Verstopfung – was tun?

Verstopfung – was tun?

Verstopfung ist das am meisten verbreitete Verdauungsproblem in den westlichen Industrieländern. Etwa jeder Dritte hat häufig Verstopfung! Zu viel, zu fett, zu schnell – unsere heutigen Essgewohnheiten tragen oft dazu bei, dass unsere Verdauung oft tagelang leidet. Obendrein kommt wenig Bewegung.  Was können wir aber nun tun? Meist helfen schon einfache Tricks und altbewährte Hausmittel die Verdauung wieder anzuregen. Ich habe für Sie so einige Hausmittel zusammengestellt. Bei meinen Recherchen sind allerdings so viele Hausmittel zusammengekommen, dass ich dies in 2 Artikel aufgeteilt habe. Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe, dass auch für Sie der ein oder andere Tipp dabei ist.

Nur träge oder verstopft?

Jeder hat einen anderen Verdauungsrhythmus, von dreimal täglich bis dreimal pro Woche. Verstopfung (medizinisch Obstipation) liegt erst vor, wenn die Stuhlentleerung aus bleibt, starkes, schmerzhaftes Pressen nötig ist und man unter Völlegefühl und Blähbauch leidet. Halten diese Beschwerden länger als 3 Monate an, spricht man von einer chronischen Verstopfung.

Die Verdauung sanft anregen

Dauert die Verstopfung nur für kurze Zeit an, kann eine Ernährungsumstellung die Verdauung wieder anregen. Generell gilt: viele Ballaststoffe (frisches Gemüse, Vollkornprodukte), wenig Zucker und Fett und Wasser (Empfehlung: zwei Liter pro Tag). Aber Vorsicht: Wenn der Darm nicht an Ballaststoffe gewohnt ist, reagiert er auf zu schnelle Umstellungen mit schmerzhaften Blähungen. Deshalb ist es ratsam, die Ernährung nach und nach umzustellen.

Tricks und altbewährte Hausmittel gegen Verstopfung

  • Über den Tag verteilt mindestens 1,5 l Wasser und Kräutertee Das regt die Verdauung an. Achtung: Alkohol und Kaffee dehydrieren. Danach sollte man ein Glas Wasser trinken.
  • Etwas Bewegung nach der Hauptmahlzeit sollten wir unserer Verdauung gönnen, mindestens 30 Minuten lang. Das regt die Verdauung an und hilft im Übrigen auch beim Stress-Abbau, was ein weiterer Faktor für Verstopfung ist. Denn erst wenn wir auch geistig entspannt sind, kann unser Darm richtig arbeiten.
  • Die Bitterstoffe und ätherischen Öle der Lorbeerblätter machen sie zu echten Magenfreunden. Sie sorgen dafür, dass beispielsweise bei üppigen Mahlzeiten kein Völlegefühl aufkommt. Zugleich regen Lorbeerblätter die Verdauung an, indem sie die Magensaftproduktion anregen und so Verstopfung und Krämpfen vorbeugen. Deswegen empfehlen Heilkundler bei Magen-Darm-Problemen, beim Kochen ein bis zwei Lorbeerblätter zum Essen.

Lorbeerblätter gegen Verstopfung

+

  • Weichen Sie abends 5 Dörrpflaumen oder 5 getrocknete Feigen in 1 Tasse mit lauwarmem Wasser ein. Decken Sie die Tasse zu und lassen Sie sie bei Zimmertemperatur über Nacht stehen. Am nächsten Morgen kauen Sie die aufgeweichten Feigen oder die Pflaumen intensiv und trinken das fruchtige Wasser nach.
  • Apfelessig enthält Aminosäuren und Enzyme, welche die Verdauung anregen, die Entgiftung unterstützen und unsere Darmflora stärken. Dazu rühren Sie 1 EL Apfelessig in 200 ml Wasser und trinken dies täglich morgens auf nüchternen Magen. Das stärkt zugleich auch unser Immunsystem. Wenn Ihnen das zu bitter ist, können Sie etwas Apfelsaft oder Honig dazugeben.
  • Rühren Sie 1 Teelöffel zerstoßenen Flohsamen (erhältlich in der Apotheke) in 1 Tasse heißes Wasser ein. Lassen Sie das Ganze 2 Stunden ziehen und geben dann etwas Honig und Zitrone dazu.
  • Gießen Sie abends vor dem Zubettgehen 1/4 Liter Leitungswasser oder stilles Mineralwasser in ein Glas und lassen Sie es zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen. Am nächsten Morgen trinken Sie dieses Glas mit dem abgestandenen Wasser direkt nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen.
  • Trinken Sie über mehrere Tage hinweg jeden Tag jeweils 1/2 Liter Salbeitee. Stellen Sie morgens 1/2 Liter kaltes Wasser in einem Topf auf die Herdplatte und rühren Sie 1 gehäuften EL getrocknete Salbeiblätter (Apotheke, Reformhaus, Drogerie) ein. Bringen Sie das Ganze nun zum Kochen und lassen Sie es dann genau 3 Minuten kochen. Vorsicht, gehen Sie nicht vom Herd weg, denn es schäumt. Trinken Sie den Salbeitee aus einer Thermoskanne in 3 Portionen über den Tag verteilt.

Salbei gegen Verstopfung

+

  • Versuchen Sie es mit Mate-Tee. 2 TL Mateblätter werden mit einer Tasse kochendem Wasser aufgegossen. Nicht mehr als 3 Minuten ziehen lassen. Davon trinken Sie 3 Tassen über den Tag verteilt.
  • Essen Sie morgens auf nüchternen Magen 1 Becher probiotisches Joghurt, in welchen Sie 1 EL Weizenkleie unterrühren.
  • Trinken Sie mehrmals am Tag 1 Glas Sauerkrautsaft oder kauen Sie 3 Mal täglich 1 Esslöffel rohes Sauerkraut.
  • Nehmen Sie morgens auf nüchternen Magen 1 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl.
  • Kefir enthält Bitterstoffe, die der Verdauung auf die Sprünge helfen und Verstopfung beseitigen helfen. Bis die Wirkung gegen die Verstopfung einsetzt, vergeht etwa eine halbe Stunde. Es empfiehlt sich deshalb Kefir schon vor einer Mahlzeit zur Verdauungseröffnung einzunehmen. Kefir gibt es heute in jedem Supermarkt.
    +

Wer unter Verstopfung leidet und bereits viele Hausmittel und Ernährungstricks ohne Erfolg angewendet hat, der sollte einen erfahrenen Arzt um Abklärung seiner gesundheitlichen Störung bitten.

Freuen Sie sich schon auf den 2. Teil, wo es noch weitere Hausmittel gegen Verstopfung gibt.

Viele Grüße aus Beeskow

Ihre

Manuela Möckel

+

Bildquelle Artikelbild: Sigrid rossmann / pixelio.de

Gesund leben – Vorsätze für das neue Jahr?

Gesund leben – Vorsätze für das neue Jahr?

Ich grüße Sie recht herzlich, und wünsche Ihnen allen, wenn auch etwas verspätet, ein gesundes neues Jahr. Um Gesundheit soll es auch in meinem heutigen 1. Artikel des neuen Jahres gehen.

„Neun Zehntel unseres Glückes beruhen allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses: Hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut, welcher Art es auch, genießbar.“ Dieser Spruch von Arthur Schopenhauer entdeckt den Kern des Lebensglücks: die Gesundheit. Ohne sie ist kein glückliches Leben möglich und trotzdem zieht man eine ungesunde Lebensweise oft einer ausgewogenen und gesunden Lebensweise vor. Der „innere Schweinehund“ ist zu stark und so gibt es immer mehr Menschen, die unter Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und den darauf resultierenden Erkrankungen leiden.

Dabei ist es verhältnismäßig einfach, ein gesundes Leben zu führen. Die antike Vorstellung der „Diät“ stellt dabei die Grundlage dar: eine ausgewogene Ernährung (keine „Diät“ im heutigen Sinne, diese führt nur zum altbekannten Jojo-Effekt), ausreichend Bewegung und eine ausgeglichene Lebensweise. Ich möchte Ihnen hier und heute zum Start in das neue Jahr einige hilfreiche Tipps an die Hand geben, wie Sie Ihren Körper und ebenso Ihre Seele in ein gesundes Gleichgewicht bringen können.

Ernährung

Ernährung-Ernährungskreis

„Die Nahrung soll Deine Medizin sein und nicht die Medizin Deine Nahrung.“ wusste schon Hippokrates vor mehr als zweitausend Jahren. Und wie wichtig die Ernährung für die Gesundheit ist, sieht man in der heutigen Zeit besonders deutlich. Übergewicht wird immer mehr zu Volkskrankheit, ebenso wie Diabetes und erhöhte Blutfettwerte.

Viele Erkrankungen entstehen aus einer mangelhaften oder ungesunden Ernährung und können somit durch eine Ernährungsumstellung effektiv behandelt werden. Besonders Fast Food und Fertiggerichte haben einen zerstörerischen Einfluss auf unsere Gesundheit. Das bedeutet zwar nicht, dass diese grundsätzlich verboten sind, aber sie sollten nur in Ausnahmefällen genossen werden.

+
Sich gesund zu ernähren ist etwas sehr individuelles, einige Grundregeln sind aber allgemein gültig:

  • Trinken Sie ausreichend Wasser (2-3 Liter täglich).
  • Ernähren Sie sich fettarm (aber nicht fettlos, denn Fett ist ein primärer Energielieferant und darum lebensnotwendig).
  • Trinken Sie wenig Alkohol (geringe Mengen Alkohol haben sich als gesundheitsfördernd besonders für das Herz-Kreislaufsystem erwiesen).
  • Meiden Sie Nikotin (Studien haben ergeben, dass Menschen, die Langzeitraucher sind, mehr als 20 Jahre früher sterben als der Durchschnitt).

Die individuelle Ernährung muss sich noch nach weiteren Gesichtspunkten richten. Wichtig ist, herauszufinden, ob Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien vorliegen. Sollten diese bestehen, müssen diese Lebensmittel unbedingt gemieden werden, um Beschwerden zu verhindern. Besonders im Fokus steht in den letzten Jahren die Laktoseintoleranz, bei der die in Milchprodukten enthaltene Laktose vom Körper nicht verarbeitet werden kann. Dies führt zu Symptomen wie Übelkeit oder Hautausschlägen. Das Vermeiden milchhaltiger Produkte (heutzutage wird auch eine große Palette laktosefreier Milchprodukte angeboten) ist daher für laktoseintolerante Menschen unerlässlich. Ebenso ist es bei Menschen mit einer Fruktose- oder Histaminintoleranz.

Auch Menschen mit Lebensmittelallergien, wie z.B. gegen Äpfel oder Nüsse, die relativ häufig als sogenannte Kreuzallergien auftreten, müssen die Produkte strikt meiden. Sprechen Sie also vor einer Ernährungsumstellung, wenn Sie diese aufgrund bestehender Beschwerden durchführen, mit einem Allergologen.

Für gesunde Menschen gelten diese Einschränkungen nicht. Sie sollten in erster Linie darauf achten, dass Ihre Ernährung ausgewogen ist. Mehrere Portionen Obst und Gemüse am Tag sowie Vollkornprodukte sollten die Basis bilden. Eiweißhaltige Lebensmittel (je nachdem ob sie Vegetarier oder sogar Veganer sind pflanzlich oder tierisch) sind ebenso wichtig.

Achten Sie darauf, möglichst wenige Produkte mit Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen oder künstlichen Farbstoffen zu sich zu nehmen. Auch Produkte mit einem hohen Zuckergehalt (gemeint ist damit raffinierter Zucker) sollten nur in geringen Maßen gegessen werden.

+
Bewegung

Gesund leben - BewegungAusreichend Bewegung ist nicht nur wichtig um Übergewicht zu vermeiden, sondern beugt auch Knochenerkrankungen sowie Befindlichkeitsstörungen vor und sorgt für den seelischen Ausgleich.

Es muss dafür kein Leistungssport betrieben werden. Denn auch hier gilt wieder das Stichworte der „Ausgewogenheit“. Frei nach dem Motto „Was gequält wird, geht kaputt.“ sollte man seinem Körper nur so viel zumuten, wie er auch verträgt. Ein eher unsportlicher Mensch muss also nicht gleich zur Sportkanone werden, um ein gesundes Maß an Bewegung zu erreichen. Fangen Sie langsam an, z.B. mit ausgedehnten Spaziergängen mehrmals in der Woche, und steigern Sie dann Ihre Leistung, wie Sie es für angemessen halten. Hauptsache, Sie gönnen Ihrem Körper ausreichend Bewegungs- und Ruhezeiten. Denn ein Körper im Gleichgewicht ist ein gesunder Körper.

+

Vorsorge

Eine fernöstliche Weisheit besagt: „Die Weisen heilen, was noch nicht krank ist.“

Der Westen begeht leider immer wieder den Fehler, umgekehrt zu handeln. Doch langsam setzt sich auch hier die Überzeugung durch, dass es besser ist, die Gesundheit zu erhalten, statt die Krankheit zu behandeln. Wichtig ist dabei die Vorsorge. Mit einer ausgeglichenen Ernährung und ausreichend Bewegung haben Sie schon einmal zwei wichtige Punkte der Gesundheitsvorsorge erfüllt. Weitere Pfeiler sind regelmäßige Grund- und Vorsorgeuntersuchungen, die nicht nur frühzeitig mögliche Krankheiten erkennen können, sondern Ihnen auch ein beruhigtes Gefühl in Bezug auf Ihren Körper geben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Vorsorge betrifft das Seelenleben. In Zeiten des „Burnout“ ist es extrem wichtig, sich um sein seelisches Gleichgewicht zu kümmern. Wenn schon erste Anzeichen von negativem Stress oder Überforderung erkannt werden, kann dieser von Grund auf vermieden und behandelt werden, z.B. durch Entspannungstechniken wie Qi Gong, autogenes Training oder Yoga.

Das frühzeitige Erkennen dieser Missstände setzt aber eine gesunde Selbstreflexion voraus, die nur durch seelische Gesundheit erreicht werden kann. Oft helfen schon feste und ritualisierte Entspannungszeiten, wie Spaziergänge oder ein Nickerchen in der Mittagspause, um den Kopf frei zu bekommen und Stress zu vermeiden. Außerdem ist ein geregelter Tagesablauf von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit. Genügend Schlaf ist für die körperliche und auch seelische Verfassung äußerst wichtig. Ein stetiger Tagesrhythmus ebenso.

Sollte der seelische Stress trotzdem Überhand nehmen, ist es wichtig, ihn radikal auszuschalten, im beruflichen Bereich ist notfalls ein Berufswechsel notwendig, um stressbedingte Krankheiten zu vermeiden. Denn ist erst die Seele krank, liegen z.B. Depressionen oder ein Burnout vor, nimmt eine Behandlung und Heilung sehr viel Zeit in Anspruch. Wesentlich mehr als bei der Vorsorge zur Vermeidung der Erkrankung notwendig gewesen wäre.

Wie Sie sehen, ist es grundsätzlich nicht schwer, ein gesundes Leben zu führen, man muss nur wissen wie und die Stärke besitzen, diesen Weg zu gehen.

Gesundheitliche Grüße

Ihre

Manuela Möckel

 

+

++

Zivilisationskrankheiten – Gesunde Ernährung ist der Schlüssel

Zivilisationskrankheiten – Gesunde Ernährung ist der Schlüssel

Zivilisationskrankheiten weiten sich immer mehr aus

Laut WHO sind bei 60 % aller Todesfälle in der ganzen Welt Zivilisationskrankheiten der Grund. Ganz oben auf der Liste stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Schlaganfall und auch Stoffwechselerkrankungen wie Zuckerkrankheit oder Gicht sind häufig verbreitet.

Aber auch Allergien, Krebs, Übergewicht und die damit verbundenen Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören zu den Zivilisationskrankheiten. Diese zerstören unsere Lebensqualität und können unsere Lebenserwartung verkürzen. Zahlreiche Zivilisationskrankheiten und Gesundheitsstörungen lassen sich im Wesentlichen auf Ernährungsfehler zurückführen: Vorbeugen, ist in jedem Alter sinnvoll.

Übergewicht ist zum großen Teil an der Entstehung von Zivilisationskrankheiten beteiligt. In Deutschland sind immerhin ca. 37 Millionen Erwachsene und sogar rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig oder adipös. Heutzutage leidet ein Viertel der Erwachsenen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Bluthochdruck. Es gibt rund 7 Millionen Diabetikerinnen und Diabetiker (9 von 10 Betroffenen Diabetes Typ 2). Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet an chronischen Rückenschmerzen.
+

Wie entsteht Übergewicht?

Übergewicht ist die Folge einer zu hohen Energiezufuhr und eines zu niedrigen Energieverbrauchs. Unsere falsche Ernährung  ist eine wichtige Ursache von Zivilisationskrankheiten. Fertiggerichte, Fastfood, Tiefkühlpizza, Kartoffelchips. Limonade und Cola stehen bei den meisten viel zu häufig auf dem Speiseplan. Häufig ist die Ernährung zu reich an Salz und gesättigten Fettsäuren. Besonders ungesund sind Süßigkeiten und Knabbereien, weil diese eine ungeheure Anzahl Kalorien haben. Was ist die Folge? Riesige Energiemengen werden gegessen, ohne dass ein Sättigungsgefühl entsteht und die nicht verbrauchte Energie wird dann als Fettreserve im Körper „gespeichert“. Es gab dazu einen höchst interessanten Hörbeitrag „Moderne Ernährung und Zivilisationskrankheiten“ vom Münchner Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Hans Hauner im Deutschlandradio.

Übergewicht Risiko Zivilisationskrankheiten

Es ist nun mal Realität, damit unser Essen, wenn es durch die Lebensmittelindustrie „veredelt“ wurde, häufig kein „Lebens“-Mittel mehr ist und dass unser Essen durch zu langes Kochen und Warmhalten oder auch durch das Erwärmen in der Mikrowelle das Beste verloren hat. Es werden viel zu oft Fertigprodukte auf den Tisch gebracht, und der Rat „5x pro Tag Obst und Gemüse“ überfordert uns praktisch. Zu einem Stück Obst oder Gemüse anstatt zum Schokoriegel zu greifen, ist gar nicht so schwer. Vielen Menschen ist gar nicht (mehr) bewusst, wie schmackhaft ein Apfel, eine Birne oder eine Tomate sein kann. Wer dann noch ab und zu auf das Schweinefleisch zugunsten von Fisch oder Geflügel verzichtet, ist schon auf einem guten Weg.

Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche – nicht durch die Apotheke.

Sebastian Kneipp

+
Was ist genau ist eigentlich „gesunde Ernährung“?

In unserem reichhaltigen Lebensmittel-Angebot fällt die Orientierung einem wirklich nicht leicht. Und die vielen, vielen Ernährungsempfehlungen in den Medien können manchmal schon sehr verwirrend auf einen wirken – und dann stellt man sich oft die Frage; wie soll man sie im Alltag anwenden? Aber ganz ehrlich, so kompliziert ist es nämlich gar nicht. Man muss ja nicht alle Einzelheiten im Kopf haben, sondern sich einfach nur an einige wesentliche Regeln halten.

Mit einer Ernährungsumstellung können wir ganz gezielt den Zivilisationskrankheiten vorbeugen:

Es gibt ein paar einfache Regeln, denen wir bei unserer Ernährung Beachtung schenken sollten, um Stoffwechselerkrankungen oder Krebs vorzubeugen. Wenn man sich daran hält, haben wir schon ganz viel für unsere Gesundheit gemacht:

  1. Essen Sie fünfmal am Tag Obst und Gemüse
    +
  2. weniger Fett, weniger Zucker und weniger Salz
  3. Verzehren Sie reichlich Getreideprodukte, möglichst aus Vollkorn, Kartoffeln, Nudeln oder Reis
    +
  4. Milch und Milchprodukte liefern die tägliche Menge Calcium
    +
  5. Ein- bis zweimal pro Woche sollte Fisch auf den Tisch
  6. Verzehren Sie Fleisch und Fett in Maßen
    +
  7. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter kalorienarme oder kalorienfreie Getränke am Tag
    +
  8. Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt und essen Sie abwechslungsreich und bunt
    +

Wenn wir einsehen und erkennen, dass unsere Ernährungsgewohnheiten der Grund sind, haben wir die Chance, unsere Ernährung von einem Tag zum anderen zu verändern. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen und reichlich Bewegung sind die Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit in jedem Alter.

Quellen: www.tk.dewww.diabetesstiftung.dewww.diabetes-news.de,  www.daserste.dewww.gbe-bund.dewww.euro.who.int

Bleiben Sie gesund!
Ihre

Manuela Möckel

+
+

+

+

Diabetes Typ 2 – wie man den vorbeugen kann

Diabetes Typ 2 – wie man den vorbeugen kann

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland leben mit Diabetes. Früher bezeichnete man den Diabetes Typ 2 auch als „Altersdiabetes“, aber inzwischen sind Personen aller Generationen davon betroffen, auch Kinder und Jugendliche. Experten des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) gehen davon aus, dass die Anzahl der Erkrankungen weiter ansteigen wird.

Als Ursachen werden Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Cholesterinwerte und Bluthochdruck genannt. Es gibt zwar eine vererbte Veranlagung für einen Diabetes Typ 2. Allerdings liegt es auch an jedem von uns selbst, ob sich diese Krankheit entwickelt. Denn viele Risikofaktoren lassen sich durch einen gesunden Lebensstil ausschalten.
+

Viele Menschen haben Diabetes, ohne dass sie es wissen

Denn Diabetes Typ 2 tut nicht weh und kann sich so über viele Jahre hinweg still und leise entwickeln. Ein Typ-2-Diabetes zeigt lange Zeit keine Beschwerden, das ist die Erklärung, weswegen er oft viele Jahre unentdeckt bleibt. Ob man ein erhöhtes Diabetes-Risiko hat, kann man mit dem Online-Fragebogen vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung prüfen. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat diesen Fragebogen entwickelt, der das Risiko angibt, innerhalb der nächsten 5 Jahre an einem Typ 2 Diabetes zu erkranken. Der Test ist online abrufbar.

Alle die ein erhöhtes Diabestes-Risiko haben, können den Ausbruch durch eine Veränderung ihrer Lebensgewohnheiten verzögern – oder bestenfalls sogar ganz verhindern. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen z.B. aus den USA und aus Finnland. Diese Untersuchungen zeigen, dass einfach umsetzbare Maßnahmen unseren Stoffwechsel günstig beeinflussen – und das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken um mehr als die Hälfte verringern.

Schon mit kleinen Veränderungen an unserem Lebensstil könnten wir das Risiko senken, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
+

Buchempfehlung:

Buchempfehlung bei Diabetes Typ 2: Die 50 besten Blutzucker-Killer

Farbenfroh gestaltet überzeugt das Buch von Sven-David Müller durch seinen gelungenen Aufbau, das übersichtliche Layout, anschauliche Tabellen, Fotos und die immer wieder eingestreuten „Killer-Tipps“. Man wird von einer erstaunlichen Informationsfülle überrascht, die weit über das Erwartete hinausgeht: Beispielsweise erfährt man die empfohlene Menge bestimmter Vitamine, wird über versteckte und sichtbare Fette in der Nahrung aufgeklärt und findet Hinweise zur Berechnung des BMI. Spannend zu lesen, dabei immer gut verständlich und auf den Punkt gebracht.

Die wichtigsten Punkte für die Vorbeugung:

  • Überflüssige Pfunde abbauen ist eine der wirksamsten Strategien, einem Diabetes Typ 2 vorzubeugen. Finnische Studien belegen, dass Menschen die mindestens 5% ihres Gewichtes abspecken, ihr Diabetes-Risiko um 70% senken.
    +
  • Gesund essen – gesunde Mischkost mit wenig Kalorien, viel Obst und Gemüse, wenig Zucker, ballaststoffreiche Ernährung, viel Trinken
    +
  • Bereits mäßige sportliche Aktivität hat positive Auswirkung auf den Stoffwechsel.  5 mal 30 Minuten in der Woche genügen. Bestens geeignet sind Ausdauersport und gezieltes Muskelaufbautraining.
    +
  • Regelmäßige medizinische Kontrollen helfen, frühe Alarmsignale wie leicht erhöhte Blutzuckerwerte oder einen erhöhten Blutdruck zu erkennen.
    +

In einer großen Studie wurde nachgewiesen, dass ballaststoffreiche Ernährung auch den Blutzuckerwert günstig beeinflusst. Hinzu kommt, dass Ballaststoffe auch die Blutfettwerte verbessern und, weil sie länger satt machen und auch beim Abnehmen helfen. Nichtsdestotrotz sollten eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht angestrebt und generell mehr Bewegung in den Alltag integriert werden. Denn auch das senkt – neben einer vernünftigen Ernährung – natürlich den Blutzucker.

Für heute verbleibe ich mit vielen gesundheitlichen Grüßen

Ihre

Manuela Möckel

+

Bildquelle Beitragsbild: Dr. Gumpert.de

+

Zivilisationskrankheiten sind immer weiter auf dem Vormarsch

Zivilisationskrankheiten sind immer weiter auf dem Vormarsch

Hallo, schön dass Sie wieder einmal vorbeischauen. Ich hatte ja vor einiger Zeit schon einen Artikel über das Thema Zivilisationskrankheiten geschrieben. Heute nun möchte ich aufgrund vieler Anfragen meiner Leser noch etwas genauer über dieses brisante Thema schreiben.
+

Zivilisationskrankheiten – woher?

Laut der Definition ist eine Zivilisationskrankheit ja eine Wohlstandskrankheit, deren Erkrankungsrisiko von den allgemeinen Lebensverhältnissen abhängt. Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen oder auch Krebs breiten sich kontinuierlich weiter aus. Und sie dehnen sich zunehmend auch schon in den Entwicklungsländern aus. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die nicht mehr allein für die Industrienationen typisch sind. Gemäß den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind heute 60 Prozent aller Todesfälle in der Welt auf Zivilisationskrankheiten zurückzuführen.

Wenn jemand Gesundheit sucht, so muss er erst bereit sein,
in Zukunft die Ursache der Krankheit zu 
meiden,
sonst ist ihm nicht zu helfen.

Sokrates

Die häufigsten Zivilisationskrankheiten sind Herz-Kreislauf-Beschwerden wie z.B. Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise die Zuckerkrankheit oder auch Gicht. Auch Allergien, Krebs, Übergewicht oder Magersucht und Erkrankungen des Bewegungsapparates zählen ebenfalls zu den Zivilisationskrankheiten. Die Kombination von Übergewicht, hohen Blutzuckerwerten, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten bezeichnet man auch als „tödliches Quartett“, im Fachjargon: „Metabolisches Syndrom„. In der westlichen Welt leidet ungefähr jeder vierte Erwachsene am Metabolischen Syndrom und stirbt dann im Durchschnitt vier Jahre eher als ein gesunder Mensch.  Durch unseren Lebensstil könnten wir jedoch zahlreiche Ursachen für Zivilisationskrankheiten abschaffen.

Prognose zum Anstieg von Zivilisationskrankheiten bis 2030 und 2050 gegenüber 2007+

Schauen wir uns doch mal nach und nach an, was wir selbst vielleicht für uns selbst dagegen tun können. Es ist eigentlich wirklich gar nicht so schwer. Wenn jeder so handeln würde, könnte man sicherlich die Zahl der Erkrankungen verringern. Heute soll es um das Thema Bewegung gehen.
+

Bewegungsmangel ist beispielsweise eine der Hauptursachen der Volkskrankheiten

Zivilisationskrankheit - Risikofaktor BewegungsmangelDem Fortschritt sei Dank, von der Fernbedienung bis zum Online-Shopping,  die Technik nimmt uns im Alltag mehr und mehr Wege ab.  Wir fahren mit dem Auto ins Büro, dann sitzen wir acht Stunden am Schreibtisch, und dann verbringen wir den Abend ganz „entspannt“ zu Hause vor dem Fernseher. Seien wir doch mal ehrlich, so sieht doch der Alltag für viele uns aus?

Ein „Büromensch“ verbringt etwa 80.000 Stunden  in seinem Arbeitsleben im Sitzen – das sind über neun Jahre. Die meisten Bundesbürger verbringen ihre Freizeit am liebsten auf dem Sofa, immerhin zwei von drei. Und nur  jeder Fünfte treibt stets regelmäßig Sport. Und auch im Beruf sieht es nicht viel anders aus, so zeigt es eine Studie der Techniker Krankenkasse:  Jeder zweite Berufstätige sitzt den ganzen Tag am Computer.

+
+

Bewegungsmangel macht die Menschen krank

Regelmäßige Bewegung ist insgesamt fördernd für unsere Gesundheit und wirkt sich dadurch praktisch auf alle Zivilisationskrankheiten zweifellos positiv aus. Gewisse Risikofaktoren lassen sich durch Bewegung sogar aufheben, so könnte man beispielsweise durch ein Sportprogramm und auch durch eine Umstellung der Ernährung dem Ausbruch des Diabetes Typ 2 vorbeugen. Ferner profitieren auch Menschen mit Bluthochdruck von Bewegung. Wenn man durch Sport auch nur wenig an Gewicht verliert, kann man aber bereits seinen Blutdruck entscheidend senken. Bei sportlich aktiven Menschen reduziert sich das Risiko für Herz-Kreislaufprobleme oder auch für Infarkte um 30 Prozent.

Förderlich sind vor allem Ausdauer-Sportarten:

  • zügiges Spazierengehen
    +
  • Radfahren
    +
  • Nordic Walking
    +
  • Jogging
    +
  • Schwimmen

Es gibt eine tolle Reportage, die dieses Thema auch genau beleuchtet: Das Steinzeitrezept: Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen

Na dann bis zum nächsten mal, wo wir dann über die nächsten Risikofaktoren sprechen.

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund.
Ihre

Manuela Möckel

+
+

Werbung

Archiv

Hinweis

Die Inhalte auf dieser Seite dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung, Diagnostik und Betreuung durch einen Facharzt oder Heilpraktiker in keinem Fall ersetzen. Auch wenn sie gründlich recherchiert wurden, können und dürfen sie in keinem Fall die Grundlage für eine Selbstdiagnose und Selbstmedikation sein.

Über mich

Hallo, schön dass Sie mich gefunden haben. Mein Name ist Manuela Möckel, ich bin Jahrgang 1970, Mutter von 4 tollen Kindern und ich lebe mit meiner Familie im schönen Beeskow, das liegt in der Nähe von Frankfurt/Oder in Brandenburg. Vor langer Zeit hatte ich wirklich erhebliche Probleme mit meiner Gesundheit und war auf der Suche nach Alternativen! Ich wollte weg von stark wirkenden Arzneimitteln und selbst aktiv etwas für meine Gesundheit tun. Das Thema Gesundheit und was auch immer damit zu tun hat, hat mich schon immer brennend interessiert. Darüber möchte ich erzählen und Ihnen berichten.

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen