Beeren – gesund und lecker Teil 1

Beeren – gesund und lecker Teil 1

Liebe Leser und Leserinnen, nach einem langen Winter ist endlich wieder der Sommer im Anmarsch und Sommerzeit ist Beerenzeit. Bis weit in den Herbst hinein beschenkt uns die Natur reichlich mit Beeren der verschiedensten Art. Bereits die Steinzeitmenschen sammelten und aßen Beeren. Angebaut und kultiviert wurden sie aber erst verhältnismäßig spät. Heute noch wachsen viele Beeren wild, aber es ist sehr ratsam, dass man diese nur gründlich gewaschen oder gekocht isst. So könnte zum Beispiel der Fuchsbandwurm mit den rohen Früchten in unseren Körper eindringen. Heutzutage kommt viel Beerenobst von Obstplantagen – Erdbeer- oder Blaubeerfelder sind keine Seltenheit. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Anbau ohne Verwendung von Pestiziden oder anderer Schadstoffe erfolgt.
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Beeren sind richtige Vitalstoffbomben

Sie haben häufig auch eine nachweisbar medizinische Wirkung. Wer beispielsweise an einer Krebserkrankung erkrankt ist, kann seinen Körper durch den Konsum von verschiedenen Beeren helfen. Auch beim Kampf gegen Übergewicht können sie eine große Hilfe sein. Zuerst wären da wohl unsere Erdbeeren zu nennen. Darüber habe ich ja bereits einen Artikel geschrieben, den Sie sich gern noch einmal durchlesen können.
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Beeren - gesund und lecker - JohannisbeerenAls zweites möchte ich unsere hiesigen Johannisbeeren erwähnen. Sie sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern nebenbei auch noch sehr gesund. Wegen des hohen Anthocyan-Gehaltes in den schwarzen Johannisbeeren sind diese z. B. gegen Altersdemenz, Alzheimer usw. prima geeignet. Alle Johannisbeeren (ob rot, schwarz oder weiß) haben einen extrem hohen Vitamin C-Gehalt. Getrocknete Johannisbeerblätter helfen als Tee aufgegossen bei diversen Infekten, aber auch bei rheumatischen Beschwerden. Sie wirken antioxidativ, harntreibend und stärken das Immunsystem.
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Beeren - gesund und lecker - HimbeerenSchon die Steinzeitmenschen haben sich an Himbeeren erfreut. Auch Hildegard von Bingen hat Himbeeren als gesundes Obst und Heilmittel geschätzt. Somit zählen sie mit zu den ältesten Kulturfrüchten. Himbeeren bestehen überwiegend aus Wasser, enthalten aber auch Ballaststoffe. Sie haben einen sehr hohen Gehalt an Eisen. Eisen benötigt der Körper zur Blutbildung. Außerdem sind auch Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor in den leckeren Beeren enthalten.

Die Früchte weisen einen Vitamin C-Gehalt von 25 mg auf 100 g auf. Ferner enthalten sie Vitamin A, Rutin und viel Biotin, das beispielsweise für Glanz und Fülle unserer Haare sorgt. Die Blätter enthalten Gerbstoffe und wirken somit bei Durchfall. Aber auch zur Behandlung der Mundschleimhäute eignen sich Himbeer-Blätter hervorragend. Leider spielen heutzutage die Blätter in der Heilkunde kaum noch eine Rolle, man findet sie aber noch als Zusatz in Teemischungen zur Blutreinigung, ebenso wie Brombeerblätter.
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Beeren - lecker und gesund - HeidelbeerenHeidelbeeren (im Volksmund auch Blaubeere) schmecken nicht nur richtig lecker, sie stecken auch voller wertvoller Inhaltsstoffe, wie alle Beeren. Dass Heidelbeeren wirksam gegen Durchfall sind, wissen sicher viele schon. Für diese Wirkung sind die Gerbstoffe in den Früchten verantwortlich. Den Heidelbeerextrakt bekommen Sie u. a. in Kapselform in der Apotheke.

Auch die reichlich enthaltenen Vitamine C und E machen sie zu einem echten Beauty-Food. Vitamin C kurbelt die Kollagen-Produktion an, das polstert unsere Haut gewissermaßen von innen auf. Vitamin E gilt bereits seit langem als Schönheits-Vitamin. Beide Vitamine zählen außerdem zu den Antioxidantien, die dabei helfen, freie Radikale abzufangen und das Immunsystem stärken.
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Brombeeren sind VitaminbombenDie Brombeere ist eine der ältesten Heilpflanzen. Sie enthalten viel Vitamin A und C und Kalium. Brombeerblätter eignen sich für einen schmackhaften Tee – dieser hilft gegen Grippe und Erkältungen. Brombeerblätter enthalten Gerbstoffe, deshalb kann ein Aufguss aus Brombeerblättern entzündungshemmend wirken und bei Durchfall helfen.

