Erste Ergebnisse des neuen Gesundheitsuntersuchungssurveys (DEGS) veröffentlicht

Erste Ergebnisse des neuen Gesundheitsuntersuchungssurveys (DEGS) veröffentlicht

Bereits im Juni 2012 veröffentlichte das Robert-Koch-Institut auf einem Symposium in Berlin die ersten Ergebnisse des neuen Gesundheitsuntersuchungssurveys (DEGS). Es wurden Fragen zu aktuellen Daten zu Adipositas, Diabetes und psychischer Gesundheit und anderer Themen beantwortet. Ich habe Ihnen die wichtigsten Aussagen kurz zu­sammengefasst. Eine ausführli­che Publikation erfolgt in diesem Jahr im Heft 5/6 des Bundesgesundheits­blattes.

Was ist DEGS?

DEGS (Stu­die zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland) ist Bestandteil des Gesundheits-Monitorings des Ro­bert Koch-Instituts. Ziel dieser Studie ist die wiederholte Bereitstellung bundesweit repräsentati­ver Daten zur gesundheitlichen Lage der erwachsenen Bevölkerung. Die Datenerhebungen zu dieser Studie führ­te das RKI von November 2008 bis De­zember 2011 durch.

Insgesamt nahmen 8152 Er­wachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren (4283 Frauen, 3869 Männer) an dieser Studie teil. Darunter waren 4193 erst­mals eingeladene Personen (2176 Frau­en, 2017 Männer), sowie 3959 Personen (2107 Frauen, 1852 Män­ner), die bereits am Bundes-Gesund­heitssurvey 1998 (BGS98) teilgenom­men hatten.

Die ersten Ergebnisse

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Werden wir immer dicker?

DEGS - Deutsche werden immer dickerÜberge­wicht und Adipositas ist im internationalen Vergleich in Deutschland immer noch hoch. In den letzten Jahrzehnten hat der Anteil Übergewich­tiger und Adipöser zugenommen. Unter den 18- bis 79-Jähri­gen sind 67,1% der Männer und 53,0% der Frauen über­gewichtig.

Dies bedeutet im Vergleich zum BGS98 keine Veränderung. Es ist allerdings ein deutlicher Anstieg von Adipositas zu beobachten. Gegenwärtig beträgt sie 23,3% bei Männern und 23,9% bei Frauen. Im BGS98 waren lediglich 18,9% der Männer und 22,5% der Frau­en adipös.

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Wie hoch ist die Zahl der Erwachsenen mit Diabetes in Deutschland?

Es gibt Anzeichen auf eine weltweit ansteigende Verbreitung von Diabetes, besonders für über­wiegenden Typ-2-Diabetes. Entsprechend ak­tueller Beurteilungen wurde bei etwa 4,6 Mio. Er­wachsenen im Alter von 18 bis 79 Jah­ren in Deutschland irgendwann ein Diabetes festgestellt. Einschätzungen zur Häufigkeit des unerkannten Diabetes sind im Konsens mit Ergebnissen aus vergleichbaren internationalen Stu­dien. Wie in anderen Län­dern ist in Deutschland das Auftreten von bekanntem Diabetes über die letz­ten 10 Jahre angestiegen.
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Wie aktiv sind die Deutschen?

Die Ergebnisse zeigen, dass unter den 18- bis 79-Jährigen über 70% der Männer und über 60% der Frauen wenigs­tens einmal pro Woche körperlich ak­tiv sind. Jedoch erreichen immer noch vier Fünftel der Erwachsenen nicht die Empfehlungen der WHO von 2,5 Stunden wöchentlich.
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Depressionen und Burn-out: Wie belastet sind wir?

