Hagebutte – warum ist sie so gesund?

Hagebutte – warum ist sie so gesund?

Sie kennen doch bestimmt noch das alte Kinderlied “Ein Männlein steht im Walde”. Haben Sie gewusst, dass dieses Lied nicht dem Fliegenpilz, sondern der Hagebutte gewidmet ist? Hundsrose heißt sie offiziell, doch in vielen Gegenden ist der Name Hagebutte viel verbreiteter. Der Name Hagebutte leitet sich von ihren Früchten ab, den Hagebutten. Sie sind sehr verbreitet und vor allem jetzt im Herbst sieht man überall die roten Früchte leuchten. Neben Sanddorn ist die Hagebutte die einheimische Frucht mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt (je nach Sorte 400 bis 1.500 Milligramm Vitamin C pro 100g).

Wegen ihres enormen Vitamin C-Gehaltes wird sie, wie Sanddorn auch „Zitrone des Nordens“ genannt.

In ihrem Mark ist 25-mal mehr Vitamin C als in Zitronen. Die Haupterntezeit ist Ende September und Oktober. Aber selbst im Winter sind sie noch oft zu finden und können auch dann weiterhin geerntet und verzehrt werden.

Hagebutten sollten immer erst vollreif geerntet werden. Sie sind dann tief orange oder rot und schmecken angenehm süß-säuerlich. Matschige Früchte, auch nach dem Frost, können ebenso geerntet und verzehrt werden. Verwendung finden sie unter anderem als Hagebuttentee, Marmelade oder Hagebuttenmark. Seit Jahrhunderten wurde die Hagebutte in der Volksmedizin verwendet.

Gesunde Inhaltsstoffe:

Vitamin C, Karotin, Fruchtsäuren, Zucker, Gerbstoffe, Pektine, ätherische Öle, Vitamin A, verschiedene B-Vitamine, Vitamin E, Kieselsäure, die Antioxidantien Lycopin und Flavonoide sowie die Mineralstoffe Zink, Kupfer, Natrium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium.

Hagebutte im Winter

Anwendungsgebiete

Wegen dieser Inhaltsstoffe werden der Hagebutte in der Volksheilkunde eine Reihe von Wirkungen zugeschrieben: abwehrsteigernd, harntreibend, entzündungshemmend bei Wunden (auch im Mundraum).  und austrocknend. Als klassische Einsatzgebiete gelten Erkältungskrankheiten (auch mit Fieber), Vitamin C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, Schwächezustände nach Krankheit oder nach Diäten, Darmträgheit, Harnwegsinfektionen. Gegen Appetitlosigkeit soll Hagebuttenmarmelade helfen.

Hagebutte für gesunde innere Organe

Hagebutten werden häufig verwendet, um Magenbeschwerden, wie Magenkrämpfe Magenreizungen und einen Mangel an Magensäure zu behandeln. Sie werden als wunderbares Stärkungsmittel für Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt und helfen ebenso gegen Durchfall, Verstopfung, Gallensteine, Gallenblasenleiden, Gicht und Harnwegsinfektionen.

Hagebutte stärkt unser Immunsystem

Die Hagebutte trägt dazu bei, virale und bakterielle Infektionen zu verhindern. Vitamin A und C erhöhen die Funktion des Immunsystems, reduzieren die Schwere und Häufigkeit von Erkältungen und wehren die Infektionen ab, die virales Fieber verursachen.

Eine Studie fand außerdem heraus, dass durch Hagebutten die Fettspeicherung und die Ansammlung von Fett in den Zellen reduziert wird. Somit wird das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen deutlich geschmälert.

Hagebutte gegen Krebs?

Während einer im Jahre 2012 veröffentlichten Studie fanden die Forscher in einer Untersuchung im Reagenzglas heraus, dass verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe in Hagebuttentee (wie die Polyphenole Quercetin und Ellagsäure) die Vermehrung von Tumorzellen hemmen. Das Lycopin in Hagebuttentee ist außerdem in der Lage das Wachstum von menschlichen Prostata-Krebszellen zu blockieren und das ohne umliegende Zellen zu beschädigen.

Eine Studie am Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena überraschte die Fachwelt mit dem Beweis, dass Hagebutten in 100g Früchten 12,9 mg Lycopin enthalten. Bisher waren die Lebensmittelwissenschaftler immer davon ausgegangen, dass die Tomate hier überall Spitzenreiter ist.

