„Kirschen rot, Spargel tot“ Diese alte fränkische Bauernregel kündigt das Ende der Spargel-Saison, am Johannistag, dem 24. Juni an. Auch die Rhabarber-Saison endet an diesem Tag. Aber bis dahin ist noch genügend Zeit, um sich an den frisch gestochenen Stangen zu erfreuen.

Spargel ist aber nicht nur köstlich und äußerst lecker, sondern ist auch gut für unsere Gesundheit. Das Wissen von der Botanik der Pflanzen und ihres medizinischen Einsatzes kommen im Wesentlichen aus dem griechischen. Erstmals wird er als Heilpflanze vom griechischen Arzt Hippokrates (um 460 v. Chr.) genannt.

Im Mittelalter baute man ihn hauptsächlich wegen seiner heilenden Wirkung und nicht wegen seines feinen Geschmacks in den Gärten der Klöster an. In dieser Zeit sind viele Kräuterbücher entstanden, welche sich mit der Pflanzen- und Heilkunde beschäftigten. In diesen Büchern wurde Spargel als Heilpflanze beschrieben. Die Verfasser waren sehr oft Apotheker und Ärzte.
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Spargel zum Entschlacken

Schon vor 2000 Jahren haben die Griechen den Spargel wegen seiner heilenden Eigenschaften als „natürliches Entschlackungsmittel“ geschätzt. Gegenwärtig weiß man, dass er viele Stoffe enthält, welche die Nieren- und Verdauungsfunktion anregen können. Entschlackungskur: Über drei Wochen täglich eine Portion, auch gern als Suppe. Das aktiviert den Stoffwechsel und die Fettreserven können schneller abgebaut werden. Er besteht zu 95 Prozent aus Wasser, eine Portion (500 Gramm) enthalten nur 85 Kalorien und enthält sehr viele Ballaststoffe, ist deshalb empfehlenswert für die Entgiftung unseres Körpers und außerdem fördert die hohe Konzentration an Eisen die Blutbildung. Kalium, Kalzium und Vitamin B sind auch enthalten – diese stärken den Herz-Kreislauf. Das Jod ist gut für die Drüsen, Asparagin, Vitamin C und Vitamin A kräftigen unser Immunsystem. Eine Portion Spargel (500g) deckt den täglichen Bedarf an Vitamin C und Folsäure zu 100 %, an Vitamin E zu 90% und an den Vitaminen B1 und B2 zu zirka 50 Prozent. Eine wahre Vitaminbombe!

Am Rande bemerkt: Asparagin ist die Säure, die den intensiven Uringeruch nach dem Spargelgenuss verursacht.

+Die Spargel-Saison ist eröffnet
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Spargel macht schön

Dank seiner blutreinigenden Wirkung hilft Spargel auch gegen Hautunreinheiten und Ekzeme. Asparagin fördert außerdem die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin und die B-Vitamine straffen unsere Haut.
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Spargel macht gesund

Spargel wirkt harntreibend, indem er die Harnsäure-Kristalle aus den Nieren- und Muskelzellen löst. Wichtig: Immer viel trinken (1,5 Liter zusätzlich), weil sonst der Harnsäurespiegel ansteigt. Trick: Schalen als Süppchen auskochen und warm (oder kalt) trinken, reguliert Harnsäurehaushalt.

Vorsicht: Im Übrigen sollte nicht jeder Spargel essen. Menschen mit erhöhten Harnsäurewerten im Blut sollten lieber verzichten, da sonst Gichtanfälle zu befürchten sind. Auch wer zu Nierenstein neigt, sollte ihn lieber von der Speisekarte streichen.

Außerdem hilft er gegen Herzklopfen, da der Kreislauf durch Kalium, Kalzium und Phosphor entlastet wird. Das Gemüse kann sogar gegen Verstopfung helfen, weil der hohe Anteil an Ballaststoffen den Darm entgiftet.
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Weiß, violett oder grün

Generell kann man drei verschiedene Spargelsorten unterscheiden. Im Wesentlichen liegt der Unterschied im Geschmack, in der Anbaumethode sowie auch in der Sortenwahl. Damit der weiße Spargel seine Farbe beibehält, baut man ihn in Erddämmen unterirdisch an. Viel seltener ist violetter Spargel, welcher nur für sehr kurze Zeit dem Licht ausgesetzt ist. Im Gegensatz dazu wächst der Grünspargel unter Lichteinfluss und kann so Chlorophyll bilden, das für seine grüne Farbe verantwortlich ist. Außerdem enthält Grünspargel auch viel mehr Vitamin C und β-Carotin als der weiße Spargel.

Wichtig: Immer gründlich schälen und das Endstück abschneiden, sonst schmeckt er bitter.

Fazit: Sie haben noch ein paar Tage Zeit, um diese Vitaminbombe zu geniessen und etwas für Ihre Gesundheit zu tun.

Also dann bis demnächst.

Bleiben Sie gesund!

Ihre

Manuela Möckel

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