Bei Halsentzündungen, Heiserkeit und Zahnfleischentzündung kann man mit einem Aufguss aus den Blättern gurgeln. Darüber hinaus sind Brombeeren in der Lage Kupfer zu binden. Eine erhöhte Konzentration an Kupfer kann zu nervöser Unruhe führen. Die Früchte bieten somit einen guten Schutz für unser Immunsystem und kräftigen auch das Bindegewebe. Es gibt Studien, die zeigten, dass Brombeeren Darmkrebs, Leberkrebs und Lungenkrebs vermeiden helfen.
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Beeren - lecker und gesund - StachelbeereDie Stachelbeere gibt es in sehr vielen Sorten, mit gelben, roten grünen und weißen Früchten, die zum Teil sehr sauer schmecken. Die Stachelbeere enthält Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Sie sind reich an Silizium und somit gut für das Bindegewebe. Ferner werden ihr noch folgende Eigenschaften zugeschrieben: Entgiftend für Schwermetalle, darmreinigend, entwässernd und haarwuchsfördernd.
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Holunder - Hausmittel bei VerstopfunfDie heilende Wirkung von Holunderbeeren (auch Fliederbeeren genannt) ist schon seit vielen hundert Jahren bekannt. Wohlbekannt ist vor allem die Wirkung bei Erkältungen und grippalen Infekten. Wer kennt nicht den heißen Holundersaft bei Fieber oder auch die Schwitzkur mit einem Tee aus Blüten oder getrockneten Beeren.
Sie stärken unser Immunsystem z. B. durch viel Vitamin C. Die enthaltenen Flavonoide helfen, das Histamin (verantwortlich für Allergien) unschädlich zu machen. Außerdem stecken mehrere B-Vitamine in beachtlichen Mengen in den Früchten, das ist gut für unser Gehirn und unser Nervensystem.
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Beeren - lecker und gesund - PreiselbeereDie Preiselbeere fand erst in neuerer Zeit Verwendung in der Volksheilkunde. Zu den Vorzügen der Preiselbeere gehört, dass sie sehr kalorienarm ist. Fast in keiner anderen Frucht findet man einen derartig reichen Gehalt an Vitamin A, E und C, was für unseren Körper so wichtig ist. Deshalb wirken Preiselbeeren ideal gegen die so genannten freien Radikale.

Besonders wenn man Probleme mit der Blase oder den Nieren hat, sollte man auf Preiselbeeren in Form von Saft, Trockenfrüchten oder eingemachten Früchten zurückgreifen. Man kann Tee aus Preiselbeerblättern auch gegen Rheuma und Gicht einsetzen.
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Buchempfehlung:

Die Heilkraft der Beeren: Entzündungshemmend - Gefäßstärkend - Krebsvorbeugend von Margarete Dreßler

Das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Im zweiten Teil werde ich Ihnen dann noch einige Beeren vorstellen.

Bis dahin, bleiben Sie gesund.

Ihre

Manuela Möckel

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Aminosäuren – unterschätzt, vergessen, neu entdeckt

Aminosäuren – unterschätzt, vergessen, neu entdeckt

Aminosäuren spielen als Bausteine eine lebenswichtige Rolle

Noch vor einigen Jahren haben sich weder Ernährungswissenschaftler noch Ernährungsmediziner mit Proteinen und insbesondere mit den Aminosäuren beschäftigt. Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe, bestimmte Fettsäuren und die sekundären Pflanzenwirkstoffe weckten ein deutlich intensiveres Interesse. Dabei sind die Aminosäuren aber für eine große Vielzahl von Stoffwechselprozessen in unserem Körper unverzichtbar und sollten deshalb auch immer in optimaler Menge und in passender Zusammensetzung vorhanden sein.

Je nach Alter und körperlicher Verfassung benötigt unser Organismus Aminosäuren in unterschiedlicher Menge, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Das Wort Protein stammt aus dem griechischen “proteios” und bedeutet “grundlegend”. Proteine sind unentbehrlich für Wachstum und Wiederherstellung von Gewebe, insbesondere Muskeln, Knochen, Haut und Haare.

Was heißt essentielle und nicht essentielle Aminosäuren?

Nicht alle Aminosäuren, die für unseren Stoffwechsel lebensnotwendig sind, kann unser Körper selber aufbauen. Diejenigen, die regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, bezeichnet  man als essentielle = lebenswichtige Aminosäuren. Dazu zählen: Histidin, Leucin, Methionin, Cystein, Threonin, Valin, Isoleucin, Lysin, Phenylalanin, Thyrosin und Tryptophan.

Als nicht essentiell werden Aminosäuren bezeichnet, wenn der Körper diese selbst aufbaut. Zu den nicht essentiellen Aminosäuren gehören: Alanin, Asparagin, Glutamat, Glycin, Serin, Arginin, Aspartat, Glutamin und Prolin. So wie aus den Buchstaben des Alphabetes unzählige Wörter und Begriffe entstehen, so baut unser Körper aus der Vielfalt des Eiweißangebotes Kombinationen von Proteinen auf.

So unterscheiden sich beispielsweise die Eiweißsubstanzen des Fleisches und der Milch von denjenigen der Getreide, Sojabohnen und Nüsse. Sie werden grob in Proteine tierischer und pflanzlicher Herkunft unterteilt.

Überblick Aminosäuren

Was leisten Aminosäuren im Organismus?

Aminosäuren sind unentbehrlich für den reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselvorgänge. Ohne Aminosäuren ist jeder unserer Muskeln zum Stillstand verurteilt, da eine Muskelkontraktion ohne Proteine nicht möglich wäre. Aminosäuren sorgen im Bindegewebe für den Transport von Hämoglobin, Sauerstoff, Vitaminen und Mineralstoffen. Unterschiedliche Kombinationen von Aminosäuren üben Hormonfunktionen aus.

Für die Optimierung des Stoffwechsels ist es bedeutsam, dass bestimmte Aminosäuren in ausreichender Menge vorhanden sind.

Nachfolgend eine Beschreibung der wichtigsten Aminosäuren:

L-Arginin ist die Nr. 1 unter den Aminosäuren

Arginin ist die wichtigste Aminosäure im Stoffwechsel. Sie wird in der Medizin zum Beispiel erfolgreich verwendet bei der Behandlung von Haarausfall, Arteriosklerose, Diabetes, Tinnitus, Bluthochdruck, grauer Star und Schwächen des Immunsystems. Lebensmittel mit einem hohen Arginingehalt sind Kürbiskerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Walnüsse, Erbsen, Hähnchenbrustfilet, Lachs und Hühnereier.

Die Aminosäure Arginin leistet sehr viel für unseren Stoffwechsel. So ist es also kein Wunder, dass im Jahr 1998 der Medizin-Nobelpreis für die Erforschungen rund um diese Aminosäure vergeben wurde.

L-Methionin unterstützt den anabolen Stoffwechsel

Die schwefelhaltige Aminosäure L-Methionin, die der Körper selber nicht herstellen kann, schützt die Leber vor übermäßiger Fetteinlagerung. Sie ist am Aufbau von Hormonen beteiligt, die für die Gewichtsregulation notwendig sind. Methionin wirkt fettlösend und unterstützt den anabolen (aufbauenden) Stoffwechsel. Sie ist in allen tierischen Eiweißen und Nüssen enthalten.

L-Ornithin entgiftet die Leber

Zur Entgiftung unseres Stoffwechsels benötigt die Leber die Aminosäure L-Ornithin. Es ist eine nicht an Eiweiße gebundene Aminosäure, die unsere Leber vor einer “Eigenvergiftung” schützt. Sie entsteht über Stoffwechselvorgänge aus der Aminosäure L-Arginin.

L-Taurin unterstützt die Galle

L-Taurin entsteht im Rahmen des Stoffwechselgeschehens. Sie ist ein Abbauprodukt der Aminosäure Methionin. Taurin aktiviert die Fettverbrennung, entgiftet die Leber bei Giftstoffbelastung und fördert die Bildung von Gallensäuren. Eine ähnliche Wirkung auf Leber und Stoffwechsel haben auch die Wirkstoffe der Ingwerwurzel.

L-Asparagin entgiftet den Stoffwechsel

Asparagin ist eine Aminosäure, die zuerst im Spargel entdeckt wurde. Durch ihre anregende Wirkung auf die Nierenfunktion ist sie harntreibend und blutreinigend. Sie entschlackt somit den Stoffwechsel.

L-Carnitin unser Fettverbrenner

Die Funktion von L-Carnitin besteht hauptsächlich darin, Fettsäuren in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) zu transportieren. Ohne Carnitin gibt es keine Fettverbrennung! Der Körper kann aus den Aminosäuren Lysin und Methionin gemeinsam mit Vitamin C, B3, B6 und Eisen Carnitin selbst herstellen. In Zeiten eines vermehrten Bedarfs und zum Muskelaufbau ist es notwendig, die Carnitinzufuhr zu erhöhen, entweder durch rotes Fleisch oder in Form von ergänzenden Präparaten.

L-Trypotophan macht glücklich

Diese Aminosäure kann der Körper nicht selbst herstellen. Sie muss über die Nahrung zugeführt werden. L-Tryptophan ist Vorläufer der lebensnotwendigen Stoffe Serotonin (unser Glückshormon) und Niacin (Vitamin B3). Bei einem Mangel an L-Trypotophan kommt es zur Gewichtszunahme, depressiver Verstimmung, Haarausfall, Hautekzemen und einer mangelnden Aufnahme von Zink. Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Tryptophan sind Sojabohnen, Kakaopulver, Cashew-Kerne, Erbsen, Hähnchenbrustfilet, Lachs, Haferflocken, Walnüsse, Hühnereier und ungeschälter Reis.

Zum guten Schluss

Die meisten Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, hohes Cholesterin, Diabetes, Schlafstörungen, Erektionsstörungen oder Arthrose sind im Kern auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen. Das gilt übrigens auch für Haarausfall oder eine starke Faltenbildung. Deshalb ist es wichtig, diese Probleme bei der Wurzel anzupacken und dafür zu sorgen, dass die lebenswichtigen Aminosäuren dem Körper in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Leider wird dies aufgrund der sinkenden Qualität unserer Nahrungsmittel nicht immer gewährleistet. Aus diesem Grund ist eine Nahrungsergänzung mit Aminosäuren absolut empfehlenswert.

Wir empfehlen: 

Amino Max

Bis bald, bleiben Sie gesund!
Ihre

Manuela Möckel

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Weltkrebstag – Jedes Jahr 450 000 Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland

Weltkrebstag – Jedes Jahr 450 000 Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland

Heute ist Weltkrebstag

Anlässlich des heutigen Weltkrebstages weist die Weltkrebsorganistion (UICC) wie in jedem Jahr auf die enorme Zahl der jährlichen Neuerkrankungen hin. Der 4. Februar ist in jedem Jahr der Weltkrebstag. Es ist die Gelegenheit, die Welt im Kampf  zu vereinen durch Aufklärung der Öffentlichkeit und Lobbyarbeit für Veränderungen.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 450.000 Menschen neu
an Krebs, 
216.000 Menschen sterben jährlich daran.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Beinahe täglich steht es in den Zeitungen: Krebs durch Kosmetika, durch Elektrosmog, im Fleisch… man holt ihn sich im Verkehr und an der Tankstelle. Überall stecken krebserregende Stoffe,  es scheint deshalb schier unmöglich, der Gefahr zu entgehen.
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Ungesunde Lebensweise maßgeblich für Krebserkrankungen verantwortlich

In Deutschland zählt Krebs zu den Volkskrankheiten. Jedoch könnten gut ein Drittel der Krebserkrankungen sich durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden, das erklärten die Experten der Weltkrebsorganisation. Durch den Verzicht auf Tabak und Alkohol sowie regelmäßige körperliche Bewegung, könnte ein enormer Beitrag geleistet werden.

So sind nach Angaben der WHO 21 bis 25 Prozent der weltweiten Brustkrebs- und Dickdarmfälle auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Die Expertin betonte, dass „Bewegungsarmut (…) zu den vier führenden Risikofaktoren für alle weltweiten Todesfälle“ zählt.

Jeder vierte Todesfall (25,3 Prozent) deutschlandweit sei auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. 75% aller Erkrankungen werden mit unserem Lebensstil in Zusammenhang gebracht. Faktoren wie Essen, Trinken, Bewegungsmangel und Sonnenbaden können das Krebsgeschehen beeinflussen. Möglicherweise können andere Lebensweisen die Entstehung verhindern. So kann der Verzicht auf Nikotin das Krebsrisiko zweifellos verringern.
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Ernährung und Krebs

In diesem Zusammenhang rückt in der letzten Zeit vermehrt die Ernährung in den Blickwinkel. In der Nahrung können natürlich krebsfördernde Substanzen enthalten sein. Manche Karzinogene entstehen aber auch erst durch unsachgemäße Lagerung von Nahrungsmitteln, bei der Zubereitung oder im Verdauungskanal. Ebenso enthalten Nahrungsmittel oft auch sogenannte Antikarzinogene, welche eine krebshemmende Wirkung haben. Durch ganz bewusste Nahrungsauswahl lässt sich also vermutlich das individuelle Risiko beeinflussen.

Krebs - Neuerkrankungen in Deutschland

Vorsicht ist besonders bei Zusatzstoffen angebracht, welche eine dekorative, konservierende und geschmacksverstärkende Funktion haben. Schon vor zig Jahren wurde festgestellt, dass übertriebener Alkoholgenuss mit dem Auftreten von Krebserkrankungen in Zusammenhang steht. Auch gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Fettkonsum und dem Auftreten von Brust -, Prostata – und Dickdarmkrebs, das legen ziemlich übereinstimmende verschiedene epidemiologische Studien dar.

Wir werden mit vielen verschiedenen Faktoren im täglichen Leben konfrontiert, welche die Bildung freier Radikale beachtlich steigern. z. B. Zigarettenrauch, Schwefeldioxid, Ozon, sogar Entzündungen oder auch Stress. Freie Radikale können die Zellen angreifen und können so die Ausbildung eines Tumors zur Folge haben. Sogenannte Antioxidantien sind im Stande den Aufbau von freien Radikalen zu unterbrechen.

Die Wirkungsweise von Antioxidantien lässt sich anschaulich machen, indem man einen Apfel anschneidet und einen Teil der Schnittfläche mit Zitronensaft (Vitamin C) beträufelt. Die nicht behandelte Fläche färbt sich braun, sie oxidiert. Die behandelte Fläche bleibt hell. So können Nahrungsmittel vor Krebs schützen. In unserer Nahrung sind  antikarzinogene Substanzen enthalten, wie z.B. die Vitamine A, C, E, Selen, Calcium, Ballaststoffe und auch viele sekundäre Pflanzenstoffe, welche als Radikalenfänger und auch antioxidativ wirken.

Über den Einfluss von Vitamin C auf die Krebsentstehung liegen zahlreiche, teils widersprüchliche Untersuchungen vor. Unstrittig ist, dass bei Tumorpatienten ein geschwächter Vitamin C-Haushalt festgestellt wurde. Da Vitamin C nicht im Körper gespeichert werden kann, wird der Verzehr von Gemüse und Obst empfohlen. Rauchen, chronischer Alkoholkonsum oder Stress erfordern mehr Vitamin C. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich grünem und gelbem Gemüse und anderen Carotin haltigen Nahrungsmitteln soll das Krebsrisiko, vor allem bei Krebsarten des Verdauungstraktes verringern.

Auch Mineralstoffe und Spurenelemente werden in Verbindung mit Krebs diskutiert, besonders Calcium, Magnesium, Zink und Selen. Als selenreich gelten Fisch, Fleisch, Eier, Nüsse, sowie Getreide. Selen soll sowohl die Entstehung als auch das Wachstum der Krebszellen verhindern.

Dennoch kann niemand Ernährungsempfehlungen bezüglich bestimmter Vitamine und sekundärer Pflanzenstoffe geben. Empfohlen werden kann eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Vollkornerzeugnissen, bei gleichzeitiger Einsparung von Fett. Diese Empfehlungen entsprechen denen für eine allgemein gesundheitsfördernde Ernährung und spielen somit auch in der Vorbeugung anderer Erkrankungen eine Rolle.

Die Deutsche Krebshilfe rät:

  • vielseitig und abwechslungsreich essen
  • viel frisches Obst und Gemüse essen, am besten nach Saison
  • wenig Fleisch und Fleischwaren
  • ein- bis zweimal pro Woche Fisch
  • wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
  • reichlich Vollkornprodukte und Kartoffeln
  • möglichst kein Alkohol, wenn dann nur in geringen Mengen
  • Flüssigkeitsbedarf von mind. 1,5 l decken (Wasser, kalorienarme Getränke)
  • nicht Rauchen!
  • Übergewicht vermeiden
  • viel Bewegung
  • kein Stress
  • schonende Zubereitung der Speisen
Viele interessante Infos zum Weltkrebstag finden Sie auch bei der Deutschen Krebshilfe und bei der Weltkrebsorganisation.
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Bitte bleiben Sie gesund und gehen Sie liebevoll mit sich um.

Ihre

Manuela Möckel

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Was sind sekundäre Pflanzenstoffe und was bewirken sie?

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe und was bewirken sie?

Wussten Sie, dass Obst und Gemüse mit einer besonderen „Geheimwaffe“  ausgestattet sind?

Heute möchte ich über ein anderes wichtiges Thema schreiben: die sekundären Pflanzenstoffe. Diese sekundären Pflanzenstoffe, welche Obst und Gemüse zu ihrem eigenen Schutz herstellen. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in Pflanzen nur in sehr geringen Mengen vor, weshalb man ihnen lange Zeit keine große Beachtung schenkte.

Noch vor einigen Jahren galten sekundäre Pflanzenstoffe als giftig. Anfang der 90er-Jahre stellte man jedoch fest, dass sie die Gesundheit fördern können. Inzwischen werden sie jedoch als wichtiger Schutzfaktor gegen das Auftreten vieler Erkrankungen angesehen. Sie werden nun, was ihre Nützlichkeit für unsere Gesundheit betrifft, auf eine Stufe mit den Vitaminen, den Mineralstoffen und den Ballaststoffen gestellt. 

Viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, damit sie die Abwehrkräfte verbessern, uns vor Infektionen schützen, unseren Cholesterinspiegel senken können, Gefäßverstopfungen verhindern können und noch viele andere positive Eigenschaften hat. Durch diese positiven Eigenschaften können wir mit Obst und Gemüse dem Krebs und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Aus diesem Grunde wirbt die „5 am Tag-Kampagne“ klipp und klar für einen deutlich größeren Obst- und Gemüseverzehr, als wir Deutschen bis heute erreichen.
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So wirken die sekundären Pflanzenstoffe:

  • Krebsrisiko senkende Funktion
  • Schutz vor Pilz-, Bakterien und Virenbefall des Körpers
  • Schutz vor freien Radikalen
  • Stärkung des Immunsystems
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Sekundäre Pflanzenstoffe – Schutzengel für Pflanze und Mensch

Bislang wurden von den Forschern zirka 30.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe gefunden und davon mehr als 10.000 in Pflanzen, die wir essen können. In allen Obst- und Gemüsearten verbirgt sich eine andere Mischung dieser kleinen Helfer. Die Aufgaben der einzelnen sekundären Pflanzenstoffe sind sehr unterschiedlich. Einige sind für das Wachstum der Pflanze notwendig oder sie dienen als Farb- und Duftstoffe. Andere dagegen bewahren die Pflanzen vor Schädlingen. Auch in unserem Körper steigern diese sekundären Pflanzenstoffe den Schutz vor Erkrankungen.

Unter dem allgemeinen Begriff „sekundäre Pflanzenstoffe“ werden Substanzen sehr verschiedener Zusammensetzung gesammelt. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer Funktionen unterteilt man die sekundären Pflanzenstoffe in verschiedene Gruppen: Polyphenole, Carotinoide, Phytoöstrogene, Glucosinolate, Sulfide, Monoterpene, Saponine, Protease-Inhibitoren, Phytosterine und Lektine.
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Polyphenole und Flavonoide

sekundäre Pflanzenstoffe - PolyphenoleOft sind es Gerbsäuren, die Lebensmitteln (z.B. schwarzer Tee, Trauben und Wein) den herben Geschmack verleihen. Sie kommen als Farbstoffe aber auch in Kirschen, Aprikosen, Beerenfrüchten und Mispeln vor. Das Wirkungsspektrum der Polyphenole und Flavonoide ist besonders groß. Sie wirken vorbeugend gegen Herzinfarkt und schützen vor Krebs, wirken antioxidativ, entzündungshemmend und stärken unser Immunsystem. Sie sind also ein echtes Highlight in der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.

Sogar Rotwein wird aufgrund der in ihm enthaltenen Polyphenole seit geraumer Zeit eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Bei Traubensaft vermutet man eine ähnliche Wirkung. Der Gehalt an Polyphenolen ist bei Freilandpflanzen höher als bei Pflanzen aus dem Gewächshaus. Viele Flavonoide sind hitzestabil oder entfalten ihre vollen Wirkungen erst, nachdem sie durch das Kochen aus der Zellwand herausgelöst werden. Also darf es statt des rohen Obstes auch ruhig mal der Kompott sein. Rotwein in Maßen genossen, hat wahrscheinlich gefäßschützende Wirkungen.
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Carotinoide

sekundäre Pflanzenstoffe - CarotinGeläufigster Vertreter der Carotinoide ist das ß-Carotin, das in Möhren, Aprikosen und anderem gelb-orange-farbenem Obst und Gemüse zu finden ist. Carotinoide wirken antioxidativ und anticanzerogen. Außerdem stärken sie das Immunsystem und schützen vor Herzinfarkt. Sie gelten als Schutzfaktor gegen Krebs.
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Glucosinolate

sekundäre Pflanzenstoffe - GlucosinolateGlucosinolate kommen in vielen Kohlsorten vor. Außerdem sind für den scharfen Geschmack von z.B. Senf, Meerrettich und Kresse verantwortlich. Glucosinolate beugen Infektionen vor und hemmen die Krebsentstehung. Glucosinolate sind nicht sehr hitzestabil. Zwischen 30% und 60% werden beim Kochen zerstört. Daher sollten die Gemüsesorten, die viele Glucosinolate enthalten, vorwiegend roh gegessen werden.
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Lektine

sekundäre Pflanzenstoffe - LektineLektine sind Eiweißstoffe. Sie kommen vor allem in den Samen der Pflanzen vor. Relativ große Mengen sind in Hülsenfrüchten und Getreideprodukten zu finden. Die positive Wirkung der Lektine scheint darin begründet zu liegen, dass sie den Weg durch unseren Darm unbeschadet überstehen um sich dann an der Darmwand festzusetzen. Ein bekanntes Lektin ist das Phasein aus Bohnen. Dieses ist allerdings giftig für den Menschen, da es zur Verklumpung der roten Blutkörperchen führt. Phasein wird aber beim Kochen komplett zerstört, so dass nur darauf zu achten ist, Bohnen nicht roh zu essen.
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Phytosterine

sekundäre Pflanzenstoffe - PhytosterinePhytosterine kommen in pflanzlichen Lebensmitteln (Sonnenblumenkernen, Sesamsamen und Sojabohnen) vor. Sie sind chemisch dem Cholesterin ähnlich, was auch ihre Wirkung erklären könnte. Da sie mit dem Cholesterin um die Aufnahme in den Körper konkurrieren, senken sie wahrscheinlich den Cholesterinspiegel. Auch in Hinblick auf Darmkrebs hat man positive Wirkungen bei den Phytosterinen entdeckt. Bei der Raffination der Speiseöle werden die Phytosterine weitgehend abgetötet. Daher sollten zu Salaten bevorzugt kaltgepresste Öle verwendet werden.
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Saponine

sekundäre Pflanzenstoffe - Saponine Saponine sind Bitterstoffe, die in Sojabohnen, Erbsen, Bohnen, Spinat, aber auch in Rosmarin und Salbei vorkommen. Sie stärken die Immunabwehr, senken den Cholesterinspiegel und reduzieren das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Hülsenfrüchte sind besser als ihr Ruf. Besonders im Winter sollten diese öfter auf dem Speiseplan stehen. Saponine sind zwar relativ stabil gegen Hitzeeinwirkungen, aber sie gehen in das Kochwasser über. Daher das Kochwasser nicht wegschütten, sondern z.B. für die Soßenbereitung benutzen.

Sulfide

sekundäre Pflanzenstoffe - SulfideSulfide kommen in Knoblauch, Zwiebeln und Lauch vor. Sie hemmen u.a. das Bakterienwachstum im Magen, was z.B. das Entstehen der Krebs erregenden Nitrosamine verringert. Problem: Der Knoblauch muss roh gegessen werden, weil die Sulfide sehr schnell verfliegen.

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Fazit:

Sekundäre Pflanzenstoffe haben einen erwiesenen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Zahlreiche Eigenschaften sind jedoch noch unentdeckt. Aus Sorge vor einem Herzinfarkt nur noch Pflanzen zu essen, die sekundäre Pflanzenstoffe enthalten bringt gesundheitlich nichts. Von Bedeutung ist viel mehr die Integrierung möglichst vieler verschiedener Gemüse- und Obstsorten der Saison in die tägliche Ernährung, denn die wichtigen Gesundheitsspender bilden sich erst am Ende der Reifezeit. Roh geerntetes und dann nachgereiftes Obst enthält nur einen Bruchteil der sekundären Pflanzenstoffe. Daher sollten die, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, lieber zum Markt oder direkt zum Erzeuger gehen, statt im Supermarkt das dort häufig angebotene Treibhausgemüse zu kaufen. Denn dies wird tatsächlich meist unreif geerntet.

Es gibt auch sehr interessante und empfehlenswerte Bücher bei Amazon. Ich möchte Ihnen hier mal eins empfehlen.

Die neue Vitamin-Bibel: Vitamine – Bausteine für ein gesundes, langes Leben

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Viel Spaß beim Schmökern!

Na dann, bis demnächst.

Ich freue mich auf Sie.
Ihre

Manuela Möckel

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Obst und Gemüse – Heilkräfte aus der Natur

Obst und Gemüse – Heilkräfte aus der Natur

Hallo, schön dass Sie wiedermal vorbeischauen. Heute möchte ich noch einiges zum Thema Obst und Gemüse erzählen. Wenn wir mal ganz ehrlich sind, wissen wir doch alle, dass Obst und Gemüse gut für uns sind. Erstaunlich ist, trotzdem wir das wissen, sind die Zivilisationskrankheiten immer mehr auf dem Vormarsch. Viele unserer Mitmenschen leiden an Bluthochdruck, Diabetes, hohem Cholesterinspiegel oder auch Verdauungsproblemen. Und das sind nur einige der Beschwerden. Über das umfangreiche Thema Zivilisationskrankheiten habe ich ja schon geschrieben. Und dieses Thema wird uns sicherlich noch des Öfteren begleiten. Man könnte sich vor den meisten dieser Beschwerden schützen, wenn wir auf unsere Ernährung achten würden. Zweifellos können wir nicht nur von Obst und Gemüse leben. Unser Organismus benötigt  sehr viele Nährstoffe, um zu „funktionieren“.  Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette sind die Hauptnährstoffe. Dazukommen aber auch noch bestimmte Fettsäuren, Aminosäuren, Wasser, Ballaststoffe, Mineralstoffe  Seite an Seite mit den Vitaminen und Spurenelementen. All dies nehmen wir mit unserem Essen auf.
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Obst und Gemüse – 5 mal pro Tag

Obst und GemüseSicherlich kennen Sie die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung  „5 am Tag“. Das heißt im Klartext, dass wir täglich 3x Gemüse (möglichst roh) uns 2x Obst, natürlich auch frisch, essen sollten. Halten Sie sich daran? Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kinder immer frisches Obst oder Gemüse mit in die Kita oder in die Schule nehmen?

Da gibt es zum Beispiel die EsKiMo-Studie, die vom Robert-Koch-Institut und von der Uni Paderborn durchgeführt wurde. Dort wurde festgestellt, dass Kinder und Jugendliche zu wenig pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen. In den letzten Jahren sind dann auch noch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe immer mehr ins Rampenlicht geraten. Haufenweise Untersuchungen in den letzten Jahren belegen, damit  einzelne dieser sekundären Pflanzenstoffe sogar eine stärkere Bedeutung zukommt, als bestimmten Vitaminen und sie erheblich zur Erhaltung unseres Wohlbefindens beitragen.
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In unserem Körper sind die sekundären Pflanzenstoffe für eine Menge von Schutzfunktionen zuständig:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Schutz vor Infektionen durch Bakterien, Pilzen und Viren
  • Senken das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen
  • Wirken entzündungshemmend
  • Senken den Blutdruck und den Cholesterinspiegel
  • Schützen gegen freie Radikale
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Der Pressebericht von 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bemerkt dazu, dass  sekundäre Pflanzenstoffe in der Nahrung auch dazu beisteuern, das Krankheitsrisiko hinsichtlich vieler Krankheiten zu senken. Wörtlich heißt es im Bericht der DGE:

„Ein hoher Verzehr von Gemüse und Obst sowie Vollkorn, Nüssen und Hülsenfrüchten steigert die Aufnahme sekundärer Pflanzenstoffe und kann das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten senken.“

Entsprechend der Meinung der DGE reicht aber der derzeitige Erkenntnisstand ganz und gar nicht aus, um bestimmte Zufuhrempfehlungen für einzelne sekundäre Pflanzenstoffe auszusprechen. Die Zuführung von sekundären Pflanzenstoffen wird aber angesichts ihrer immensen Bedeutung für unsere Gesundheit ausdrücklich empfohlen und den anderen Nährstoffen gewissermaßen gleichgestellt.

Mit den besten Grüßen

Ihre

Manuela Möckel

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