Heute ist Weltkrebstag

Anlässlich des heutigen Weltkrebstages weist die Weltkrebsorganistion (UICC) wie in jedem Jahr auf die enorme Zahl der jährlichen Neuerkrankungen hin. Der 4. Februar ist in jedem Jahr der Weltkrebstag. Es ist die Gelegenheit, die Welt im Kampf  zu vereinen durch Aufklärung der Öffentlichkeit und Lobbyarbeit für Veränderungen.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 450.000 Menschen neu
an Krebs, 
216.000 Menschen sterben jährlich daran.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Beinahe täglich steht es in den Zeitungen: Krebs durch Kosmetika, durch Elektrosmog, im Fleisch… man holt ihn sich im Verkehr und an der Tankstelle. Überall stecken krebserregende Stoffe,  es scheint deshalb schier unmöglich, der Gefahr zu entgehen.
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Ungesunde Lebensweise maßgeblich für Krebserkrankungen verantwortlich

In Deutschland zählt Krebs zu den Volkskrankheiten. Jedoch könnten gut ein Drittel der Krebserkrankungen sich durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden, das erklärten die Experten der Weltkrebsorganisation. Durch den Verzicht auf Tabak und Alkohol sowie regelmäßige körperliche Bewegung, könnte ein enormer Beitrag geleistet werden.

So sind nach Angaben der WHO 21 bis 25 Prozent der weltweiten Brustkrebs- und Dickdarmfälle auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Die Expertin betonte, dass „Bewegungsarmut (…) zu den vier führenden Risikofaktoren für alle weltweiten Todesfälle“ zählt.

Jeder vierte Todesfall (25,3 Prozent) deutschlandweit sei auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. 75% aller Erkrankungen werden mit unserem Lebensstil in Zusammenhang gebracht. Faktoren wie Essen, Trinken, Bewegungsmangel und Sonnenbaden können das Krebsgeschehen beeinflussen. Möglicherweise können andere Lebensweisen die Entstehung verhindern. So kann der Verzicht auf Nikotin das Krebsrisiko zweifellos verringern.
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Ernährung und Krebs

In diesem Zusammenhang rückt in der letzten Zeit vermehrt die Ernährung in den Blickwinkel. In der Nahrung können natürlich krebsfördernde Substanzen enthalten sein. Manche Karzinogene entstehen aber auch erst durch unsachgemäße Lagerung von Nahrungsmitteln, bei der Zubereitung oder im Verdauungskanal. Ebenso enthalten Nahrungsmittel oft auch sogenannte Antikarzinogene, welche eine krebshemmende Wirkung haben. Durch ganz bewusste Nahrungsauswahl lässt sich also vermutlich das individuelle Risiko beeinflussen.

Krebs - Neuerkrankungen in Deutschland

Vorsicht ist besonders bei Zusatzstoffen angebracht, welche eine dekorative, konservierende und geschmacksverstärkende Funktion haben. Schon vor zig Jahren wurde festgestellt, dass übertriebener Alkoholgenuss mit dem Auftreten von Krebserkrankungen in Zusammenhang steht. Auch gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Fettkonsum und dem Auftreten von Brust -, Prostata – und Dickdarmkrebs, das legen ziemlich übereinstimmende verschiedene epidemiologische Studien dar.

Wir werden mit vielen verschiedenen Faktoren im täglichen Leben konfrontiert, welche die Bildung freier Radikale beachtlich steigern. z. B. Zigarettenrauch, Schwefeldioxid, Ozon, sogar Entzündungen oder auch Stress. Freie Radikale können die Zellen angreifen und können so die Ausbildung eines Tumors zur Folge haben. Sogenannte Antioxidantien sind im Stande den Aufbau von freien Radikalen zu unterbrechen.

Die Wirkungsweise von Antioxidantien lässt sich anschaulich machen, indem man einen Apfel anschneidet und einen Teil der Schnittfläche mit Zitronensaft (Vitamin C) beträufelt. Die nicht behandelte Fläche färbt sich braun, sie oxidiert. Die behandelte Fläche bleibt hell. So können Nahrungsmittel vor Krebs schützen. In unserer Nahrung sind  antikarzinogene Substanzen enthalten, wie z.B. die Vitamine A, C, E, Selen, Calcium, Ballaststoffe und auch viele sekundäre Pflanzenstoffe, welche als Radikalenfänger und auch antioxidativ wirken.

Über den Einfluss von Vitamin C auf die Krebsentstehung liegen zahlreiche, teils widersprüchliche Untersuchungen vor. Unstrittig ist, dass bei Tumorpatienten ein geschwächter Vitamin C-Haushalt festgestellt wurde. Da Vitamin C nicht im Körper gespeichert werden kann, wird der Verzehr von Gemüse und Obst empfohlen. Rauchen, chronischer Alkoholkonsum oder Stress erfordern mehr Vitamin C. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich grünem und gelbem Gemüse und anderen Carotin haltigen Nahrungsmitteln soll das Krebsrisiko, vor allem bei Krebsarten des Verdauungstraktes verringern.

Auch Mineralstoffe und Spurenelemente werden in Verbindung mit Krebs diskutiert, besonders Calcium, Magnesium, Zink und Selen. Als selenreich gelten Fisch, Fleisch, Eier, Nüsse, sowie Getreide. Selen soll sowohl die Entstehung als auch das Wachstum der Krebszellen verhindern.

Dennoch kann niemand Ernährungsempfehlungen bezüglich bestimmter Vitamine und sekundärer Pflanzenstoffe geben. Empfohlen werden kann eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Vollkornerzeugnissen, bei gleichzeitiger Einsparung von Fett. Diese Empfehlungen entsprechen denen für eine allgemein gesundheitsfördernde Ernährung und spielen somit auch in der Vorbeugung anderer Erkrankungen eine Rolle.

Die Deutsche Krebshilfe rät:

  • vielseitig und abwechslungsreich essen
  • viel frisches Obst und Gemüse essen, am besten nach Saison
  • wenig Fleisch und Fleischwaren
  • ein- bis zweimal pro Woche Fisch
  • wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
  • reichlich Vollkornprodukte und Kartoffeln
  • möglichst kein Alkohol, wenn dann nur in geringen Mengen
  • Flüssigkeitsbedarf von mind. 1,5 l decken (Wasser, kalorienarme Getränke)
  • nicht Rauchen!
  • Übergewicht vermeiden
  • viel Bewegung
  • kein Stress
  • schonende Zubereitung der Speisen
Viele interessante Infos zum Weltkrebstag finden Sie auch bei der Deutschen Krebshilfe und bei der Weltkrebsorganisation.
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Bitte bleiben Sie gesund und gehen Sie liebevoll mit sich um.

Ihre

Manuela Möckel

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