – 15 Tropfen am Tag mit Wasser oder Tee verdünnt eingenommen werden. Diese Tinktur kann auch in die Kopfhaut einmassiert werden, um Haarausfall vorzubeugen.

Empfehlung:

Wenn Sie Ihrem Darm und Ihren Gelenken etwas Gutes tun möchten, ist dieses Produkt von Fairvital ideal für Sie. Die Kombination aus den Pflanzenextrakten der Brennnessel, des Weihrauchs und der Yucca-Pflanze wurde gemeinsam mit Orthopäden entwickelt. Die wertvollen Inhaltsstoffe dieser Pflanzen können die körpereigenen Stoffwechselprozesse des Darms und der Gelenke ansprechen.

Brennnessel-Weihrauch-Kapseln

Gesundheitliche Grüße

Ihre

Manuela Möckel

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Löwenzahn – Heilkraut vor der Tür

Löwenzahn – Heilkraut vor der Tür

Löwenzahn: Unkraut oder Heilpflanze?

Löwenzahn kennt wahrscheinlich jeder. Bei uns hier wird er auch Butterblume oder Pusteblume genannt. Leider wird er oft nur als Unkraut wahrgenommen. Er ist aber weitaus mehr als nur Kaninchen- oder Meerschweinfutter. Dabei ist der Löwenzahn nicht nur ein schmackhaftes gesundes Wildkraut, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze. Arabische Ärzte erwähnten bereits im 11. Jahrhundert, erstmals den Löwenzahn als Heilpflanze. Aber erst der bekannte Arzt Christoph Wilhelm von Hufeland (1762 – 1863) schätzte den Löwenzahn als kräftiges Mittel bei Leber- und Gallenleiden. Auch Pfarrer Kneipp empfahl ihn bei Verschleimung und Leberleiden. In der Volksmedizin ist der Löwenzahn bekannt für seine anregende Wirkung auf Galle, Leber Niere und Blase. Neben der Mariendistel und Artischocke zählt er zu den wichtigsten Leberpflanzen. Er wird auch als Blutreinigungsmittel, mild wirkendes Abführmittel und auch bei Gicht und Rheuma eingesetzt. Gegen Frühjahrsmüdigkeit soll eine 4 – 6-wöchige Löwenzahn-Kur wahre Wunder wirken.

Heilwirkung:

Hauptsächlich benutzt man Löwenzahn jedoch, um seinen Körper zu entgiften. Besonders ist das im Frühjahr der Fall. Nicht umsonst ist sie früher u.a. auch ein wichtiger Bestandteil der 9-Kräutersuppe gewesen bzw. ist es immer noch. Er hilft sehr gut bei Magenproblemen durch seine Bitterstoffe.

Wie viele Frühlingspflanzen hat der Löwenzahn eine ausgeprägte blutreinigende Kraft und eignet sich daher vorzüglich für eine Frühjahrskur. Er regt sämtliche Verdauungsorgane und Niere und Blase an, dadurch werden alte Schlacken ausgeschieden. Aus den gleichen Gründen kann er auch bei Rheumatismus helfen.

Wir können Blätter, Blüten und Wurzeln verwenden. Am wirksamsten ist ein Löwenzahntee oder eine Tinktur, wenn sie aus allen drei Pflanzenteilen besteht.

Wenn ich einen Kräutertee mache, habe ich Löwenzahn eigentlich immer mit dabei.Man kann, die jungen Blätter auch als Salat essen, was ich persönlich nicht so mag, da sie mir etwas zu bitter sind. Die Milch des Löwenzahnes soll auch gegen Warzen und Hühneraugen helfen.

Neben seiner Heilwirkung gegen Bronchitis, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Verstopfung, Rheuma, Gicht und vielem mehr erzielt er auch hervorragenden Erfolge bei der Anwendung als Öl.

Löwenzahn wirkt entwässernd und ist daher das ideale Frühlingskraut. In der Kräuterkunde wird er außerdem bei chronischen Entzündungen der Atemwege, bei Magengeschwüren, bei Durchfall, auch bei Rheuma, Gicht, Blähungen und Verdauungsbeschwerden angewendet. Er gehört zu den ersten Vitaminquellen des neuen Jahres.

Löwenzahn

Rezepte:

Löwenzahntee: innerlich angewendet

Übergießen Sie 2 Teelöffel klein geschnittenen Löwenzahn mit einer Tasse kaltem Wasser. Lassen Sie alles 1 Minute kochen, dann noch 10 Minuten ziehen und absieben. Über den Tag verteilt getrunken, wirkt er entwässernd und entschlackend.

Brustöl: äußerlich angewendet

Wird in der Kräuterheilkunde vorbeugend gegen Brustkrebs verwendet.

  • Löwenzahn, das ganze blühende Kraut mit Blättern, Stängeln und Blüten
  • Frauenmantel
  • Angelikawurzel
  • Kamillenblüten
  • Rapsöl

Füllen Sie dabei das Glas zu zwei Drittel mit den geschnittenen Kräutern (Diese können frisch oder getrocknet sein.). Übergießen Sie diese mit dem Rapsöl. Danach den Deckel verschließen und im Wasserbad ca. 12 – 15 Min köcheln lassen. Nach dem alles abgekühlt ist, sollte es an einem warmen Platz gestellt werden. Nach 2 Tagen gießen Sie das Öl durch einen Kaffeefilter und geben das Öl in einen neuen Behälter. Am besten füllt man das Öl in eine dunkle Flasche und hält sie kalt (z. B. Kühlschrank).

Zur Anwendung wird das Brustöl 1 bis 2x täglich sanft in die Brust einmassiert.

Löwenzahn ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch lecker. Hier ein Rezept zum selber machen, das auch Kindern sehr gut schmeckt.

Löwenzahn-Honig:

  • 200 Stück Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 1 Bio-Zitrone

Löwenzahn-HonigBlüten gründlich abspülen und in einen großen Kochtopf geben.

Diesen mit dem Wasser füllen und die entkernte, in dünne Scheiben geschnittene Zitronen hinzugeben. 15 min aufkochen und über Nacht ruhen lassen.

Die Masse durch ein sauberes Leinentuch seihen und ausdrücken. Der daraus gewonnene Saft wird mit dem Zucker zu Honig eingekocht.

Es empfiehlt sich, immer gut umzurühren bis die Masse eine konstante Festigkeit hat. Danach in saubere Marmeladenglas füllen.
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Produktempfehlung:

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Buchempfehlung:

                                                   

Bereicherung in der heimischen Küche:

Zunehmend schätzen auch kreative Köche den Löwenzahn. Besonders in den romanischen Ländern wird im Frühjahr aus den jungen Blättern ein schmackhafter und vitaminreicher Salat gemacht. Die älteren und bitter schmeckenden Blätter können unter anderen Salat gemischt werden und geben diesem eine pikante Note. Ob angerichtet wie Blattspinat, als schmackhafte Suppe zusammen mit Brennnesseln oder gedünstet als Füllung für ein Omelett bereichert Löwenzahn auch zunehmend die heimische, naturnahe Küche. Die Blätter mixe ich oft mit in Kräuterquark hinein.

Gesundheitliche Grüße

Ihre

Manuela Möckel

 

Giersch ist mehr als nur Unkraut

Giersch ist mehr als nur Unkraut

Für so manch einen Gartenfreund unter uns ist Giersch ein Dorn im Auge und vor allem ein Unkraut, welches sich nur sehr schwer bekämpfen lässt. Es gibt viele Strategien ihn loszuwerden. Eine davon ist auch, dieses „Unkraut“ als nützlich zu betrachten, es zu pflegen und zu ernten. Denn ein Ergebnis dieser Sichtweise ist, dass die regelmäßige Ernte den Wildwuchs enorm bändigt. Wenn man den Giersch demzufolge als Wildgemüse und Heilpflanze ansieht, lernt man sehr schnell seine positiven Eigenschaften kennen.

Wie erkennt man Giersch und wie schmeckt er?

Man erkennt ihn an seinem dreieckigen Blattstiel und den gezackten Blättern. Auch hier sind besonders die jungen Triebe bestens für frische Salate geeignet. Sie schmecken nach einer Mischung aus Spinat, Möhre und Petersilie, mit einem Hauch von Sellerie.Im gegarten Zustand schmeckt Giersch wie Spinat. Daher gilt er auch als guter Ersatz für Spinat. Grundsätzlich sind die jungen Pflanzen milder und zarter im Geschmack. Diese sollten Sie vorziehen! Die älteren Pflanzen schmecken würziger, herber und zäher. Sie eignen sich eher zum Trocknen und Kochen, während die Jungpflanzen auch roh eine Delikatesse sein können.

Die Heilpflanze Giersch ist mehr als nur Unkraut

Schon alte Kräuterbücher nennen ihn auch ‚Zipperleinkraut‘. Giersch ist ein wahres Vitamin C-Wunder und wird deshalb auch gern als Vitamin C-Kraut bezeichnet. Er enthält mehr Vitamin C als Zitronen oder Rosenkohl. Auch seine Ausstattung mit Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Kupfer, Mangan, und Kieselsäure ist überragend. Durch den hohen Gehalt an diesen Mineralien wirkt Giersch basisch. Schon die Römer kannten den Giersch und wandten ihn vor allem gegen die Gicht an. Er hat eine erstaunliche entzündungshemmende Wirkung.

Sie eignen sich als Spinat und auch als Zutat der vielbeschworenen Wildkräuter-Salat-Zubereitung. Unbedingter Bestandteil ist der Giersch auch in der bekannten Neunkräutersuppe, die traditionell am Gründonnerstag vor Ostern zum Abschluss der Fastenzeit gereicht wird. Getrocknet und zu Pulver verrieben sind die Blätter ebenso wie die etwas schärferen Samen übrigens auch ein gutes Gewürz für Suppen und Saucen und können wie Petersilie verwendet werden. Die Samen werden etwa 3mm lang und ähneln den Früchten von Dill oder Fenchel. Auch die Blüten sind essbar. Sie sind süßer als der Rest der Pflanze und können einen Salat ordentlich aufpeppen oder sie dienen der Aromatisierung von Essigen und Ölen.

Giersch-Blüte

Giersch als Heilpflanze nutzen

  • Giersch wird eine antirheumatische und harnsäurelösende Wirkung nachgesagt. Er soll aber auch leicht abführend und beruhigend sein. Wer unter Verdauungsproblemen, Rheuma oder Blasenentzündungen leidet – könnte/sollte Giersch in seinen Speiseplan aufnehmen.
  • Aus den Blättern lässt sich ein aromatischer Tee bereiten. Dieser hilft unter anderen bei Gicht, Rheuma und Arthritis. Außerdem wirkt der Tee krampflösend, blutreinigend und verdauungsanregend (Rezept finden Sie weiter unten).
  • Für Auflagen und Umschläge gegen kleine Schnitte, Abschürfungen oder gegen Gicht und Rheuma brauchen Sie frisches Gierschkraut, welches Sie gut gereinigt klein mörsern oder zerquetschen. Danach tragen Sie den Brei auf die verletzten oder erkrankten Stellen auf und geben ein Tuch darum. Diese Umschläge fördern die Wundheilung, sie sind antibakteriell und lindern die Schmerzen.
  • Wenn Sie einen Sonnenbrand haben, oder wenn Sie ein Insekt gestochen hat, dann geben Sie zerstoßene oder pürierte Blätter auf die Stellen, dies hemmt Entzündungen, außerdem kühlt es angenehm und beruhigt die Haut.
  • Badezusatz bei Hämorrhoiden: Bereiten Sie einen Tee (wie unten beschrieben) und verwenden Sie ihn als Sitzbad.

Giersch in der Küche verwenden

Am gängigsten ist es, die Blätter zu verwenden. Zuvor sollten die Stiele entfernt werden. Hier ein paar Ideen für Zubereitungen:

  • Smoothies
  • Säfte
  • Wildkräuterquark
  • Pizzabelag
  • Nudelsaucen
  • als Spinat zu Kartoffeln
  • Suppe
  • Pesto
  • Salat
  • Rührei

Rezepte

Giersch-Tee

Zutaten: 2 TL des getrockneten Krauts oder eine Hand voll des frischen Krauts auf eine Tasse

Zubereitung: Am besten verwenden Sie die jungen Blätter (getrocknet oder frisch). Mit kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie 2 bis 3 Tassen pro Tag, um eine Wirkung zu spüren.

Giersch-Limonade

Zutaten: 1/2 Liter Apfelsaft, 1/4 Liter Mineralwasser, 1/2 Bio-Zitrone, 5 Stiele Giersch und 1 Stiel Zitronenmelisse.

Zubereitung: Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Die Kräuter ebenfalls waschen. Den Apfelsaft in ein Glasgefäß geben. Kräuter und Zitronenscheiben dazugeben. Mindestens 6 Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Dann die Kräuter entfernen, mit dem Mineralwasser aufgießen und gekühlt genießen.

Giersch-Granatapfel-Smoothie

Zutaten: 100 g Giersch, 1 Granatapfel oder der frische Saft des Granatapfels (kleine Kerne aushöhlen und nicht die Schäle verzehren!), 2 Mandarinen, 1 Birne, 1 große Banane (damit der Smoothie cremig wird)

Zubereitung: Alles in den Mixer (inkl. zwei Gläser Wasser) und gut mixen.

Giersch-Brötchen

Zutaten: 500 g Mehl, 1/2 TL Salz und 1 Backpulver miteinander vermengen und 100 g Butter in Flöckchen drüberstreuen.
Zubereitung: 2 Handvoll Giersch waschen, abtropfen und in feine Streifen schneiden, in 1/4 l Buttermilch oder Milch pürieren und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Brötchen formen, mit dem Messer einschneiden und auf einem ungefetteten Backblech im Ofen (auf 220 Grad vorgeheizt) 20-24 Minuten backen.

Giersch-Brotaufstrich

Eine kleine Handvoll möglichst junger Gierschblätter klein hacken oder pürieren. Das Ganze mit einer Packung Frischkäse oder Quark mischen, nach Bedarf mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.

Buchtipp:

Zum Trocknen sammelt man das Kraut kurz vor der Blüte und hängt die Pflanze gebündelt an einem schattigen und luftigen Ort auf. Das getrocknete Kraut in Stoff- oder Papier-Beuteln lagern.

Achtung: Wenn man beim Sammeln nicht richtig bei der Sache ist, kann es passieren, dass man den Giersch mit einer anderen Pflanze verwechselt. Der Giersch ist ein Doldenblütler und in dieser Familie gibt es giftige, ähnlich aussehende sehr giftige Doppelgänger, wie z.B. den Schierling und die Hundspetersilie. Daher sollten Wildpflanzensammler darauf achten, dass der Blattstiel im Querschnitt dreieckig ist, da es keinen giftigen Doppelgänger mit dreieckigem Blattstiel gibt.

Bleiben Sie gesund!

Ihre

Manuela Möckel

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Bildquelle Artikelbild: http://heilkraeuter.de

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Rhabarber – Das Obst das ein Gemüse ist

Rhabarber – Das Obst das ein Gemüse ist

Es ist wieder Zeit für Rhabarber

Rhabarber ist das erste was man im Garten erntet. Er schmeckt nach Frühling, frisch und aromatisch. Es ist kaum zu glauben, aber es gab Zeiten, da galt Rhabarber als Arme-Leute-Essen. Die Zeiten aber haben sich geändert: Rhabarber gilt als eine der kreativsten Gartenfrüchte überhaupt. Auch die Gourmet-Köche haben ihn schon für sich entdeckt.

Charakteristisch ist seine fruchtig-säuerliche Note. Seine Sorten decken verschiedene Süß- und Säuregrade ab. Der Rhabarber mit rotem Stiel und rotem Fruchtfleisch schmeckt süßlich und erinnert an Himbeeren. Besonders sauer-frisch und ideal für Kompotte sind die dicken grünen Stängel. Rhabarber mit dünnem rotem Stiel und grünem Fruchtfleisch liegt geschmacklich in der Mitte. Auch wenn er meist für Süßspeisen verwendet wird, botanisch gesehen gehört er zum Gemüse.

Richtig zubereitet ist Rhabarber nicht nur eine Delikatesse, sondern auch gut für unsere Gesundheit.

Wie beim Spargel sollten die Schnittstellen noch feucht sein, das ist ein Zeichen, dass er frisch geerntet wurde. Rhabarber hält sich etwa zwei Tage, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch einwickelt und im Kühlschrank aufbewahrt. Die rötlich-grünen Stangen lassen sich aber auch sehr gut einfrieren. Einfach in kleine Stücke schneiden und im Gefrierbeutel verpacken.

Da Rhabarber zu 93% aus Wasser besteht und darmreinigend wirkt, passt es gut in jede Frühjahrskur. Er enthält viel Vitamin C. Das enthaltene Vitamin C stärkt das Immunsystem und kann sogar vor Arteriosklerose schützen, denn Vitamin C glättet die Innenwände der Arterien. Cholesterin, Fettsäuren und Kalk haben es somit schwerer, sich dort einzulagern.

Wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen sind im Rhabarber enthalten, diese sind wichtig für das Herzkreislaufsystem. Kalium wirkt beispielsweise gegen Bluthochdruck. Im Stiel stecken Zitronen- und Apfelsäure, Gerb- und Bitterstoffe sowie Pektin – ein wertvoller Ballaststoff, der die Verdauung fördert. Mit 14 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Rhabarber sehr kalorienarm. Er hat damit fast gleich wenig Kalorien wie Gurken. Genießbar sind nur die Stängel der Rhabarberpflanze. Die Blätter sind nicht essbar.

Buchempfehlung:

Gesundheitsfördernden Wirkungen von Rhabarber:

  • beseitigt Verdauungsstörungen
  • entgiftet den Darm
  • bindet Fettstoffe
  • kräftigt die Haare
  • verjüngt die Haut
  • stärkt die Nerven
  • hebt die Stimmung
  • regt den Kreislauf an
  • vitalisiert den Organismus
  • verbessert die Zellversorgung

Übrigens: In China wird Rhabarber übrigens seit 5000 Jahren als Arzneipflanze kultiviert – vor allem zur Darmreinigung.

Am Johannistag, dem 24. Juni, ist die Rhabarbersaison, wie auch der Spargel, dann traditionell beendet.

Bis demnächst.

Ihre

Manuela Möckel

 

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Gundermann – Wirkung und Anwendung einer alten Heilpflanze

Gundermann – Wirkung und Anwendung einer alten Heilpflanze

Der Name Gundermann oder auch Gundelrebe rührt von der Heilkraft dieses Krautes bei Eiter, da dieser früher oft “Gund” genannt wurde. Von Sebastian Kneipp ist der Ausruf überliefert: „Gundermann, Heil aller Welt.“ Das Öl der Heilpflanze wird seit Jahrhunderten als natürliches Mittel gegen Abszesse, Entzündungen und zur Anregung des Stoffwechsels eingesetzt.

Gundermann: Der Allrounder unter den Heilpflanzen

Von Mai bis Juni blühen die violetten Blüten des Gundermanns an Wald- und Feldrändern in ganz Deutschland. Die weitverbreitete Heilpflanze wächst ähnlich ausgedehnt wie der Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Er eignet sich im Garten als hübscher Bodendecker.

Als Heilmittel kennt man den Gundermann schon seit dem 12. Jahrhundert. Seine heilende Wirkung wurde unter anderem von dem Mediziner Leonhart Fuchs und von Hildegard von Bingen beschrieben. Fuchs riet, den Gundermann gegen Hüft- und Leberleiden einzusetzen. Von Bingen glaubte an die Wirkung der Heilpflanze gegen Kopf- und Ohrenschmerzen.

Heutzutage wird der Gundermann häufig gegen Abszesse, Tumore, Augenprobleme und zur Anregung des Stoffwechsels eingesetzt.

Wirkung und Anwendung

  • regt Nieren und die Blase an
  • chronischer Husten
  • chronischer Schnupfen
  • entzündungshemmend
  • schlecht heilende Wunden
  • schleimlösend
  • stoffwechselfördernd
  • Durchfall
  • Magenkatarrh
  • erleichtert das Abhusten
  • appetitsteigernd
  • Hautkrankheiten

Doch der Gundermann kann nicht nur heilen, er ist ebenso ein leckeres Würzkraut, welches vielfältig in der Küche verwendet werden kann. Bei allen Anwendungen werden die Blätter, Triebe und wenn vorhanden die Blüten genutzt.

Gundermann - Heilpflanze

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Äußerliche Anwendungen

Äußerlich können Sie die entzündungshemmende Wirkung für sich nutzen, indem Sie das Öl, Kompressen oder Salben bei schlecht heilenden Wunden oder Abszessen auftragen.

Nasentropfen bei Heuschnupfen

Sie brauchen dazu: ¼ Liter Wasser, etwas Meersalz, ½ TL getrockneten Gundermann und 1 TL getrockneten Salbei. Kochen Sie das Wasser mitsamt dem Salz auf, geben Sie dann Salbei und Gundermann dazu, dann 8 Minuten stehen lassen und absieben.

Badezusatz

Bei schlecht heilenden, eitrigen Wunden oder Geschwüren kann auch ein Badezusatz mithelfen. Dazu werden für ein Vollbad 5 Handvoll Kraut und 5 Liter Wasser und aufgekocht. Das hilft gegen Müdigkeit, Erschöpfung und Kraftlosigkeit.

Wunderblättchenöl

Eine Besonderheit ist das sogenannte Wunderblättchenöl. Es wird zum Einreiben schlecht heilender Wunden verwendet.

Für das Wunderblättchenöl benötigt man zwei Hände voll frisches Gundermannkraut, diese gibt man in ein Schraubglas und stampft es wie Sauerkraut zusammen. Sind die Blättchen eng zusammengepresst, stellen Sie das verschlossene Glas für einige Tage an einen warmen und sonnigen Ort. Am Boden des Glases bildet sich eine Flüssigkeit, diese wird abgeseiht und in einer dunklen Flasche kühl verwahrt. Das Öl wird im Hochsommer, am besten um Sonnenwende, hergestellt.
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Innere Anwendungen

Für die innere Verwendung wird ein Tee gekocht, eine Tinktur bereitet, Saft gepresst oder das Kraut in Milch gekocht. Gundermann enthält viele ätherische Öle, daher wurde früher das Kraut in Milch gekocht. (Rezept weiter unten)

Tee

Für den Tee werden 2 Esslöffel des Krautes mit 500 ml kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten zugedeckt ziehen gelassen. Bei Erkältungserscheinungen, Blasen- und Nierenproblemen und Verschleimung der Lunge 2 Tassen am Tag trinken. Außerdem ist der Tee appetitanregend und kann Schmerzen lindern.

Ein Gundelrebentee, zu gleichen Teilen mit SchafgarbeHuflattich und Ehrenpreis, galt als exzellenter Brusttee.

Als Mundspülung hilft er bei Zahnschmerzen und eitrigen Zahnfleischentzündungen.

Der Tee kann auch zu Waschungen oder Auflagen für Wunden genutzt werden.

Saft

Mit einer Kräuterpresse kann aus der Gundelrebe ein Kräutersaft gepresst werden. Bei Beschwerden dreimal täglich einen Esslöffel (Kinder einmal täglich einen Esslöffel) einnehmen.

Wer keine Kräuterpresse besitzt, kann das Kraut auch mit etwas Wasser im Smoothiemixer zerkleinern und gegebenenfalls noch durch ein Tuch seihen.

Tinktur

Die Tinktur kann aus dem Saft der Gundelrebe oder aus den fein geschnittenem Kraut hergestellt werden. Der Saft wird zur gleichen Menge mit hochprozentigem Alkohol (45%i) vermischt oder das geschnittene Kraut mit dem Alkohol übergossen, so dass alles bedeckt ist.

Für 3 Wochen ziehen lassen, dann abseihen und in eine dunkle Tropfflasche füllen. Davon nimmt man bei Bedarf 3 x 30 Tropfen, Kinder die Hälfte.

Gundermannmilch

Die Öle werden durch den Fettgehalt der Milch gebunden und verfliegen nicht so leicht. Für die Zubereitung eignet sich vor allem fette Milch. 2 Esslöffel des frischen Krautes mit 500 ml Milch aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und warm trinken. Die mit den fettlöslichen Heilstoffen zubereitete Milch eignet sich auch als Kräftigungsmittel und hilft bei Grippe und Erkältungen.
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Erkennung und Sammeltipps

Gundermann - Wie erkenne ich ihn?
Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora (www.biolib.de) [Public domain, via Wikimedia Commons]

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Der Gundermann wächst in Bodennähe und kriecht die Erde entlang. Man findet ihn in lichten Wäldern, auf feuchten Wiesen und an Mauern. Er versteckt sich gern und manchmal musst man etwas nach ihm suchen. Oft ist er auch im Beet zwischen Erdbeeren zu sehen.

  • Der Stengel ist vierkantig, was aber erst zu sehen ist, wenn er etwas fester wird.
  • Zur Blütezeit von April bis Juni stellt sich der Stengel auf.
  • Die Blätter stehen gegenständig mit einem kurzen Stiel am Stengel.
  • Sie sind rundlich und gewellt oder gekerbt und etwa 0,5-3 cm groß.
  • Die blauvioletten Blüten sind sehr klein und lippenförmig.
  • Sie wachsen direkt am Stengel bei den Blättern.
  • Beim Pflücken kann man das typische Gundermannaroma riechen.

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Gesundheitliche Grüße

Ihre

Manuela Möckel

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Die Inhalte auf dieser Seite dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung, Diagnostik und Betreuung durch einen Facharzt oder Heilpraktiker in keinem Fall ersetzen. Auch wenn sie gründlich recherchiert wurden, können und dürfen sie in keinem Fall die Grundlage für eine Selbstdiagnose und Selbstmedikation sein.

Über mich

Hallo, schön dass Sie mich gefunden haben. Mein Name ist Manuela Möckel, ich bin Jahrgang 1970, Mutter von 4 tollen Kindern und ich lebe mit meiner Familie im schönen Beeskow, das liegt in der Nähe von Frankfurt/Oder in Brandenburg. Vor langer Zeit hatte ich wirklich erhebliche Probleme mit meiner Gesundheit und war auf der Suche nach Alternativen! Ich wollte weg von stark wirkenden Arzneimitteln und selbst aktiv etwas für meine Gesundheit tun. Das Thema Gesundheit und was auch immer damit zu tun hat, hat mich schon immer brennend interessiert. Darüber möchte ich erzählen und Ihnen berichten.

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