Auch die psychische Gesundheit ist Voraussetzung für hohe Lebens­qualität und Leistungsfähigkeit. Psy­chische Störungen belasten die Betrof­fenen sehr. Die Fehlzeiten am Arbeitsplatz wegen psychischer Störungen sind in den letzten 10 Jahren stark angestiegen. Die „Studie zur Gesundheit Erwachse­ner in Deutschland“ (DEGS) soll Auf­schluss über Entwicklungen der psychi­schen Gesundheit in der Bevölkerung geben. Eine aktuelle Depression besteht bei ca. 10% der Frauen und bei ca. 6% der Männer. Die Häufigkeit ist bei den 18- bis 29-Jährigen mit knapp 10% am höchsten und ab 65 Jahren mit etwa 6% am niedrigsten. Insgesamt geben etwa 4% der Befragten an, dass bei ihnen ein Burn-out-Syndrom festgestellt wurde. Die Häufigkeit eines Burn-out-Syndroms steigt mit der Höhe des sogenannten „Sozialstatus“: Bei niedrigem Sozialstatus beträgt sie ca.2%, bei mittlerem ca. 4% und bei hohem Sozialstatus sogar knapp 6%. Diese Studie bestätigt die hohe Relevanz psychischer Gesundheit in der deutschen Bevölkerung.
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Fazit:

Diese Daten zeigen uns doch wieder, dass Zivilisationskrankheiten weiter auf dem Vormarsch sind und wie wichtig es ist, sich in diesem Zusammenhang mit dem Thema Gesundheit und gesunde Ernährung auseinanderzusetzen.

Wenn Sie das Thema näher interessiert, können Sie auch hier weiterlesen.

http://www.degs-studie.de/

Ich wünsche Ihnen alles Gute und einen schönen Wochenstart.

Ihre

Manuela Möckel

 

 

 

Zivilisationskrankheiten – Gesunde Ernährung ist der Schlüssel

Zivilisationskrankheiten – Gesunde Ernährung ist der Schlüssel

Zivilisationskrankheiten weiten sich immer mehr aus

Laut WHO sind bei 60 % aller Todesfälle in der ganzen Welt Zivilisationskrankheiten der Grund. Ganz oben auf der Liste stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Schlaganfall und auch Stoffwechselerkrankungen wie Zuckerkrankheit oder Gicht sind häufig verbreitet.

Aber auch Allergien, Krebs, Übergewicht und die damit verbundenen Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören zu den Zivilisationskrankheiten. Diese zerstören unsere Lebensqualität und können unsere Lebenserwartung verkürzen. Zahlreiche Zivilisationskrankheiten und Gesundheitsstörungen lassen sich im Wesentlichen auf Ernährungsfehler zurückführen: Vorbeugen, ist in jedem Alter sinnvoll.

Übergewicht ist zum großen Teil an der Entstehung von Zivilisationskrankheiten beteiligt. In Deutschland sind immerhin ca. 37 Millionen Erwachsene und sogar rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig oder adipös. Heutzutage leidet ein Viertel der Erwachsenen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Bluthochdruck. Es gibt rund 7 Millionen Diabetikerinnen und Diabetiker (9 von 10 Betroffenen Diabetes Typ 2). Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet an chronischen Rückenschmerzen.
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Wie entsteht Übergewicht?

Übergewicht ist die Folge einer zu hohen Energiezufuhr und eines zu niedrigen Energieverbrauchs. Unsere falsche Ernährung  ist eine wichtige Ursache von Zivilisationskrankheiten. Fertiggerichte, Fastfood, Tiefkühlpizza, Kartoffelchips. Limonade und Cola stehen bei den meisten viel zu häufig auf dem Speiseplan. Häufig ist die Ernährung zu reich an Salz und gesättigten Fettsäuren. Besonders ungesund sind Süßigkeiten und Knabbereien, weil diese eine ungeheure Anzahl Kalorien haben. Was ist die Folge? Riesige Energiemengen werden gegessen, ohne dass ein Sättigungsgefühl entsteht und die nicht verbrauchte Energie wird dann als Fettreserve im Körper „gespeichert“. Es gab dazu einen höchst interessanten Hörbeitrag „Moderne Ernährung und Zivilisationskrankheiten“ vom Münchner Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Hans Hauner im Deutschlandradio.

Übergewicht Risiko Zivilisationskrankheiten

Es ist nun mal Realität, damit unser Essen, wenn es durch die Lebensmittelindustrie „veredelt“ wurde, häufig kein „Lebens“-Mittel mehr ist und dass unser Essen durch zu langes Kochen und Warmhalten oder auch durch das Erwärmen in der Mikrowelle das Beste verloren hat. Es werden viel zu oft Fertigprodukte auf den Tisch gebracht, und der Rat „5x pro Tag Obst und Gemüse“ überfordert uns praktisch. Zu einem Stück Obst oder Gemüse anstatt zum Schokoriegel zu greifen, ist gar nicht so schwer. Vielen Menschen ist gar nicht (mehr) bewusst, wie schmackhaft ein Apfel, eine Birne oder eine Tomate sein kann. Wer dann noch ab und zu auf das Schweinefleisch zugunsten von Fisch oder Geflügel verzichtet, ist schon auf einem guten Weg.

Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche – nicht durch die Apotheke.

Sebastian Kneipp

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Was ist genau ist eigentlich „gesunde Ernährung“?

In unserem reichhaltigen Lebensmittel-Angebot fällt die Orientierung einem wirklich nicht leicht. Und die vielen, vielen Ernährungsempfehlungen in den Medien können manchmal schon sehr verwirrend auf einen wirken – und dann stellt man sich oft die Frage; wie soll man sie im Alltag anwenden? Aber ganz ehrlich, so kompliziert ist es nämlich gar nicht. Man muss ja nicht alle Einzelheiten im Kopf haben, sondern sich einfach nur an einige wesentliche Regeln halten.

Mit einer Ernährungsumstellung können wir ganz gezielt den Zivilisationskrankheiten vorbeugen:

Es gibt ein paar einfache Regeln, denen wir bei unserer Ernährung Beachtung schenken sollten, um Stoffwechselerkrankungen oder Krebs vorzubeugen. Wenn man sich daran hält, haben wir schon ganz viel für unsere Gesundheit gemacht:

  1. Essen Sie fünfmal am Tag Obst und Gemüse
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  2. weniger Fett, weniger Zucker und weniger Salz
  3. Verzehren Sie reichlich Getreideprodukte, möglichst aus Vollkorn, Kartoffeln, Nudeln oder Reis
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  4. Milch und Milchprodukte liefern die tägliche Menge Calcium
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  5. Ein- bis zweimal pro Woche sollte Fisch auf den Tisch
  6. Verzehren Sie Fleisch und Fett in Maßen
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  7. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter kalorienarme oder kalorienfreie Getränke am Tag
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  8. Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt und essen Sie abwechslungsreich und bunt
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Wenn wir einsehen und erkennen, dass unsere Ernährungsgewohnheiten der Grund sind, haben wir die Chance, unsere Ernährung von einem Tag zum anderen zu verändern. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen und reichlich Bewegung sind die Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit in jedem Alter.

Quellen: www.tk.dewww.diabetesstiftung.dewww.diabetes-news.de,  www.daserste.dewww.gbe-bund.dewww.euro.who.int

Bleiben Sie gesund!
Ihre

Manuela Möckel

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Diabetes Typ 2 – wie man den vorbeugen kann

Diabetes Typ 2 – wie man den vorbeugen kann

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland leben mit Diabetes. Früher bezeichnete man den Diabetes Typ 2 auch als „Altersdiabetes“, aber inzwischen sind Personen aller Generationen davon betroffen, auch Kinder und Jugendliche. Experten des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) gehen davon aus, dass die Anzahl der Erkrankungen weiter ansteigen wird.

Als Ursachen werden Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Cholesterinwerte und Bluthochdruck genannt. Es gibt zwar eine vererbte Veranlagung für einen Diabetes Typ 2. Allerdings liegt es auch an jedem von uns selbst, ob sich diese Krankheit entwickelt. Denn viele Risikofaktoren lassen sich durch einen gesunden Lebensstil ausschalten.
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Viele Menschen haben Diabetes, ohne dass sie es wissen

Denn Diabetes Typ 2 tut nicht weh und kann sich so über viele Jahre hinweg still und leise entwickeln. Ein Typ-2-Diabetes zeigt lange Zeit keine Beschwerden, das ist die Erklärung, weswegen er oft viele Jahre unentdeckt bleibt. Ob man ein erhöhtes Diabetes-Risiko hat, kann man mit dem Online-Fragebogen vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung prüfen. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat diesen Fragebogen entwickelt, der das Risiko angibt, innerhalb der nächsten 5 Jahre an einem Typ 2 Diabetes zu erkranken. Der Test ist online abrufbar.

Alle die ein erhöhtes Diabestes-Risiko haben, können den Ausbruch durch eine Veränderung ihrer Lebensgewohnheiten verzögern – oder bestenfalls sogar ganz verhindern. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen z.B. aus den USA und aus Finnland. Diese Untersuchungen zeigen, dass einfach umsetzbare Maßnahmen unseren Stoffwechsel günstig beeinflussen – und das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken um mehr als die Hälfte verringern.

Schon mit kleinen Veränderungen an unserem Lebensstil könnten wir das Risiko senken, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
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Buchempfehlung:

Buchempfehlung bei Diabetes Typ 2: Die 50 besten Blutzucker-Killer

Farbenfroh gestaltet überzeugt das Buch von Sven-David Müller durch seinen gelungenen Aufbau, das übersichtliche Layout, anschauliche Tabellen, Fotos und die immer wieder eingestreuten „Killer-Tipps“. Man wird von einer erstaunlichen Informationsfülle überrascht, die weit über das Erwartete hinausgeht: Beispielsweise erfährt man die empfohlene Menge bestimmter Vitamine, wird über versteckte und sichtbare Fette in der Nahrung aufgeklärt und findet Hinweise zur Berechnung des BMI. Spannend zu lesen, dabei immer gut verständlich und auf den Punkt gebracht.

Die wichtigsten Punkte für die Vorbeugung:

  • Überflüssige Pfunde abbauen ist eine der wirksamsten Strategien, einem Diabetes Typ 2 vorzubeugen. Finnische Studien belegen, dass Menschen die mindestens 5% ihres Gewichtes abspecken, ihr Diabetes-Risiko um 70% senken.
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  • Gesund essen – gesunde Mischkost mit wenig Kalorien, viel Obst und Gemüse, wenig Zucker, ballaststoffreiche Ernährung, viel Trinken
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  • Bereits mäßige sportliche Aktivität hat positive Auswirkung auf den Stoffwechsel.  5 mal 30 Minuten in der Woche genügen. Bestens geeignet sind Ausdauersport und gezieltes Muskelaufbautraining.
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  • Regelmäßige medizinische Kontrollen helfen, frühe Alarmsignale wie leicht erhöhte Blutzuckerwerte oder einen erhöhten Blutdruck zu erkennen.
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In einer großen Studie wurde nachgewiesen, dass ballaststoffreiche Ernährung auch den Blutzuckerwert günstig beeinflusst. Hinzu kommt, dass Ballaststoffe auch die Blutfettwerte verbessern und, weil sie länger satt machen und auch beim Abnehmen helfen. Nichtsdestotrotz sollten eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht angestrebt und generell mehr Bewegung in den Alltag integriert werden. Denn auch das senkt – neben einer vernünftigen Ernährung – natürlich den Blutzucker.

Für heute verbleibe ich mit vielen gesundheitlichen Grüßen

Ihre

Manuela Möckel

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Bildquelle Beitragsbild: Dr. Gumpert.de

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Diabetes – eine neue Volkskrankheit?

Diabetes – eine neue Volkskrankheit?

Diabetes breitet sich weltweit aus – Ist 2030 jeder zehnte Erwachsene zuckerkrank?

Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Laut den Angaben des IDF (International Diabetes Federation)wissen weltweit ungefähr 183 Mio. Menschen überhaupt nicht, dass sie krank sind. Vor allem Kinder in Europa sind stark betroffen von der Zuckerkrankheit: 116.000 leiden unter Typ-1-Diabetes, 18.000 Kinder sind 2011 neu daran erkrankt – mehr als in jeder anderen Region weltweit.

Diabetes – eine neue Volkskrankheit?

Fachleute erwarten für das Jahr 2012 weltweit ungefähr 295 Mio. Diabeteserkrankte. Diabetes scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Vor 25 Jahren lag die Zahl der Diabeteserkrankten noch bei ca. 30 Mio. Im Jahr 2000 war die Zahl auf 150 Mio. gestiegen. Deutschland liegt mit derzeit 7,5 Mio. auf Platz 6 der internationalen Rangliste. Weltweit sind die meisten Diabetiker (ca. 85 – 95 Prozent) am Diabetes-Typ2 erkrankt, was vor allem mit falscher Ernährung und Bewegungsmangel in Zusammenhang bringen ist. Es gibt ein paar Zeichen, die darauf hinweisen, dass man an einer Diabetes leiden könnte. Die bekanntesten Anhaltspunkte dafür können beispielsweise ein erhöhter Harndrang und starker Durst sein. Daran schuld ist die im Blut in hoher Konzentration vorhandene Glukose, welche wegen des Insulinmangels nicht genutzt werden kann. Unser Körper ist gezwungen diesen Zucker auf dem schnellsten Wege loszuwerden und schwemmt ihn über den Urin aus. Dies sind die charakteristischen Anzeichen der Hyperglykämie (Überzuckerung).

Da dem Körper jetzt aber die Energie in Form von Zucker fehlt, muss er auf dieReserven zurückgreifen. Häufig kommt es zu Gewichtsverlust und körperlichen Schwächeanzeichen. Durch den Abbau von Eiweiß und Fett kann es zu Muskelkrämpfen und sogar Sehstörungen kommen. Angesichts des insgesamt verschlechterten Körperzustandes wegen des Zuckermangels kann es zu weiteren Erscheinungen wie einer Infektanfälligkeit oder schlecht heilenden Wunden kommen.

Selbst bei den Patienten, die schon mit Insulin versorgt werden, können noch Komplikationen drohen. Mehrfach sind Schädigungen der Gefäße aufgrund von Durchblutungsstörungen. Die Folgen sind bekannt. Es kann zu einem Herzinfarkt oder auch einem Schlaganfall kommen. Die außerordentliche Belastung der Nieren führt vielfach auch zu Nierenschäden, wobei es dann sogar zu einem Nierenversagen kommen kann, welches eine Dialyse dringend erforderlich macht.

Welche Diabetesformen gibt es?

Eine Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselstörung welche ganz unterschiedliche Ursachen haben kann. Es gibt folgende Diabetesformen.

  • Typ 1 Diabetes: Verlust der insulinproduzierenden Zellen, Folge: Dem Körper steht nur noch wenig bis gar kein eigenes Insulin zur Verfügung. Das fehlende Hormon Insulin muss von außen zugeführt (d. h. gespritzt) werden.
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  • Typ 2 Diabetes: in der Anfangsphase produziert der Körper noch viel Insulin. Aber die Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon ist herabgesetzt; d.h. die Zellen sind insulinresistent. Das bedeutet, dass die Zellen nicht mehr richtig auf Insulin reagieren. Folge: das körpereigene Insulin reicht nicht mehr aus, um den erwünschten Effekt zu erzielen.
  • Schwangerschaftsdiabetes: die häufigste Stoffwechselerkrankung in der Schwangerschaft. Man versteht hierunter einen Diabetes, der während einer Schwangerschaft beginnt oder erstmals entdeckt wird.
  • Sonstige Diabetesformen: Ein Diabetes kann im Allgemeinen auch durch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder im Rahmen anderer Krankheiten oder auch bei bestimmten erblich bedingten Störungen auftreten. Auch manche Medikamente, insbesondere Kortison, können an der Entstehung eines Diabetes beteiligt sein.

Für alle Diabetesformen gilt: Je früher ein Diabetes festgestellt wird und je besser die Behandlung ist, desto seltener und weniger schwerwiegend sind die Folgeschäden!

Diabetes in Deutschland
Infografik: Diabetes in Deutschland (Grafik: Novo Nordisk)
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Einige Fakten

  1. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich weltweit rund 3,2 Millionen Menschen an den Folgen einer Diabeteserkrankung.
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  2. Der Diabetes fordert mittlerweile genauso viele Opfer wie HIV bzw. AIDS. Alle 10 Sekunden kann ein Todesfall dem Diabetes zugeordnet werden.
  3. In Deutschland liegt die Zahl der bekannten Diabetesfälle derzeit bei etwa 7,5 Millionen Menschen.
  4. In der Gruppe der über 65-Jährigen sind bei uns schätzungsweise zwischen 16 und 23% von einer Diabeteserkrankung betroffen.
  5. Dunkelziffer bei Erwachsenen wird auf zirka 50% geschätzt. Dies würde bedeuten, dass es in Deutschland derzeit bereits weit über 10 Millionen Diabetes-Erkrankte gibt. Über die Hälfte aller Diabetiker sind über 65 Jahre alt.
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  6. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Diabetiker in den nächsten 10 Jahren noch einmal verdoppeln wird.

Die erhebliche Zunahme der Erkrankungszahlen wird vor allem auf folgende Faktoren zurückgeführt:

  • drastische Zunahme von Übergewicht
  • zunehmender Konsum von „Junk Food“
  • immer weniger körperliche Bewegung.
  • die steigende Lebenserwartung.

Buchempfehlung:

Dieses Buch kann man nur jedem Diabetiker empfehlen. Geschrieben wurde es von dem anerkannten Experten für Diabetes und Ernährung Sven-David Müller. Er wurde für seine besonderen Leistungen um die Volksgesundheit, besonders im Bereich Ernährungsaufklärung und Diabetes, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In dem Buch zeigt er wirkungsvolle Wege auf, wie man den Blutzucker auf natürliche Weise senkt und außerdem trotzdem noch vital und genussvoll leben kann. Der Leser erfährt, wie man mit Pflanzenheilkunde, Mineralien und Vitaminen den Stoffwechsel ins Gleichgewicht bringen kann. Durchweg ein gelungenes Werk und nützlich.

Quellen: Wikipedia, Diabetes Deutschland, Deutsche Diabetes Gesellschaft

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Ihre

Manuela Möckel

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Zivilisationskrankheiten sind immer weiter auf dem Vormarsch

Zivilisationskrankheiten sind immer weiter auf dem Vormarsch

Hallo, schön dass Sie wieder einmal vorbeischauen. Ich hatte ja vor einiger Zeit schon einen Artikel über das Thema Zivilisationskrankheiten geschrieben. Heute nun möchte ich aufgrund vieler Anfragen meiner Leser noch etwas genauer über dieses brisante Thema schreiben.
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Zivilisationskrankheiten – woher?

Laut der Definition ist eine Zivilisationskrankheit ja eine Wohlstandskrankheit, deren Erkrankungsrisiko von den allgemeinen Lebensverhältnissen abhängt. Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen oder auch Krebs breiten sich kontinuierlich weiter aus. Und sie dehnen sich zunehmend auch schon in den Entwicklungsländern aus. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die nicht mehr allein für die Industrienationen typisch sind. Gemäß den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind heute 60 Prozent aller Todesfälle in der Welt auf Zivilisationskrankheiten zurückzuführen.

Wenn jemand Gesundheit sucht, so muss er erst bereit sein,
in Zukunft die Ursache der Krankheit zu 
meiden,
sonst ist ihm nicht zu helfen.

Sokrates

Die häufigsten Zivilisationskrankheiten sind Herz-Kreislauf-Beschwerden wie z.B. Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise die Zuckerkrankheit oder auch Gicht. Auch Allergien, Krebs, Übergewicht oder Magersucht und Erkrankungen des Bewegungsapparates zählen ebenfalls zu den Zivilisationskrankheiten. Die Kombination von Übergewicht, hohen Blutzuckerwerten, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten bezeichnet man auch als „tödliches Quartett“, im Fachjargon: „Metabolisches Syndrom„. In der westlichen Welt leidet ungefähr jeder vierte Erwachsene am Metabolischen Syndrom und stirbt dann im Durchschnitt vier Jahre eher als ein gesunder Mensch.  Durch unseren Lebensstil könnten wir jedoch zahlreiche Ursachen für Zivilisationskrankheiten abschaffen.

Prognose zum Anstieg von Zivilisationskrankheiten bis 2030 und 2050 gegenüber 2007+

Schauen wir uns doch mal nach und nach an, was wir selbst vielleicht für uns selbst dagegen tun können. Es ist eigentlich wirklich gar nicht so schwer. Wenn jeder so handeln würde, könnte man sicherlich die Zahl der Erkrankungen verringern. Heute soll es um das Thema Bewegung gehen.
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Bewegungsmangel ist beispielsweise eine der Hauptursachen der Volkskrankheiten

Zivilisationskrankheit - Risikofaktor BewegungsmangelDem Fortschritt sei Dank, von der Fernbedienung bis zum Online-Shopping,  die Technik nimmt uns im Alltag mehr und mehr Wege ab.  Wir fahren mit dem Auto ins Büro, dann sitzen wir acht Stunden am Schreibtisch, und dann verbringen wir den Abend ganz „entspannt“ zu Hause vor dem Fernseher. Seien wir doch mal ehrlich, so sieht doch der Alltag für viele uns aus?

Ein „Büromensch“ verbringt etwa 80.000 Stunden  in seinem Arbeitsleben im Sitzen – das sind über neun Jahre. Die meisten Bundesbürger verbringen ihre Freizeit am liebsten auf dem Sofa, immerhin zwei von drei. Und nur  jeder Fünfte treibt stets regelmäßig Sport. Und auch im Beruf sieht es nicht viel anders aus, so zeigt es eine Studie der Techniker Krankenkasse:  Jeder zweite Berufstätige sitzt den ganzen Tag am Computer.

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Bewegungsmangel macht die Menschen krank

Regelmäßige Bewegung ist insgesamt fördernd für unsere Gesundheit und wirkt sich dadurch praktisch auf alle Zivilisationskrankheiten zweifellos positiv aus. Gewisse Risikofaktoren lassen sich durch Bewegung sogar aufheben, so könnte man beispielsweise durch ein Sportprogramm und auch durch eine Umstellung der Ernährung dem Ausbruch des Diabetes Typ 2 vorbeugen. Ferner profitieren auch Menschen mit Bluthochdruck von Bewegung. Wenn man durch Sport auch nur wenig an Gewicht verliert, kann man aber bereits seinen Blutdruck entscheidend senken. Bei sportlich aktiven Menschen reduziert sich das Risiko für Herz-Kreislaufprobleme oder auch für Infarkte um 30 Prozent.

Förderlich sind vor allem Ausdauer-Sportarten:

  • zügiges Spazierengehen
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  • Radfahren
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  • Nordic Walking
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  • Jogging
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  • Schwimmen

Es gibt eine tolle Reportage, die dieses Thema auch genau beleuchtet: Das Steinzeitrezept: Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen

Na dann bis zum nächsten mal, wo wir dann über die nächsten Risikofaktoren sprechen.

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund.
Ihre

Manuela Möckel

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Hinweis

Die Inhalte auf dieser Seite dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung, Diagnostik und Betreuung durch einen Facharzt oder Heilpraktiker in keinem Fall ersetzen. Auch wenn sie gründlich recherchiert wurden, können und dürfen sie in keinem Fall die Grundlage für eine Selbstdiagnose und Selbstmedikation sein.

Über mich

Hallo, schön dass Sie mich gefunden haben. Mein Name ist Manuela Möckel, ich bin Jahrgang 1970, Mutter von 4 tollen Kindern und ich lebe mit meiner Familie im schönen Beeskow, das liegt in der Nähe von Frankfurt/Oder in Brandenburg. Vor langer Zeit hatte ich wirklich erhebliche Probleme mit meiner Gesundheit und war auf der Suche nach Alternativen! Ich wollte weg von stark wirkenden Arzneimitteln und selbst aktiv etwas für meine Gesundheit tun. Das Thema Gesundheit und was auch immer damit zu tun hat, hat mich schon immer brennend interessiert. Darüber möchte ich erzählen und Ihnen berichten.

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