Hagebutte gegen Arthrose und Rheuma

Studien der vergangenen Jahre lassen allerdings darauf schließen, dass es eine gesicherte Wirkung bei Arthrose (Knie- und Hüftarthrose) und bei Rückenschmerzen gibt. Weitere Studien hierzu sollen die Ergebnisse absichern. Studien in Dänemark, Italien und Deutschland befassen sich schon seit geraumer Zeit mit einem speziellen Inhaltsstoff der Hagebutte, einem Galaktolipid aus Fettsäuren und einer Zuckerart. Diesem Inhaltsstoff werden effektive schmerzlindernde Wirkungen zugeschrieben. Zusammenfassungen der ersten Forschungsergebnisse liefern die Pharmazeutische Zeitung 06/2007 und die Zeitung für Phytotherapie 05/2009. Wird die Nahrung durch Hagebuttenpulver (können Sie unter anderem bei Amazon bestellen) ergänzt, kann dies zur Linderung der Symptomatik führen.

Wirkung auf das Atemsystem

Das hochdosierte Vitamin C in Hagebutten hilft Asthma und Atemprobleme zu bekämpfen. Bei jüngeren Probanden einer Meta-Studie konnte chronischer Husten, Asthma, verstopfte Nebenhöhlen und Kurzatmigkeit weitgehend geheilt und vorgebeugt werden. Zudem stärkt sie das Immunsystem und wehrt somit allgemeine Krankheiten der Atemwege ab.

Gegen die Kälte

Hagebuttentee ist ein idealer Einheizer. Tipp: Etwas Chili dazugeben, das verstärkt die Wirkung. Kissen mit Hagebuttenkernen speichern lange die Hitze und wärmen so von außen.

Fazit:

Es lässt sich also feststellen, dass die Hagebutte reich an wertvollen Biostoffen ist und vielfältige positive Einflüsse auf die Gesundheit nehmen kann.

Was kann man mit Hagebutten alles anstellen?

Tee:

Dazu gießt man zwei gehäufte Teelöffel getrocknete Hagebuttenschalen mit 250 Milliliter Wasser auf und lässt das Ganze fünf bis acht Minuten auf schwacher Flamme köcheln.

Sie sollten sich nicht wundern, wenn sich der Tee nicht rot färbt. Das ist nämlich nur dann der Fall, wenn zusätzlich noch Hibiskus verwendet wird. Bei Erkältung täglich 3 Tassen trinken.

Mus:

Hagebuttenmus, auch als Hagebuttenmark bezeichnet, wird aus frischen Früchten gekocht, die danach zweimal passiert und mit frischem Zitronensaft versetzt werden. Sehr lecker schmeckt das Mus mit Honig. Damit ist es für den Körper auch besser verwendbar. Schon ein Esslöffel Hagebuttenmus deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Der Zitronensaft macht das Mus länger haltbar.

Marmelade (ca. 4 Gläser à 200 g):

Von 1 kg Hagebutten die Krönchen und Stielreste entfernen und in der Küchenmaschine mit reichlich Wasser portionsweise zu einem Brei verarbeiten. Den Brei passieren. Das daraus entstandene Mus unter ständigem Rühren mit ½ kg Zucker mehrere Minuten aufkochen. Anschließend die Marmelade in ausgekochte Gläser füllen und verschließen, solange die Marmelade noch heiß ist. Dann auf den Kopf gestellt auskühlen lassen.

Doch nicht nur die Früchte können verzehrt werden, auch die Blüten und Blätter sind essbar. Die jungen Blätter im frühen Frühjahr können klein geschnitten in Eintöpfe, Suppen oder Gemüsegerichte gemischt werden.

Zarte, leicht süßlich duftende Blüten in Apfelsaft ausgekocht ergeben ein köstliches Gelee. Sie sind direkt nach dem Erblühen am aromareichsten und sollten am frühen Morgen bis 10 Uhr geerntet werden.

Haben Sie vielleicht noch Rezepte, was Sie mit Hagebutten alles so anstellen?

Mit den besten Grüßen

Ihre

Manuela Möckel

+

Wissenschaftliche Quellen

+

Brombeeren – sauer und gesund – richtige Vitaminbomben

Brombeeren – sauer und gesund – richtige Vitaminbomben

Liebe LeserInnen, es ist soweit, die Brombeerzeit ist da. In der Hochsaison der Beerenfrüchte sind die Brombeeren am spätesten reif. Sie erlebt ihren Ernte-Höhepunkt im August. Dann genießt man sie gerne frisch zu Eis, Quark oder Joghurt. Oder man verarbeitet sie zu Marmelade.

Brombeeren sind der heimliche Star unter den Sommerbeeren, denn sie schmecken pur aus der Hand am besten. Eigentlich stammen die Brombeeren aus den Wäldern Eurasiens und Nordamerikas. Aber schon in der griechischen Antike wurde sie von den Menschen als Heilpflanze geschätzt. Heute ist die Brombeere weltweit verbreitet. Bei uns in Deutschland ist sie ein beliebter Obststrauch im heimischen Garten. Dabei handelt es sich genau genommen bei Brombeeren gar nicht um eine Beere sondern um eine sogenannte Sammelsteinfrüchte.

Gesundheitlich wirkt die Brombeere, wie die Erdbeere und die Johannisbeere, vor allem wegen der Gerbstoffe auf die Schleimhäute im Verdauungstrakt genauso, wie in den Atemwegen und in den Blutgefäßen. Schon um die Zeit Christi Geburt soll das Kauen von Brombeerblättern bei Zahnfleischbluten geholfen haben. Ihre Inhaltsstoffe lösen den Schleim und reinigen das Blut. Wie so oft in der Pflanzenheilkunde hat die Brombeere eine lange Tradition in der Naturmedizin.
+

Brombeeren sind kleine Vitaminbomben

Brombeeren - sauer und gesundBrombeeren haben es in sich: Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Folsäure und Eisen in größeren Mengen. Der Gehalt an Provitamin A gehört zu den höchsten unter den Beerenfrüchten. Der Körper wandelt es in Vitamin A um, welches unter anderem wichtig ist für den Sehprozess. Brombeeren enthalten auch viel Vitamin C (immerhin 17 mg Vitamin C pro 100 g), das wiederum vor Zellschädigungen schützen soll. Das enthaltene Vitamin E wirkt ebenfalls als Zellschutz. Wertvoll sind auch die Vitamine aus der B-Gruppe. Sie sind an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Dank ihres Ballaststoffanteils können Brombeeren die Verdauung anregen. Beerenobst weist allgemein eine Fülle sekundärer Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Anthocyane auf. 100 g Brombeeren enthalten gerade mal etwa 50 Kalorien. Mit schon 100 g Brombeeren können decken Sie zum Beispiel fast 1/3 Ihres täglichen Bedarfs an Vitamin C und können so Ihr Immunsystem unterstützen.
+

Brombeeren sind gesund!

Nicht nur die Beeren sind gesund, auch die Blätter des Brombeerstrauchs haben es in sich. Zwei Teelöffel mit heißem Wasser aufgekocht ergeben einen wohlschmeckenden Tee, der gut gegen Durchfall hilft und Fieber senken kann. Wegen der schleimlösenden Eigenschaften kann man Brombeerblätter auch gegen Verschleimung im Bereich der Atmungsorgane verwenden. Von diesem schmackhaften Tee kann man ein bis drei Tassen täglich trinken.

Um eine Tinktur aus Brombeerblättern herzustellen, übergießt man diese in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Diese Mischung lässt man dann verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Von dieser Tinktur nimmt man 1 bis 3mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur noch zu stark ist, verdünnt man sie noch mit etwas Wasser.

Bei Halsentzündungen, Heiserkeit und Zahnfleischentzündung kann mit einem Aufguss aus Brombeerblättern gegurgelt werden. Eine Handvoll frische oder eine halbe Handvoll getrocknete Brombeerblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Die blutreinigende Wirkung führt zu einer Verbesserung von Hautproblemen wie Ekzemen und schlecht heilenden Wunden.

Viele Rezepte finden Sie auch bei www.kraeuterfrau.ch.

Viele Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihre

Manuela Möckel

 

+

Was genau sind eigentlich Freie Radikale?

Was genau sind eigentlich Freie Radikale?

In den vergangenen Jahrzehnten wurden Freie Radikale nach und nach als wichtige Komponenten bei der Entstehung von vielen Krankheiten und Alterungsprozessen entdeckt. Freie Radikale sind sehr instabile Sauerstoffmoleküle. Während normaler Sauerstoff für uns lebensnotwendig ist, kann uns der instabile Sauerstoff krank machen.

Radikale Sauerstoffmoleküle unterscheiden sich in ihrer Struktur. Sauerstoffradikale haben aus ihrer äußeren Hülle ein Elektron verloren und nun will es dieses verlorene Elektron schnellstmöglich ersetzen. Diese Sauerstoffradikale werden auch Oxidantien genannt. Eine Oxidation ist zum Beispiel das Rosten von Eisen, das Ranzig werden von Fett oder auch das Braunwerden eines frisch geschnittenen Apfels. Das heißt mit anderen Worten, Oxidantien (Freie Radikale) bringen unsere Zellen zum „Rosten“ und lassen das Gewebe „ranzig“ werden.

Freie Radikale entstehen überall in unserer Umwelt:

  • UV-Licht
  • Umweltgifte
  • Smog
  • Pestizide
  • Zigarettenrauch

Strahlen und Chemikalien sowie Ozon steigen in unserer Umwelt zum Teil drastisch an. Wir können diese Sauerstoffradikale nicht sehen, riechen oder spüren, und doch sind sie allgegenwärtig und werden von uns jeden Augenblick eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen. Aber auch in unserem Körper selbst entstehen diese freien Radikale, zum einen durch natürliche Stoffwechselprozesse, aber auch durch Alkohol und Zigarettenrauch.

Der Angriff der freien Radikale auf unseren Körper ist tatsächlich Teil unseres Alltags. Für bestimmte Funktionen und Prozesse in unserem Körper sind sie sogar notwendig. Besonders die weißen Blutkörperchen, unsere „Blutpolizei“, bedienen sich dieser freien Radikale, um gefährliche Bakterien und Mikroben und andere Krankheitserreger zu vernichten. Aber je mehr wir uns zusätzlich schädlichen Bedingungen (auch oxidativer Stress genannt), aussetzen, desto größer ist natürlich auch unser Risiko, Zell- und Organschäden zu erleiden. Was wiederum zu einer vorzeitigen Alterung und ernsthaften Krankheiten führen kann.

Tatsächlich gelten „Freie Radikale“ mittlerweile als gefährlichste Angreifer unseres Organismus und werden für eine Vielfalt chronischer Krankheiten mitverantwortlich gemacht. Zu diesen Krankheiten gehören eigentlich alle Zivilisationskrankheiten, wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien und entzündliche Prozesse wie Arthritis.

Aber glücklicherweise haben „Freie Radikale“ oder auch Oxidantien ganz natürliche Gegenspieler – die Antioxidantien. Diese Schutzwirkung können wir sehen, wenn wir zum Beispiel Zitronensaft auf einen frisch geschnittenen Apfel träufeln. Der Apfel wird nicht braun. Das Vitamin C des Zitronensaftes hat die freien Radikale der Luft unschädlich gemacht und ist deshalb ein sehr wirksames Antioxidans. Mutter Natur hält Hunderte solcher Antioxidantien für uns bereit. Dazu mehr in meinem nächsten Artikel.

Bis dahin, bleiben Sie gesund.

Ihre

Manuela Möckel

+

Tomaten – leckere und gesunde Vielfalt

Tomaten – leckere und gesunde Vielfalt

Ob als Fleisch-, Kirsch oder Strauchtomate – Tomaten sind das Lieblingsgemüse von uns Deutschen. Mit 24,9 kg Pro-Kopf-Verbrauch (frisch und verarbeitet) im Jahr ist die Tomate mit Abstand an der Spitze. Wie anderes Gemüse auch, bringen Tomaten ein ganzes Paket an wertvollen Inhaltsstoffen mit und das bei gerade mal 17 Kalorien in 100 Gramm. Kein Wunder, kann man sie doch so vielseitig verwenden…

Sie können täglich variieren: Essen Sie beispielsweise Tomaten als Salat, eingelegt, als Suppe oder Gemüseeintopf, gegrillt, überbacken, gefüllt oder verwenden Sie Tomaten als Garnitur. Und wie wär’s zur Abwechslung mal mit einem Tomatensaft? Aber mal ehrlich, denkt man bei einer Tomate an den Schutz des Körpers oder an Entspannung? Eigentlich nicht, aber jetzt ist Umdenken angesagt: Denn die Tomate kann viel mehr als nur gut schmecken.
+

Tomaten: lecker und gesund!

Tomate - das Lieblingsgemüse der DeutschenTomaten sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Denn die Früchte enthalten viel Vitamin C (das vor Zellschäden schützt und die Widerstandskraft des Körpers stärkt), Mineralstoffe (vor allem Kalium, das wichtige Aufgaben im Nerven- und Muskelstoffwechsel erfüllt), Ballaststoffe (die den Darm in Schwung bringen) und sekundäre Pflanzenstoffe (die mindern das Krebsrisiko, schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen und stärken die Abwehrkräfte).

Dazu bestehen Tomaten zu ca. 94% aus Wasser und sind daher ideal für eine leichte, kalorienarme Ernährung. In der Tomate wirken vor allem die gelbroten Pflanzenfarbstoffe, die so genannten Carotinoide. In der Tomate sind es vor allem das Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A und Lycopin. Täglich 250 Gramm Tomaten zu essen, empfiehlt Sven-David Müller, von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik.

+

100 g Tomaten (roh – unverarbeitet) enthalten etwa:

  • Energie: 17 kcal
  • Eiweiß: 1,0 g
  • Fett: 0,2 g
  • Kohlenhydrate: 2,9 g
  • Ballaststoffe: 1,8 g
  • Natrium: 6.0 mg
  • Kalium: 297 mg
  • Kalzium: 13 mg
  • Magnesium: 20 mg
  • Phosphor: 27 mg
  • Eisen: 0,5 mg
  • Vitamin A: 133 µg
  • Vitamin E: 0,8 mg
  • Vitamin B1: 0,06 mg
  • Vitamin B2: 0,04 mg
  • Niacin: 0,6 mg
  • Vitamin C: 124 mg
  • Folsäure: 39 µg

Viele Untersuchungen zeigen, dass sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Flavonoide, Phenolsäure, Terpenen und Vitamine als bioaktive Substanzen in der Tomate enthalten sind und diese vorbeugend gegen Krebserkrankungen, als Schutz gegen Arterienverkalkung und zur Stärkung des Immunsystems wirken. Das Beste daran ist, das Tomaten sogar dann noch gesund sind, wenn sie aus der Tube oder aus der Dose kommen, weil es auch der rote Farbstoff ist, der bei uns z. B. gegen Krebs wirkt. Weiterhin sorgt die Tomate für gute Laune, denn das enthaltene Tyramin wirkt stimmungsaufhellend und zaubert dem Genießer somit ein Lächeln ins Gesicht. Die Tomate sorgt also nicht mehr nur für guten Geschmack, sondern auch für Wellness am Tisch.

In gekochter Form sorgt die Tomate für noch mehr Schutz des Körpers, denn der Inhaltsstoff Lycopin kann bei gekochten Tomaten besser vom Körper aufgenommen werden und sorgt damit für noch mehr Schutz.

+
Schlank- und Fitmacher Tomate

Bei nur 17 Kalorien pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von 94 Prozent sind Tomaten absolut figurfreundlich. Sie kann also bedenkenlos täglich genossen werden. Im Winter schmecken Tomaten oft nicht ganz optimal, deshalb kann man genauso gut Tomatenprodukte verwenden. Dosentomaten, Tomatensaft, Ketchup oder Tomatenmark enthalten den wertvollen Schutzstoff Lycopin sogar in besonders gut verfügbarer Form. Deshalb können diese Produkte ebenfalls gut in der Alltagsküche verwendet werden.
+

Im Zweifelsfall: Tomaten statt Tabletten

Wo die Interessen von Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie ins Spiel kommen, geht es um sehr viel Geld. Plakative Aussagen wie „Lycopin gegen Falten“ oder „Tomatensuppe gegen Krebs“ klingen verführerisch, sind aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig bewiesen. Was bei der Herstellung von Lycopintabletten und Anti-Falten-Cremes oft vergessen wird: In der Tomate ist eine Vielzahl unterschiedlicher Substanzen enthalten. Und vermutlich ist es gerade deren Zusammenspiel, das die Tomate zu so einer gesunden Frucht macht. Denn dass die Tomate gesund ist, darüber ist man sich einig. Nur die Reduzierung auf einzelne Inhaltsstoffe wird von vielen kritisch gesehen. Wer vor die Wahl zwischen einem köstlichen Tomaten-Mozzarella-Salat und einer Lycopintablette gestellt wird, sollte also einfach auf sein Bauchgefühl hören.

Der spätsommerliche August und September sind in unseren Breitengraden die besten Tomatenmonate. Denn dann haben die Tomaten die meiste Sonne abbekommen und sind am aromatischsten. In dieser Zeit empfiehlt es sich daher besonders auf die saisonale, heimische Ware zurückzugreifen, denn diese sind zurzeit besonders aromatisch und haben durch die kurzen Transportwege auch noch viele Vitamine.

Na, wenn das mal nicht gesund ist. 😉

Bleiben Sie gesund und bis demnächst.

Ihre

Manuela Möckel

+

 

Beeren – gesund und lecker Teil 1

Beeren – gesund und lecker Teil 1

Liebe Leser und Leserinnen, nach einem langen Winter ist endlich wieder der Sommer im Anmarsch und Sommerzeit ist Beerenzeit. Bis weit in den Herbst hinein beschenkt uns die Natur reichlich mit Beeren der verschiedensten Art. Bereits die Steinzeitmenschen sammelten und aßen Beeren. Angebaut und kultiviert wurden sie aber erst verhältnismäßig spät. Heute noch wachsen viele Beeren wild, aber es ist sehr ratsam, dass man diese nur gründlich gewaschen oder gekocht isst. So könnte zum Beispiel der Fuchsbandwurm mit den rohen Früchten in unseren Körper eindringen. Heutzutage kommt viel Beerenobst von Obstplantagen – Erdbeer- oder Blaubeerfelder sind keine Seltenheit. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Anbau ohne Verwendung von Pestiziden oder anderer Schadstoffe erfolgt.
+

Beeren sind richtige Vitalstoffbomben

Sie haben häufig auch eine nachweisbar medizinische Wirkung. Wer beispielsweise an einer Krebserkrankung erkrankt ist, kann seinen Körper durch den Konsum von verschiedenen Beeren helfen. Auch beim Kampf gegen Übergewicht können sie eine große Hilfe sein. Zuerst wären da wohl unsere Erdbeeren zu nennen. Darüber habe ich ja bereits einen Artikel geschrieben, den Sie sich gern noch einmal durchlesen können.
+

Beeren - gesund und lecker - JohannisbeerenAls zweites möchte ich unsere hiesigen Johannisbeeren erwähnen. Sie sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern nebenbei auch noch sehr gesund. Wegen des hohen Anthocyan-Gehaltes in den schwarzen Johannisbeeren sind diese z. B. gegen Altersdemenz, Alzheimer usw. prima geeignet. Alle Johannisbeeren (ob rot, schwarz oder weiß) haben einen extrem hohen Vitamin C-Gehalt. Getrocknete Johannisbeerblätter helfen als Tee aufgegossen bei diversen Infekten, aber auch bei rheumatischen Beschwerden. Sie wirken antioxidativ, harntreibend und stärken das Immunsystem.
+

Beeren - gesund und lecker - HimbeerenSchon die Steinzeitmenschen haben sich an Himbeeren erfreut. Auch Hildegard von Bingen hat Himbeeren als gesundes Obst und Heilmittel geschätzt. Somit zählen sie mit zu den ältesten Kulturfrüchten. Himbeeren bestehen überwiegend aus Wasser, enthalten aber auch Ballaststoffe. Sie haben einen sehr hohen Gehalt an Eisen. Eisen benötigt der Körper zur Blutbildung. Außerdem sind auch Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor in den leckeren Beeren enthalten.

Die Früchte weisen einen Vitamin C-Gehalt von 25 mg auf 100 g auf. Ferner enthalten sie Vitamin A, Rutin und viel Biotin, das beispielsweise für Glanz und Fülle unserer Haare sorgt. Die Blätter enthalten Gerbstoffe und wirken somit bei Durchfall. Aber auch zur Behandlung der Mundschleimhäute eignen sich Himbeer-Blätter hervorragend. Leider spielen heutzutage die Blätter in der Heilkunde kaum noch eine Rolle, man findet sie aber noch als Zusatz in Teemischungen zur Blutreinigung, ebenso wie Brombeerblätter.
+

Beeren - lecker und gesund - HeidelbeerenHeidelbeeren (im Volksmund auch Blaubeere) schmecken nicht nur richtig lecker, sie stecken auch voller wertvoller Inhaltsstoffe, wie alle Beeren. Dass Heidelbeeren wirksam gegen Durchfall sind, wissen sicher viele schon. Für diese Wirkung sind die Gerbstoffe in den Früchten verantwortlich. Den Heidelbeerextrakt bekommen Sie u. a. in Kapselform in der Apotheke.

Auch die reichlich enthaltenen Vitamine C und E machen sie zu einem echten Beauty-Food. Vitamin C kurbelt die Kollagen-Produktion an, das polstert unsere Haut gewissermaßen von innen auf. Vitamin E gilt bereits seit langem als Schönheits-Vitamin. Beide Vitamine zählen außerdem zu den Antioxidantien, die dabei helfen, freie Radikale abzufangen und das Immunsystem stärken.
+

Brombeeren sind VitaminbombenDie Brombeere ist eine der ältesten Heilpflanzen. Sie enthalten viel Vitamin A und C und Kalium. Brombeerblätter eignen sich für einen schmackhaften Tee – dieser hilft gegen Grippe und Erkältungen. Brombeerblätter enthalten Gerbstoffe, deshalb kann ein Aufguss aus Brombeerblättern entzündungshemmend wirken und bei Durchfall helfen.

Bei Halsentzündungen, Heiserkeit und Zahnfleischentzündung kann man mit einem Aufguss aus den Blättern gurgeln. Darüber hinaus sind Brombeeren in der Lage Kupfer zu binden. Eine erhöhte Konzentration an Kupfer kann zu nervöser Unruhe führen. Die Früchte bieten somit einen guten Schutz für unser Immunsystem und kräftigen auch das Bindegewebe. Es gibt Studien, die zeigten, dass Brombeeren Darmkrebs, Leberkrebs und Lungenkrebs vermeiden helfen.
+

Beeren - lecker und gesund - StachelbeereDie Stachelbeere gibt es in sehr vielen Sorten, mit gelben, roten grünen und weißen Früchten, die zum Teil sehr sauer schmecken. Die Stachelbeere enthält Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Sie sind reich an Silizium und somit gut für das Bindegewebe. Ferner werden ihr noch folgende Eigenschaften zugeschrieben: Entgiftend für Schwermetalle, darmreinigend, entwässernd und haarwuchsfördernd.
+

 

Holunder - Hausmittel bei VerstopfunfDie heilende Wirkung von Holunderbeeren (auch Fliederbeeren genannt) ist schon seit vielen hundert Jahren bekannt. Wohlbekannt ist vor allem die Wirkung bei Erkältungen und grippalen Infekten. Wer kennt nicht den heißen Holundersaft bei Fieber oder auch die Schwitzkur mit einem Tee aus Blüten oder getrockneten Beeren.
Sie stärken unser Immunsystem z. B. durch viel Vitamin C. Die enthaltenen Flavonoide helfen, das Histamin (verantwortlich für Allergien) unschädlich zu machen. Außerdem stecken mehrere B-Vitamine in beachtlichen Mengen in den Früchten, das ist gut für unser Gehirn und unser Nervensystem.
+

Beeren - lecker und gesund - PreiselbeereDie Preiselbeere fand erst in neuerer Zeit Verwendung in der Volksheilkunde. Zu den Vorzügen der Preiselbeere gehört, dass sie sehr kalorienarm ist. Fast in keiner anderen Frucht findet man einen derartig reichen Gehalt an Vitamin A, E und C, was für unseren Körper so wichtig ist. Deshalb wirken Preiselbeeren ideal gegen die so genannten freien Radikale.

Besonders wenn man Probleme mit der Blase oder den Nieren hat, sollte man auf Preiselbeeren in Form von Saft, Trockenfrüchten oder eingemachten Früchten zurückgreifen. Man kann Tee aus Preiselbeerblättern auch gegen Rheuma und Gicht einsetzen.
+

Buchempfehlung:

Die Heilkraft der Beeren: Entzündungshemmend - Gefäßstärkend - Krebsvorbeugend von Margarete Dreßler

Das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Im zweiten Teil werde ich Ihnen dann noch einige Beeren vorstellen.

Bis dahin, bleiben Sie gesund.

Ihre

Manuela Möckel

+

+

+

+

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen