Zivilisationskrankheiten – Gesunde Ernährung ist der Schlüssel

Zivilisationskrankheiten – Gesunde Ernährung ist der Schlüssel

Zivilisationskrankheiten weiten sich immer mehr aus

Laut WHO sind bei 60 % aller Todesfälle in der ganzen Welt Zivilisationskrankheiten der Grund. Ganz oben auf der Liste stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Schlaganfall und auch Stoffwechselerkrankungen wie Zuckerkrankheit oder Gicht sind häufig verbreitet.

Aber auch Allergien, Krebs, Übergewicht und die damit verbundenen Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören zu den Zivilisationskrankheiten. Diese zerstören unsere Lebensqualität und können unsere Lebenserwartung verkürzen. Zahlreiche Zivilisationskrankheiten und Gesundheitsstörungen lassen sich im Wesentlichen auf Ernährungsfehler zurückführen: Vorbeugen, ist in jedem Alter sinnvoll.

Übergewicht ist zum großen Teil an der Entstehung von Zivilisationskrankheiten beteiligt. In Deutschland sind immerhin ca. 37 Millionen Erwachsene und sogar rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig oder adipös. Heutzutage leidet ein Viertel der Erwachsenen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Bluthochdruck. Es gibt rund 7 Millionen Diabetikerinnen und Diabetiker (9 von 10 Betroffenen Diabetes Typ 2). Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet an chronischen Rückenschmerzen.
+

Wie entsteht Übergewicht?

Übergewicht ist die Folge einer zu hohen Energiezufuhr und eines zu niedrigen Energieverbrauchs. Unsere falsche Ernährung  ist eine wichtige Ursache von Zivilisationskrankheiten. Fertiggerichte, Fastfood, Tiefkühlpizza, Kartoffelchips. Limonade und Cola stehen bei den meisten viel zu häufig auf dem Speiseplan. Häufig ist die Ernährung zu reich an Salz und gesättigten Fettsäuren. Besonders ungesund sind Süßigkeiten und Knabbereien, weil diese eine ungeheure Anzahl Kalorien haben. Was ist die Folge? Riesige Energiemengen werden gegessen, ohne dass ein Sättigungsgefühl entsteht und die nicht verbrauchte Energie wird dann als Fettreserve im Körper „gespeichert“. Es gab dazu einen höchst interessanten Hörbeitrag „Moderne Ernährung und Zivilisationskrankheiten“ vom Münchner Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Hans Hauner im Deutschlandradio.

Übergewicht Risiko Zivilisationskrankheiten

Es ist nun mal Realität, damit unser Essen, wenn es durch die Lebensmittelindustrie „veredelt“ wurde, häufig kein „Lebens“-Mittel mehr ist und dass unser Essen durch zu langes Kochen und Warmhalten oder auch durch das Erwärmen in der Mikrowelle das Beste verloren hat. Es werden viel zu oft Fertigprodukte auf den Tisch gebracht, und der Rat „5x pro Tag Obst und Gemüse“ überfordert uns praktisch. Zu einem Stück Obst oder Gemüse anstatt zum Schokoriegel zu greifen, ist gar nicht so schwer. Vielen Menschen ist gar nicht (mehr) bewusst, wie schmackhaft ein Apfel, eine Birne oder eine Tomate sein kann. Wer dann noch ab und zu auf das Schweinefleisch zugunsten von Fisch oder Geflügel verzichtet, ist schon auf einem guten Weg.

Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche – nicht durch die Apotheke.

Sebastian Kneipp

+
Was ist genau ist eigentlich „gesunde Ernährung“?

In unserem reichhaltigen Lebensmittel-Angebot fällt die Orientierung einem wirklich nicht leicht. Und die vielen, vielen Ernährungsempfehlungen in den Medien können manchmal schon sehr verwirrend auf einen wirken – und dann stellt man sich oft die Frage; wie soll man sie im Alltag anwenden? Aber ganz ehrlich, so kompliziert ist es nämlich gar nicht. Man muss ja nicht alle Einzelheiten im Kopf haben, sondern sich einfach nur an einige wesentliche Regeln halten.

Mit einer Ernährungsumstellung können wir ganz gezielt den Zivilisationskrankheiten vorbeugen:

Es gibt ein paar einfache Regeln, denen wir bei unserer Ernährung Beachtung schenken sollten, um Stoffwechselerkrankungen oder Krebs vorzubeugen. Wenn man sich daran hält, haben wir schon ganz viel für unsere Gesundheit gemacht:

  1. Essen Sie fünfmal am Tag Obst und Gemüse
    +
  2. weniger Fett, weniger Zucker und weniger Salz
  3. Verzehren Sie reichlich Getreideprodukte, möglichst aus Vollkorn, Kartoffeln, Nudeln oder Reis
    +
  4. Milch und Milchprodukte liefern die tägliche Menge Calcium
    +
  5. Ein- bis zweimal pro Woche sollte Fisch auf den Tisch
  6. Verzehren Sie Fleisch und Fett in Maßen
    +
  7. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter kalorienarme oder kalorienfreie Getränke am Tag
    +
  8. Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt und essen Sie abwechslungsreich und bunt
    +

Wenn wir einsehen und erkennen, dass unsere Ernährungsgewohnheiten der Grund sind, haben wir die Chance, unsere Ernährung von einem Tag zum anderen zu verändern. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen und reichlich Bewegung sind die Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit in jedem Alter.

Quellen: www.tk.dewww.diabetesstiftung.dewww.diabetes-news.de,  www.daserste.dewww.gbe-bund.dewww.euro.who.int

Bleiben Sie gesund!
Ihre

Manuela Möckel

+
+

+

+

Zivilisationskrankheiten – weitere Risikofaktoren

Zivilisationskrankheiten – weitere Risikofaktoren

Heute nun der nächste Artikel zum Thema Zivilisationskrankheiten. Ich möchte heute über einige andere Risikofaktoren, welche Zivilisationskrankheiten auslösen können, schreiben. Weitere Risikofaktoren sind neben ungesunder Ernährung, auch Rauchen, Alkohol und Stress, welche z.B. dann auch Bluthochdruck verursachen können. Allerdings können auch Umweltbelastungen und genauso auch eine genetische Veranlagung als Auslöser von Zivilisationskrankheiten eine ganz wesentliche Rolle spielen. Ganz speziell möchte ich heute einige Gedanken zum Faktor Rauchen, Alkohol und Stress loswerden.

Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel,
sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.

Hippokrates

+
Jährlich sterben mehr als 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens

Rauchen ist abgesehen von Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung einer der größten Risikofaktoren für Krankheiten wie z.B. Krebs, Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich sterben mehr als 100.000 Menschen hierzulande an den Folgen des Rauchens.

Hauptursache der häufigsten Krebsart (Bronchialkarzinom) ist inhalatives Tabakrauchen.

Zvilisationskrankheit Rauchen„Schon kurzzeitiger Kontakt mit Rauch in der Raumluft reizt die Atemwege, und die Augen brennen. Außerdem kann es zu  Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Müdigkeit kommen. Da Passivrauchen das Blutgefäßsystem schädigt, können auch Herzinfarkte oder auch Schlaganfälle entstehen. Schwere Krebserkrankungen wie Lungenkrebs und Brustkrebs gehören ebenfalls zu den möglichen Folgen“, erklärt Dr. Sabine Voermans, Ärztin und Leiterin des Gesundheitsmanagements bei der Techniker Krankenkasse (TK). Wer ständig Tabakrauch ausgesetzt ist, hat ein um bis zu 30 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ungefähr 260 Passivraucher erkranken und sterben jährlich an Lungenkrebs.

Krebs – nicht nur die Lunge ist betroffen

Der Rauch von Zigaretten schadet besonders unsere Atemwege. Bis zu 90 Prozent aller Krebserkrankungen der Lunge,  der Bronchien, der Mundhöhle und des Kehlkopfes werden durch diese „schlechte“ Angewohnheit hervorgerufen. Somit ist das Rauchen für eine Krankheit verantwortlich, die bei uns in Deutschland weit verbreitet ist: An Krebs in Lunge und Bronchien erkrankten im Jahr 2008 in ganz Deutschland rund 190.000 Menschen. Obendrein besteht auch ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs der Leber, der Niere, der Bauchspeicheldrüse, Brust- und Gebärmutterhalskrebs sowie bestimmten Formen der Leukämie.
+

Rauchen fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ungefähr 22.000 Menschen starben 2008 an einem Herzinfarkt, und rund 16.000 Betroffene überstanden einen Schlaganfall nicht. Damit gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems mit zu den häufigsten Todesursachen bei uns in Deutschland. Rauchen ist eine der größten vermeidbaren Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die im Tabakrauch enthaltenen Stoffe machen das Blut dickflüssiger, Blutplättchen verklumpen und es können sich Blutgerinnsel bilden, welche die Blutgefäße verstopfen. Dies wiederum erleichtert am Ende die Entstehung der so genannten Arteriosklerose, die zu Herzinfarkt oder auch zu Schlaganfall führen können.

Alltäglich werden bei uns  in Deutschland ungefähr 263 Millionen Zigaretten konsumiert.
Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel.

Quelle: onmeda.de

+
Alkohol ist in (fast) aller Munde

Zivilisationskrankheit Alkohol

Es ist ganz egal, ob auf der Geburtstagsparty, als Feierabendbier oder auch zu Silvester: Alkohol gehört heutzutage zu vielen gesellschaftlichen Anlässen einfach dazu.

Gegen das eine oder andere Gläschen ist ja auch nichts einzuwenden – allerdings kommt es auf das Maß an. Regelmäßig getrunken, sind auf Dauer auch geringe Mengen Alkohol schädlich.
+

+
+
Fakten:

  • Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt pro Jahr zehn Liter reinen Alkohol.
    +
  • Ca. 4,5 Millionen deutsche sind alkoholabhängig oder betreiben Alkohol-
    Missbrauch. Das sind ca. 5 % der Bevölkerung.
    +
  • Ca. 21 % der Alkoholabhängigen sind Frauen.
    +
  • 45.000 Menschen sterben jährlich an den direkten oder indirekten Folgen
    von übermäßigem Alkoholkonsum.

+
Bei regelmäßigem Dauerkonsum schädigt Alkohol

  • den Vitaminhaushalt im Körper. Alkohol führt dadurch zu Vitaminmangel,
    besonders des Vitamine B-Komplexes.
    +
  • die Verdauungs- und Stoffwechselorgane, vor allem die Leber, die
    Bauchspeicheldrüse und den Magen.
    +
  • das Herz und die Gefäße.
    +
  • die Schleimhäute, auf die der Alkohol stark reizend und entzündungs-
    fördernd wirkt.
    +
  • die Nerven und die Gehirnzellen.

Obendrein steigert Alkohol das Risiko, an Krebs zu erkranken. Da Alkohol dazu noch sehr viele Kalorien enthält, kommt es bei regelmäßigem Alkohol-Konsum häufig zu Übergewicht. 10 bis 20 Prozent der von einem Erwachsenen aufgenommenen Kalorien stammen im Durchschnitt vom Alkohol.
+

Mögliche Folgen können sein:

  • Lebererkrankungen
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Erweiterung des Herzmuskels
  • Magenbeschwerden
  • Auswirkungen auf das Gehirn,
  • Risiko steigt, an Krebs zu erkranken

+
Und zum guten Schluss für heut: …der Stress

Zivilisationskrankheit StressTempo bestimmt heute unser Leben: Leistungs- und Zeitdruck und die ständig wachsenden Anforderungen im Beruf und auch in unserem Privatleben. Stress ist überall um uns herum. Stress ist allerdings nicht nur negativ, er kann auch beflügeln und zu höherer Leistung beflügeln. Häufig machen wir uns aus freien Stücken Stress, weil wir dadurch den notwendigen Kick erhalten oder aber auch um unangenehme Dinge schneller zu erledigen. Nach diesem sogenannten „positivem“ Stress überkommt uns dann oftmals ein Gefühl der Befriedigung. Von „negativem“ Stress spricht man erst dann, sobald der Druck über eine längere Zeit anhält und dann auch das körperliche Wohlbefinden fühlbar darunter leidet.

+

Stress-Symptome, die sich körperlich, geistig und im Verhalten bemerkbar machen:

  • Bluthochdruck, Schwindelgefühle, Herzrasen, Atembeschwerden
    +
  • Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
    +
  • Durchfall, Verstopfung, Magendruck, Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen
    #
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
    +
  • Schlafstörungen
    +
  • Konzentrationsstörungen, Denkblockaden, Vergesslichkeit
    +
  • Nägelkauen, Zähneknirschen, Schluckbeschwerden
    +
  • Ruhe- und Rastlosigkeit, Nervosität
    +
  • chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit

Demnach ist das Entstehen von Zivilisationskrankheiten in großem Maße verhaltensbedingt. Denn durch unseren Lebensstil können wir viele Risikofaktoren von Zivilisationskrankheiten ausschließen.

Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern nur durch Lebenswandel.

Sebastian Kneipp

+
Fazit:

Alkoholgenuss und Rauchen und Stress führen zu einer weiteren Belastung unseres Körpers, auf die er dann mit Krankheiten antwortet. Gesündere Ernährung, mehr Bewegung und weniger Stress sind der Schlüssel für Gesundheit.

So, das soll es heute erst einmal gewesen sein. Ich werde auch noch einen Artikel über den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und den Zivilisationskrankheiten schreiben.

Bis dahin, alles Gute für Sie.

Ihre

Manuela Möckel

+
+

 

Q10 ist lebenswichtig – was ist das überhaupt? – Teil 2

Q10 ist lebenswichtig – was ist das überhaupt? – Teil 2

Vor einigen Tagen hatte ich den ersten Artikel über Q10 geschrieben und wie unverzichtbar dieses Coenzym für bestimmte Körperfunktionen ist. Ein Mangel hat schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Heute nun folgt der zweite Teil:

Die Bedeutung von Q10 für das Herz!

Die Energiegewinnung des Körpers findet in den Mitochondrien, den sogenannten Kraftwerken der Zelle statt. Mit Hilfe dieses Coenzyms wird hier Energie der Nahrung in körpereigene Energie umgewandelt. Um den hohen Energiebedarf zu decken, sind in den Zellen des Herzmuskels besonders viele Mitochondrien vorhanden. Wie viel Energie erzeugt werden kann, hängt unmittelbar von der verfügbaren Menge an Coenzym Q10 ab. Steht nur wenig  zur Verfügung, kann nur wenig Energie erzeugt werden. Eine ausreichende Versorgung mit diesem Coenzym ist also für die normale Funktion des Herzens unerlässlich.

Coenzym Q10 als natürlicher Hautschutz!

Coenzym Q10 ist für die Haut des Menschen existentiell. Ebenso wie alle anderen Zellen des menschlichen Körpers, sind auch die Hautzellen auf eine ausreichende Menge angewiesen, um die notwendige Energie erzeugen zu können. Nur wenn sie über genügend Energie verfügt, kann die Hautzelle richtig funktionieren und ist in der Lage, sich gegen negative Umwelteinflüsse zu schützen. Coenzym Q10 ist hier zweifach wirksam. Zum einen sorgt es für die Energiebereitstellung in der Zelle und gleichzeitig verhindert es oxidativen Stress, indem es freie Radikale neutralisiert und unschädlich macht.

Schutz vor Störungen des Nervensystems durch Q10!

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Erkrankungen des Nervensystems wie etwa die Schüttellähmung Parkinson oder die Hirnfunktionsstörung Alzheimer, im direkten Zusammenhang mit dem durch freie Radikale verursachten oxidativen Stress stehen. Oxidativer Stress kann krankhafte Veränderungen der Zellbausteine nach sich ziehen und den Prozess der Energiegewinnung in den Mitochondrien der Zelle blockieren.

Da Coenzym Q10 in seiner Funktion als Radikalfänger in der Lage ist, oxidativen Stress zu senken, ist anzunehmen, dass es eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems spielen kann. Zusätzlich kann es als Energieaktivator auch einer Abnahme der Energiegewinnung entgegenwirken.

Buchempfehlung:

Ein sehr interessantes Buch über Q10

Ein sehr interessantes Buch über Q10

+
Die Wirkung von Coenzym für LDL und HDL!

Coenzym Q10 hat im Zusammenhang mit Cholesterin mehrere Funktionen. Für das LDL ist es einer der wichtigsten Schutzschilde gegen freie Radikale. Indem es diese neutralisiert, wirkt es dem Ranzigwerden und der Ablagerung des LDL entgegen und kann so eine wichtige Rolle bei der Prävention von Arteriosklerose spielen. Besonders im Zusammenhang einer Behandlung mit cholesterinsenkenden Medikamenten wie Statinen (Lipidsenker) ist dies von herausragender Bedeutung. Da cholesterinsenkende Medikamente als unerwünschte Nebenwirkung die körpereigene Produktion von Coenzym Q10 hemmen, verhindert die zusätzliche Einnahme die Entstehung eines Q10-Mangels.

Coenzym Q10 beugt zweifach vor!

Grundsätzlich schützt die zusätzliche Aufnahme von Coenzym Q10 den Körper vor der Ablagerung von ranzigem LDL und sorgt bei der medikamentösen Absenkung des Cholesterinspiegels dafür, dass dem Körper dennoch ausreichende Mengen des guten HDL Cholesterins zur Verfügung stehen.

Die Bedeutung von Coenzym Q10 bei Diabetes

Die angesprochenen Spätschäden von Diabetes werden durch massiven oxidativen Stress in den Zellen und den wiederholten Glucoseüberschuss im Blut ausgelöst. Es entstehen vermehrt freie Radikale, die letztlich zum Zelltod und irrevisiblen Gewebeschäden führen. Diabetiker haben daher nachweislich starken Mangel und permanent erhöhten Bedarf an Radikalenfängern. Dies konnte mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen werden. Daher war es nur folgerichtig, den Einsatz des Radikalenfängers Coenzym Q10 bei Diabetes in Erwägung zu ziehen.

Die wichtigsten Wirkungen von Coenzym Q10 – die Aktivierung von Energie, der Schutz vor freien Radikalen, die Stabilisierung von Zellmembranen – können der Schädigung des Körpers durch Diabetes entgegen wirken. Ausserdem werden die Zellen, die für die Produktion des Insulins in der Bauchspeicheldrüse verantwortlich sind, durch Coenzym Q10 geschützt. Daher können Diabetiker von einer unterstützenden zusätzlichen Behandlung mit Coenzym Q10 profitieren.

Meine Empfehlung:

Co-Enzym Q10: Besonders reichhaltig für ein gesundes, aktives Herz und leistungsfähige Muskelzellen

Passen Sie auf sich auf!

Ihre

Manuela Möckel

+
+

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe und was bewirken sie?

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe und was bewirken sie?

Wussten Sie, dass Obst und Gemüse mit einer besonderen „Geheimwaffe“  ausgestattet sind?

Heute möchte ich über ein anderes wichtiges Thema schreiben: die sekundären Pflanzenstoffe. Diese sekundären Pflanzenstoffe, welche Obst und Gemüse zu ihrem eigenen Schutz herstellen. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in Pflanzen nur in sehr geringen Mengen vor, weshalb man ihnen lange Zeit keine große Beachtung schenkte.

Noch vor einigen Jahren galten sekundäre Pflanzenstoffe als giftig. Anfang der 90er-Jahre stellte man jedoch fest, dass sie die Gesundheit fördern können. Inzwischen werden sie jedoch als wichtiger Schutzfaktor gegen das Auftreten vieler Erkrankungen angesehen. Sie werden nun, was ihre Nützlichkeit für unsere Gesundheit betrifft, auf eine Stufe mit den Vitaminen, den Mineralstoffen und den Ballaststoffen gestellt. 

Viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, damit sie die Abwehrkräfte verbessern, uns vor Infektionen schützen, unseren Cholesterinspiegel senken können, Gefäßverstopfungen verhindern können und noch viele andere positive Eigenschaften hat. Durch diese positiven Eigenschaften können wir mit Obst und Gemüse dem Krebs und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Aus diesem Grunde wirbt die „5 am Tag-Kampagne“ klipp und klar für einen deutlich größeren Obst- und Gemüseverzehr, als wir Deutschen bis heute erreichen.
+

So wirken die sekundären Pflanzenstoffe:

  • Krebsrisiko senkende Funktion
  • Schutz vor Pilz-, Bakterien und Virenbefall des Körpers
  • Schutz vor freien Radikalen
  • Stärkung des Immunsystems
    +

Sekundäre Pflanzenstoffe – Schutzengel für Pflanze und Mensch

Bislang wurden von den Forschern zirka 30.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe gefunden und davon mehr als 10.000 in Pflanzen, die wir essen können. In allen Obst- und Gemüsearten verbirgt sich eine andere Mischung dieser kleinen Helfer. Die Aufgaben der einzelnen sekundären Pflanzenstoffe sind sehr unterschiedlich. Einige sind für das Wachstum der Pflanze notwendig oder sie dienen als Farb- und Duftstoffe. Andere dagegen bewahren die Pflanzen vor Schädlingen. Auch in unserem Körper steigern diese sekundären Pflanzenstoffe den Schutz vor Erkrankungen.

Unter dem allgemeinen Begriff „sekundäre Pflanzenstoffe“ werden Substanzen sehr verschiedener Zusammensetzung gesammelt. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer Funktionen unterteilt man die sekundären Pflanzenstoffe in verschiedene Gruppen: Polyphenole, Carotinoide, Phytoöstrogene, Glucosinolate, Sulfide, Monoterpene, Saponine, Protease-Inhibitoren, Phytosterine und Lektine.
+

Polyphenole und Flavonoide

sekundäre Pflanzenstoffe - PolyphenoleOft sind es Gerbsäuren, die Lebensmitteln (z.B. schwarzer Tee, Trauben und Wein) den herben Geschmack verleihen. Sie kommen als Farbstoffe aber auch in Kirschen, Aprikosen, Beerenfrüchten und Mispeln vor. Das Wirkungsspektrum der Polyphenole und Flavonoide ist besonders groß. Sie wirken vorbeugend gegen Herzinfarkt und schützen vor Krebs, wirken antioxidativ, entzündungshemmend und stärken unser Immunsystem. Sie sind also ein echtes Highlight in der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.

Sogar Rotwein wird aufgrund der in ihm enthaltenen Polyphenole seit geraumer Zeit eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Bei Traubensaft vermutet man eine ähnliche Wirkung. Der Gehalt an Polyphenolen ist bei Freilandpflanzen höher als bei Pflanzen aus dem Gewächshaus. Viele Flavonoide sind hitzestabil oder entfalten ihre vollen Wirkungen erst, nachdem sie durch das Kochen aus der Zellwand herausgelöst werden. Also darf es statt des rohen Obstes auch ruhig mal der Kompott sein. Rotwein in Maßen genossen, hat wahrscheinlich gefäßschützende Wirkungen.
+

Carotinoide

sekundäre Pflanzenstoffe - CarotinGeläufigster Vertreter der Carotinoide ist das ß-Carotin, das in Möhren, Aprikosen und anderem gelb-orange-farbenem Obst und Gemüse zu finden ist. Carotinoide wirken antioxidativ und anticanzerogen. Außerdem stärken sie das Immunsystem und schützen vor Herzinfarkt. Sie gelten als Schutzfaktor gegen Krebs.
+

Glucosinolate

sekundäre Pflanzenstoffe - GlucosinolateGlucosinolate kommen in vielen Kohlsorten vor. Außerdem sind für den scharfen Geschmack von z.B. Senf, Meerrettich und Kresse verantwortlich. Glucosinolate beugen Infektionen vor und hemmen die Krebsentstehung. Glucosinolate sind nicht sehr hitzestabil. Zwischen 30% und 60% werden beim Kochen zerstört. Daher sollten die Gemüsesorten, die viele Glucosinolate enthalten, vorwiegend roh gegessen werden.
+

Lektine

sekundäre Pflanzenstoffe - LektineLektine sind Eiweißstoffe. Sie kommen vor allem in den Samen der Pflanzen vor. Relativ große Mengen sind in Hülsenfrüchten und Getreideprodukten zu finden. Die positive Wirkung der Lektine scheint darin begründet zu liegen, dass sie den Weg durch unseren Darm unbeschadet überstehen um sich dann an der Darmwand festzusetzen. Ein bekanntes Lektin ist das Phasein aus Bohnen. Dieses ist allerdings giftig für den Menschen, da es zur Verklumpung der roten Blutkörperchen führt. Phasein wird aber beim Kochen komplett zerstört, so dass nur darauf zu achten ist, Bohnen nicht roh zu essen.
+

Phytosterine

sekundäre Pflanzenstoffe - PhytosterinePhytosterine kommen in pflanzlichen Lebensmitteln (Sonnenblumenkernen, Sesamsamen und Sojabohnen) vor. Sie sind chemisch dem Cholesterin ähnlich, was auch ihre Wirkung erklären könnte. Da sie mit dem Cholesterin um die Aufnahme in den Körper konkurrieren, senken sie wahrscheinlich den Cholesterinspiegel. Auch in Hinblick auf Darmkrebs hat man positive Wirkungen bei den Phytosterinen entdeckt. Bei der Raffination der Speiseöle werden die Phytosterine weitgehend abgetötet. Daher sollten zu Salaten bevorzugt kaltgepresste Öle verwendet werden.
+

Saponine

sekundäre Pflanzenstoffe - Saponine Saponine sind Bitterstoffe, die in Sojabohnen, Erbsen, Bohnen, Spinat, aber auch in Rosmarin und Salbei vorkommen. Sie stärken die Immunabwehr, senken den Cholesterinspiegel und reduzieren das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Hülsenfrüchte sind besser als ihr Ruf. Besonders im Winter sollten diese öfter auf dem Speiseplan stehen. Saponine sind zwar relativ stabil gegen Hitzeeinwirkungen, aber sie gehen in das Kochwasser über. Daher das Kochwasser nicht wegschütten, sondern z.B. für die Soßenbereitung benutzen.

Sulfide

sekundäre Pflanzenstoffe - SulfideSulfide kommen in Knoblauch, Zwiebeln und Lauch vor. Sie hemmen u.a. das Bakterienwachstum im Magen, was z.B. das Entstehen der Krebs erregenden Nitrosamine verringert. Problem: Der Knoblauch muss roh gegessen werden, weil die Sulfide sehr schnell verfliegen.

+
+

Fazit:

Sekundäre Pflanzenstoffe haben einen erwiesenen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Zahlreiche Eigenschaften sind jedoch noch unentdeckt. Aus Sorge vor einem Herzinfarkt nur noch Pflanzen zu essen, die sekundäre Pflanzenstoffe enthalten bringt gesundheitlich nichts. Von Bedeutung ist viel mehr die Integrierung möglichst vieler verschiedener Gemüse- und Obstsorten der Saison in die tägliche Ernährung, denn die wichtigen Gesundheitsspender bilden sich erst am Ende der Reifezeit. Roh geerntetes und dann nachgereiftes Obst enthält nur einen Bruchteil der sekundären Pflanzenstoffe. Daher sollten die, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, lieber zum Markt oder direkt zum Erzeuger gehen, statt im Supermarkt das dort häufig angebotene Treibhausgemüse zu kaufen. Denn dies wird tatsächlich meist unreif geerntet.

Es gibt auch sehr interessante und empfehlenswerte Bücher bei Amazon. Ich möchte Ihnen hier mal eins empfehlen.

Die neue Vitamin-Bibel: Vitamine – Bausteine für ein gesundes, langes Leben

+
Viel Spaß beim Schmökern!

Na dann, bis demnächst.

Ich freue mich auf Sie.
Ihre

Manuela Möckel

+
+

 

+
Wissen Sie was Zivilisationskrankheiten sind???

Wissen Sie was Zivilisationskrankheiten sind???

Ich begrüße Sie recht herzlich, schön dass Sie wieder einmal hier vorbeischauen. Immer häufiger begegnet uns in unserem Alltag der Begriff Zivilisationskrankheiten. Aber was ist das eigentlich, was verstehen wir darunter?

Als Zivilisationskrankheiten bezeichnen wir heutzutage Krankheiten, die häufig in einem sehr engen Zusammenhang mit unseren heutigen Lebensgewohnheiten steht, denn sie kommen vor allem in den Industrieländern vor. Die Errungenschaften unserer Gesellschaft, allen voraus eine verbesserte Körperpflege, eine sichere Nahrungsversorgung, aber ebenfalls der medizinischer Fortschritt haben dazu geführt, dass zahlreiche Krankheiten, die in früher sehr häufig waren, heute deutlich seltener auftreten und vor allem seltener zum Tode führen.

Gleichzeitig nahm die Häufigkeit von Krankheiten zu, die man in damals kaum kannte. Zivilisationskrankheiten entstehen nicht durch die Zivilisation selbst, sondern werden durch unseren teilweise sehr ungesunden, keineswegs vernünftigen Lebensstil herbeigeführt, z.B. durch wenig oder keine Bewegung oder Überernährung.
+

Zivilisationskrankheiten – es gibt keine vollständige Übersicht

Folgende Krankheiten werden allerdings oft  unter diesem Begriff genannt:

  • Karies
  • Herz- und Gefäßkrankheiten
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht und Adipositas
  • manche Allergien
  • einige Krebsarten (z. B. Lungenkrebs, Darmkrebs)
  • einige Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis, Akne)
  • Depression
  • Verstopfung
  • Demenz
    +

Vielen weiteren Krankheiten wird ein Zusammenhang mit den in den Industrieländern herrschenden Bedingungen nachgesagt,  zumal dies noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist.

Zivilisationskrankheiten – Risikofaktoren für das Auftreten sind:

  • Zuckerkonsum (Süßigkeiten, Lebensmittel, Getränke)
  • Zigarettenrauch/Nikotin
  • Alkohol
  • Bewegungsmangel
  • Über- und Fehlernährung
  • Umweltgifte
  • Stress
  • soziale Faktoren (z. B. Arbeitslosigkeit)
  • übertriebene Hygiene
    +

Eine Grafik der Techniker Krankenkasse zeigt die voraussichtliche Zunahme ausgewählter Zivilisationskrankheiten bis zu den Jahren 2030 bzw. 2050.

Prognose zum Anstieg von Zivilisationskrankheiten bis 2030 und 2050 gegenüber 2007+

Es ist wirklich merkwürdig! Trotzdem die medizinische Forschung beständig Fortschritte macht, werden die Menschen immer kränklicher. In Anbetracht neuester Ergebnisse der Weltgesundheitsorganisation WHO sind
80 % aller Beschwerden auf unsere ungesunde Lebensweise und die ungünstigen Umwelteinflüsse zurückzuführen. Also genau genommen sind es vor allem die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, welche die Statistik nach oben treiben.

Und da nächste Paradoxon ist, dass wir in einer Luxusgesellschaft leben und trotzdem offenbar mangelernährt sind! Aber das gehört woanders hin. Das soll es für heute erstmal wieder gewesen sein.

Bis zum nächsten Mal
Ihre

Manuela Möckel

+
+

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen